17.06.2019 08:52:15

Marktüberblick: Chipwerte unter Druck

Am deutschen Aktienmarkt dominierten zum Wochenschluss klar die negativen Vorzeichen. Als Belastungsfaktoren wirkten die unsichere Lage im Nahen Osten, die anhaltende Unsicherheit im Handelskonflikt zwischen den USA und China sowie negative Nachrichten aus dem Chipsektor. Der DAX schloss 0,59 Prozent schwächer bei 12.096 Punkten. MDAX und TecDAX verloren 0,82 respektive 1,84 Prozent. In den drei genannten Indizes gab es 19 Gewinner und 83 Verlierer. Das Abwärtsvolumen lag bei 90 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 70,0 Millionen Aktien (Vortag: 69,2) im Wert von 2,61 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 3,29). Henkel gewann an der DAX-Spitze ohne Nachrichten 1,07 Prozent hinzu. Infineon verlor am Indexende 5,25 Prozent. Hier belastete ein schwacher Zwischenbericht des Chipherstellers Broadcom. Die Bechtle-Aktie sackte nach negativen Aussagen zum Umsatzwachstum um 12,56 Prozent ab und stellte damit den mit Abstand schwächsten Wert im MDAX und TecDAX.

An der Wall Street schloss der Dow 0,06 Prozent tiefer bei 26.090 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 büsste 0,42 Prozent ein. 57 Prozent der Werte an der NYSE endeten im Minus. Das Abwärtsvolumen lag bei 65 Prozent. 139 neuen 52-Wochen-Hochs standen 74 neue Tiefs gegenüber. Stärkste Sektoren waren Versorger und Immobilienwerte. Die schwächste Performance zeigten Technologiewerte und Energietitel.

Am Devisenmarkt konnte der US-Dollar beflügelt von positiven US-Konjunkturdaten gegenüber allen anderen Hauptwährungen aufwerten. Der Dollar-Index endete 0,44 Prozent fester bei 97,44 Punkten. Ebenfalls stark gesucht waren der Yen sowie der Franken. EUR/USD verlor 0,60 Prozent auf 1,1207 USD.

Der S&P GSCI Rohstoffindex stieg um 0,48 Prozent auf 406,96 Punkte. Brent-Öl verteuerte sich um 1,14 Prozent auf 62,01 USD. Der Preis für US-Erdgas sprang um 2,67 Prozent auf 2,39 USD. Comex-Kupfer verbilligte sich derweil um 1,02 Prozent auf 2,63 USD. Gold handelte 0,06 Prozent fester bei 1.345 USD (1.197 EUR). Silber und Platin gaben um 0,60 beziehungsweise 0,58 Prozent nach.

Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um zwei Basispunkte auf ein Rekordtief bei minus 0,30 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen verharrte am Ende bei minus 0,25 Prozent und konnte sich damit deutlich vom zwischenzeitlich notierten Rekordtief bei minus 0,27 Prozent absetzen. Der Euro-Bund-Future kletterte um 0,08 Prozent auf 171,76 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um einen Basispunkt auf 2,09 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index fiel um 0,14 Prozent auf 154,99 Punkte.

Heute steht von der Makroseite der Empire State Manufacturing Index im Zentrum des Interesses. Unternehmensseitig richtet sich der Blick vor allem auf die Lufthansa, nachdem die Airline am Sonntagabend eine Gewinnwarnung veröffentlicht hat.

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