02.09.2019 08:47:06

Marktüberblick: Immobilienwerte im Rally-Modus

Der deutsche Aktienmarkt profitierte zum Wochenausklang von Entspannungssignalen im Handelsstreit zwischen den USA und China sowie von der Hoffnung auf eine europafreundliche Regierungskoalition in Italien. Der DAX schloss 0,84 Prozent fester bei 11.939 Punkten. MDAX und TecDAX kletterten um 1,29 und 0,87 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 77 Gewinner und 20 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen lag bei 86 Prozent. Im DAX wechselten 77,7 Millionen Aktien (Vortag: 73,0) im Wert von 3,30 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 2,75) den Besitzer. Mit Abstand am stärksten gesucht waren mit Blick auf die Sektor-Performance Immobilienaktien (+4,52%). Hier beflügelte, dass die geplante Mietdeckelung in Berlin wohl nicht so hart ausfallen wird wie zunächst ins Auge gefasst. Daneben präsentierten sich Technologiewerte (+1,77%) und Einzelhandelstitel besonders stark. An der DAX-Spitze haussierte Vonovia um 5,42 Prozent. Deutsche Börse und Infineon konnten dahinter nachrichtenlos um 4,53 und 2,16 Prozent zulegen. Die rote Laterne im Leitindex hielt Fresenius SE mit einem Abschlag von 1,13 Prozent. Bayer und Munich Re büssten 0,44 und 0,32 Prozent ein.

An der Wall Street schloss der Dow Jones Industrial mit einem Plus von 0,15 Prozent bei 26.403 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es indes um 0,14 Prozent abwärts auf 7.691 Zähler. Die Marktteilnehmer hielten sich mit Blick auf den heutigen Feiertag in den USA zurück. 54 Prozent der Werte an der NYSE verzeichneten Kursgewinne. Das Aufwärtsvolumen betrug 59 Prozent. 156 neuen 52-Wochen-Hochs standen 39 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Rohstoffwerte und Industrietitel. Am schwächsten tendierten Hersteller zyklischer Konsumgüter.

Am Devisenmarkt wertete der US-Dollar gegenüber den meisten anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index verabschiedete sich 0,39 Prozent fester bei 98,80 Punkten ins Wochenende. Der Euro stand auf breiter Front unter Druck. EUR/USD gab nach dem Bruch einer wichtigen Unterstützungszone um 0,61 Prozent auf ein 2-Jahres-Tief bei 1,0989 USD nach. Am stärksten gesucht unter den wichtigsten Devisen war der Yen.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise endete mit einem Abschlag von 1,62 Prozent bei 397,05 Punkten. Brent-Öl verbilligte sich um 2,05 Prozent auf 59,25 USD. Der Preis für US-Erdgas fiel um 0,48 Prozent auf 2,29 USD. Comex-Kupfer gab um 1,01 Prozent auf 2,55 USD nach. Gold handelte 0,49 Prozent schwächer bei 1.529 USD. Silber, Platin und Palladium verbuchten hingegen Zugewinne zwischen 0,10 und 4,73 Prozent.

Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite bei minus 0,69 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen gab um einen Basispunkt auf minus 0,71 Prozent nach. Der Euro-Bund-Future schloss 0,09 Prozent höher bei 179,14 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes schloss unverändert bei 1,50 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte orientierten sich heute früh überwiegend südwärts. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,29 Prozent auf 152,68 Punkte. Die am Samstag veröffentlichten offiziellen Einkaufsmanagerindizes in China fielen schwächer als erwartet aus. Der chinesische Aktienindex CSI 300 konnte dennoch gegen den Trend um rund 1,1 Prozent zulegen.

Heute richtet sich der Blick vor allem auf die Industrie-Einkaufsmanagerindizes für die Eurozone und Grossbritannien. Die Aktien- und Anleihemärkte in den USA bleiben feiertagsbedingt geschlossen.

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