18.06.2019 08:55:01

Marktüberblick: Lufthansa-Aktie im Sturzflug

Der deutsche Aktienmarkt zeigte sich zum Wochenstart orientierungslos. Händler verwiesen zur Begründung auf die am Mittwoch anstehende Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed als Unsicherheitsfaktor. Der DAX schloss 0,08 Prozent tiefer bei 12.086 Punkten. Der MDAX der mittelgrossen Werte verbesserte sich um 0,18 Prozent auf 25.306 Punkte. Der TecDAX notierte unverändert bei 2.794 Zählern. In den drei Indizes gab es 47 Gewinner und 53 Verlierer. Das Abwärtsvolumen dominierte mit 71 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 85,0 Millionen Aktien (Vortag: 70,0) im Wert von 2,68 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,36). Bei der Sektorenperformance lagen Rohstoffwerte (+0,79%) vor Software (+0,76%) und Industrie (+0,45%). Am schwächsten tendierten Transportwerte (-2,53%) nach einer Gewinnwarnung der Lufthansa. Ebenfalls unter Druck standen Telekommunikationswerte (-0,55%) und Automobile (-0,47%). Die Aktie der Deutschen Bank belegte mit einem Plus von 1,36 Prozent die Spitze im DAX. Das Geldinstitut will laut einem Medienbericht eine sogenannte Bad Bank zur Ausgliederung problembehafteter Wertpapiere schaffen sowie das Geschäft mit Zinsen und Aktien ausserhalb Europas einstellen. Lufthansa sackte am Indexende um 11,61 Prozent ab. Die Kranich-Airline hatte am Wochenende die Margen-Prognosen gesenkt.

An der Wall Street blieben die Aktienindizes von einem im Juni verzeichneten Rekordeinbruch im Empire State Manufacturing Index für das verarbeitende Gewerbe im Grossraum New York um 26,4 Punkte auf minus 8,6 Punkte unbeeindruckt. Der Dow endete 0,08 Prozent fester bei 26.113 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 rückte um 0,63 Prozent auf 7.527 Zähler vor. 53 Prozent der Werte an der NYSE schlossen im Plus. Das Aufwärtsvolumen betrug ebenfalls 53 Prozent. 153 neuen 52-Wochen-Hochs standen 73 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Kommunikationsdienstleister und Immobilien. Am schwächsten tendierten Finanzwerte und Rohstofftitel.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels 0,10 Prozent höher bei 97,54 Punkten. EUR/USD legte um ebenfalls 0,10 Prozent auf 1,1218 Punkten zu. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fielen der Yen durch Stärke und das Pfund Sterling durch Schwäche auf.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise gab um 0,59 Prozent auf 404,56 Punkte nach. Brent-Öl verbilligte sich um 1,63 Prozent auf 61,00 USD. Comex-Kupfer konnte um 0,74 Prozent auf 2,65 USD zulegen. Gold notierte 0,10 Prozent schwächer bei 1.343 USD (1.194 EUR). Silber legte um 0,15 Prozent auf 14,83 USD zu.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite ausgehend vom Rekordtief um einen Basispunkt auf minus 0,29 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete unverändert bei minus 0,25 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,10 Prozent tiefer bei 171,58 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 2,09 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh dank der positiven Vorgaben von der Wall Street überwiegend von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,38 Prozent auf 155,11 Punkte. Gegen den Trend verbuchte der Nikkei 225 belastet vom festen Yen und pessimistischen Aussagen des BoJ-Gouverneurs Haruhiko Kuroda zum konjunkturellen Ausblick Abgaben.

Heute richtet sich der Blick von der Makroseite vor allem auf die Verbraucherpreisdaten aus der Eurozone sowie auf den ZEW-Index der Konjunkturerwartungen. Unternehmensseitig dürfte die Infineon-Aktie unter einer gestern Abend bekannt gegebenen Kapitalerhöhung leiden. Im nachbörslichen Handel notierte das Papier bereits gut 3 Prozent schwächer. Daneben stehen Wirecard, Deutsche Wohnen, Knorr-Bremse, Hamburger Hafen und Logistik (HHLA) und Schaltbau Holding mit Hauptversammlungen im Fokus.

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