05.06.2019 08:48:47

Marktüberblick: Euro Bund Future trifft auf Widerstand

Am deutschen Aktienmarkt überwogen am Dienstag klar die positiven Vorzeichen. Beflügelnd wirkten Zinssenkungsspekulationen aus den USA nach taubenhaften Äusserungen von Fed-Chairman Jerome Powell. Der DAX verbesserte sich um 1,51 Prozent auf 11.971 Punkte. Der MDAX legte um 0,60 Prozent auf 25.042 Punkte zu. Gegen den Trend gab der TecDAX um 0,07 Prozent auf 2.743 Zähler nach. In den genannten drei Indizes gab es 70 Gewinner und 29 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen betrug 88 Prozent. Im DAX wechselten 107,7 Millionen Aktien (Vortag: 104,4) im Wert von 4,18 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,46) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Banken (+3,60%), Automobile (+3,56%) und Rohstoffe (+2,55%). Moderate Abschläge waren bei Einzelhandelswerten (-0,29%) und Konsumwerten (-0,11%) zu beobachten. Covestro, ThyssenKrupp und Deutsche Bank verbesserten sich ohne Nachrichten als beste DAX-Werte zwischen 4,45 und 4,81 Prozent. Beiersdorf verlor am Indexende ebenfalls ohne Nachrichten 0,95 Prozent.

An der Wall Street haussierte der Dow um 2,06 Prozent auf 25.332 Punkte. Der von Technologiewerten geprägte Nasdaq 100 legte um 2,70 Prozent auf 7.167 Zähler zu. Die Marktbreite gestaltete sich positiv. 80 Prozent der Werte an der NYSE wiesen zur Schlussglocke Zugewinne auf. Das Aufwärtsvolumen betrug sogar 89 Prozent. Es gab 122 neue 52-Wochen-Hochs und 20 neue Tiefs. Mit Blick auf die Sektorenperformance verbuchten lediglich Immobilienwerte ein Minus. Die stärksten Zugewinne sahen Technologiewerte und Rohstofftitel.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des New Yorker Handels 0,10 Prozent tiefer bei 91,11 Punkten. EUR/USD legte um 0,12 Prozent auf 1,1253 USD zu. Bei den anderen Hauptwährungen fielen die Rohstoffdevisen Kanada-Dollar und Austral-Dollar durch Stärke auf. Auch das Pfund Sterling war gesucht. Schwäche war hingegen bei den klassischen sicheren Häfen Yen und Franken zu beobachten.

Der S&P GSCI Rohstoffindex für 24 Spotpreise gewann nach zwischenzeitlicher Markierung eines 5-Monats-Tiefs am Ende 0,42 Prozent auf 406,95 Punkte hinzu. Brent-Öl verteuerte sich um 1,13 Prozent auf 61,97 USD. Comex-Kupfer notierte 0,72 Prozent fester bei 2,67 USD. Gold handelte gut behauptet bei 1.329 USD (1.178 EUR). Silber stieg um 0,20 Prozent auf 14,77 USD. Für Palladium ging es 1,96 Prozent nach oben auf 1.341 USD.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite um einen Basispunkt auf minus 0,25 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte bei minus 0,20 Prozent. Der Euro-Bund-Future schloss 0,06 Prozent tiefer bei 168,50 Punkten. Der Kontrakt sieht sich einer technischen Widerstandszone gegenüber, die sich bis 168,86 Punkte (Rekordhoch vom Juni 2016) erstreckt. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes kletterte ausgehend vom am Vortag erreichten 2-Jahres-Tief um fünf Basispunkte auf 2,12 Prozent.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh dank der positiven Vorgaben von der Wall Street auf breiter Front von der freundlichen Seite. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 1,14 Prozent auf 154,16 Punkte. Besonders kräftige Aufschläge sahen japanische Aktien aufgrund einer Verschnaufpause des Yen nach der jüngsten Rally.

Heute stehen die Servicesektor-Einkaufsmanagerindizes für Deutschland, die Eurozone, Grossbritannien und die USA im Fokus.

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