16.05.2019 08:51:22

Marktüberblick: Automobilwerte haussieren

Am deutschen Aktienmarkt dominierten nach einer volatilen Sitzung letztlich die Käufer das Kursgeschehen. Enttäuschende Konjunkturdaten aus China und den USA wurden derweil weitgehend ignoriert. Als Kurstreiber fungierten am Nachmittag Medienberichte, wonach US-Präsident Donald Trump zunächst keine Strafzölle auf Autoimporte verhängen will. Demnach soll erst der Verlauf der Handelsgespräche mit der EU abgewartet werden. Der DAX schloss 0,90 Prozent fester bei 12.100 Punkten. MDAX und TecDAX verbesserten sich um 0,56 und 0,47 Prozent. In den drei Indizes gab es 65 Gewinner und 35 Verlierer. Das Abwärtsvolumen überwog jedoch mit 54 Prozent. Im DAX wechselten 125,8 Millionen Aktien (Vortag: 106,2) im Wert von 4,82 Milliarden EUR (10-Tages-Duchschnitt: 4,41) den Besitzer. Stärkste Sektoren waren Automobile (+2,85%), Technologie (+1,93%) und Bau (+1,26%). Rohstoffwerte (-1,15%), Banken (-0,58%) und Telekommunikationstitel (-0,40%) standen hingegen unter Druck. BMW haussierte vor der heutigen Hauptversammlung um 3,12 Prozent und belegte damit die DAX-Spitze. Daimler gewann 2,93 Prozent hinzu. RWE verbesserte sich nach überzeugenden Quartalszahlen um 2,59 Prozent. ThyssenKrupp büsste als Schlusslicht 4,94 Prozent ein. Hier belastete ein negativer Analystenkommentar. Merck verlor 1,12 Prozent. Der Dividendenabschlag bei E.ON führte zu einem optischen Minus von 5,81 Prozent. Im MDAX standen Drillisch und United Internet nach negativ aufgenommenen Geschäftszahlen unter Druck und verloren 11,35 und 6,28 Prozent.

An der Wall Street ging es für den Dow um 0,45 Prozent nach oben auf 25.648 Punkte. Der Nasdaq 100 stieg um 1,36 Prozent auf 7.503 Zähler. 64 Prozent der Werte an der NYSE konnten Zugewinne verzeichnen. Das Aufwärtsvolumen betrug 56 Prozent. Es gab 105 neue 52-Wochen-Hochs und 62 neue Tiefs. Stärkste Sektoren waren Kommunikationsdienstleister und Technologiewerte. Zu den wenigen Verlierersektoren gehörten Finanz- und Rohstoffwerte.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar-Index gegen Ende des US-Handel 0,04 Prozent fester bei 97,58 Punkten. EUR/USD gab um 0,13 Prozent auf 1,1202 USD nach. Bei den anderen Hauptwährungen waren vor allem der Yen sowie der Kanada-Dollar gesucht. Deutliche Schwäche war hingegen beim Pfund Sterling sowie beim Austral-Dollar zu beobachten.

Der S&P GSCI Rohstoffindex zog um 0,62 Prozent auf 439,62 Punkte an. Brent-Öl stieg um 0,74 Prozent auf 71,77 USD an. Die US-Sorte WTI handelte nach den wöchentlichen Lagerbestandsdaten 0,39 Prozent fester bei 62,02 USD. Während Experten im Schnitt einen Rückgang der Lagerbestände um 800.000 Barrel erwartet hatten, kletterten diese überraschend um 5,4 Millionen Barrel. Der Preis für US-Erdgas fiel um 2,18 Prozent auf 2,60 USD. Comex-Kupfer kletterte um 0,69 Prozent auf 2,75 USD. Gold notierte mit einem Aufschlag von 0,12 Prozent bei 1.298 USD (1.157 EUR).

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite um vier Basispunkte auf minus 0,17 Prozent. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sackte um ebenfalls vier Basispunkte auf ein Tief bei minus 0,11 Prozent ab und markierte damit ein 3-Jahres-Tief. Der Euro-Bund-Future schloss 0,25 Prozent fester bei 167,02 Punkten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes gab um fünf Basispunkte auf 2,37 Prozent nach.

Die asiatischen Aktienmärkte präsentierten sich heute früh uneinheitlich. Der MSCI Asia Pacific Index gab um 0,32 Prozent auf 154,85 Punkte nach.

Heute stehen von der Makroseite der Philadelphia-Fed-Index sowie die Daten zu den Baubeginnen und Baugenehmigungen in den USA im Zentrum des Interesses. Unternehmensseitig richtet sich der Blick unter anderem auf die Hauptversammlungen bei FMC, Vonovia und BMW.

Rechtliche Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise. Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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