20.08.2019 08:45:32

Marktüberblick: Goldpreis startet Rücksetzer

Der deutsche Aktienmarkt blieb zum Wochenstart im Erholungsmodus. Als Kursstützen fungierten sinkende Anleiherenditen, die Spekulation auf mögliche fiskalpolitische Stimuli, die Hoffnung auf eine Entspannung des Handelskonflikts zwischen den USA und China sowie der schwache Euro. Der DAX schloss in dieser Gemengelage 1,32 Prozent höher bei 11.715 Punkten. MDAX und TecDAX legten um 1,44 und 1,80 Prozent zu. Die Marktbreite gestaltete sich wie bereits am Freitag sehr positiv. In den drei genannten Indizes gab es 92 Kursgewinner und lediglich neun Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug wie am Freitag 95 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX lag bei 78,5 Millionen Aktien (Vortag: 114,1) im Wert von 2,75 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,89). Alle Sektorenindizes konnten Zugewinne verbuchen. Am kräftigsten nach oben ging es mit Technologiewerten (+3,40%), Rohstoffwerten (+2,88%) sowie Pharma & Healthcare (+2,39%). Als stärkster Wert im DAX haussierte Infineon um 3,79 Prozent. Hier beflügelte eine durch erfreuliche NVIDIA-Zahlen ausgelöste gute Branchenstimmung. Fresenius SE und Deutsche Bank rückten um 2,86 respektive 2,69 Prozent vor. Einzige DAX-Verlierer waren Vonovia und RWE mit Einbussen von 0,49 und 0,07 Prozent.

An der Wall Street konnte der Dow Jones Industrial um 0,96 Prozent auf 26.136 Punkte zulegen. Der technologielastige Nasdaq 100 verbesserte sich um 1,51 Prozent auf 7.719 Zähler. 73 Prozent der Werte an der NYSE endeten im positiven Terrain. Das Aufwärtsvolumen lag bei 76 Prozent. 187 neuen 52-Wochen-Hochs standen 21 neue Tiefs gegenüber. Alle Sektorenindizes notierten im Plus. Die deutlichsten Zugewinne waren bei Energiewerten und Kommunikationsdienstleistern zu beobachten.

Am Devisenmarkt blieb der US-Dollar im Rallymodus und wertete gegenüber allen anderen Hauptwährungen auf. Der Dollar-Index kletterte bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,16 Prozent auf 98,36 Punkte. EUR/USD gab den fünften Tag in Folge um diesmal 0,10 Prozent auf 1,1078 USD nach.

Der S&P GSCI Rohstoffindex kletterte um 0,87 Prozent auf 399,33 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 1,91 Prozent auf 59,76 USD. Gold gab belastet vom festen Dollar, der gesunkenen Risikoaversion und gestiegenen Anleiherenditen um 1,14 Prozent auf 1.506 USD (1.350 EUR) nach. Silber fiel um 1,56 Prozent auf 16,86 USD. Platin und Palladium konnten hingegen um 0,29 und 2,20 Prozent zulegen.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um sechs Basispunkte auf minus 0,65 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete vier Basispunkte höher bei minus 0,65 Prozent. Der Euro-Bund-Future notierte 0,45 Prozent tiefer bei 178,18 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte um fünf Basispunkte auf 1,60 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh ganz überwiegend freundlich. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,39 Prozent auf 152,75 Punkte.

Heute stehen keine marktbewegenden Konjunkturdaten auf der Agenda. Von der Unternehmensseite richtet sich der Fokus auf die Quartalszahlen der weltgrössten Baumarktkette Home Depot.

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