13.06.2019 08:51:41

Marktüberblick: Ölpreise nach Lagerbestandsdaten unter Druck

Der deutsche Aktienmarkt zeigte zur Wochenmitte eine Verschnaufpause von der jüngsten Rally. Der DAX verabschiedete sich mit einem Minus von 0,33 Prozent bei 12.116 Punkten aus dem Handel. Der MDAX der mittelgrossen Werte verharrte auf dem Vortagesstand bei 25.438 Punkten. Für den TecDAX ging es um 0,05 Prozent nach oben auf 2.823 Zähler. In den drei genannten Indizes gab es 39 Kursgewinner und 59 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 64 Prozent. Im DAX wechselten 70,0 Millionen Aktien (Vortag: 95,1) im Wert von 2,83 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,54) den Besitzer. Mit Blick auf die Sektorenperformance waren Medienwerte (+2,11%), Telekommunikationswerte (+0,84%) und Immobilientitel (+0,22%) am stärksten gesucht. Die deutlichsten Abschläge waren bei Bauwerten (-1,93%), Rohstoffwerten (-1,57%) und Banken (-1,33%) zu beobachten.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial belastet von der Unsicherheit über den weiteren Verlauf des US-chinesischen Handelsstreits 0,16 Prozent tiefer bei 26.005 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,55 Prozent auf 7.472 Zähler nach. 51 Prozent der Werte an der NYSE endeten im negativen Terrain. Das Abwärtsvolumen lag bei 61 Prozent. 112 neuen 52-Wochen-Hochs standen 87 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Versorger und Healthcare. Am kräftigsten fielen die Verluste bei Energiewerten und Finanztiteln aus.

Am Devisenmarkt profitierte der US-Dollar von der gestiegenen Risikoaversion. Der Dollar-Index notierte gegen Ende des New Yorker Handels 0,32 Prozent fester bei 97,00 Punkten. EUR/USD fiel um 0,33 Prozent auf 1,1288 USD. Am stärksten gesucht unter den Hauptwährungen war der Yen als sicherer Hafen. Die grössten Verluste sahen die Rohstoffdevisen Austral-Dollar und Kanada-Dollar.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise gab um 1,86 Prozent auf 399,78 Punkte nach. Brent-Öl verbilligte sich um 3,72 Prozent auf 59,97 USD. Die US-Sorte WTI büsste nach den Lagerbestandsdaten 4,00 Prozent auf 51,14 USD ein. Die EIA hatte überraschend einen Anstieg der Rohölbestände um 2,2 Millionen Barrel gemeldet. Die Konsensschätzung hatte hingegen auf einen Rückgang um 481.000 Barrel gelautet. Gold konnte um 0,42 Prozent auf 1.337 USD (1.180 EUR) zulegen. Silber notierte 0,09 Prozent fester bei 14,75 USD.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,28 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fiel ebenfalls um einen Basispunkt auf minus 0,24 Prozent. Der Euro-Bund-Future legte um 0,06 Prozent auf 171,48 Punkte zu. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um zwei Basispunkte auf 2,13 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh überwiegend schwächer. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,67 Prozent auf 155,33 Punkte.

Heute stehen von der Makroseite die April-Daten zur Industrieproduktion in der Eurozone im Fokus. Bei Brenntag, Scout24 und Instone Real Estate finden die Hauptversammlungen statt. Von der Lufthansa gibt es die Verkehrszahlen für den Mai.

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