| 360° Finanzen |
30.03.2026 15:45:10
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Zwischen Eskalation und Entspannung: Energieaktien und Gold bleiben das stabilisierende Element im Portfolio
Kolumne
Regionale Konflikte meist nur mit kurzfristiger Beeinflussung der Märkte. Geopolitische Verwerfungen lassen steigende Staatsverschuldung und Kampf um Rohstoffe erwarten. Rebalancing von Gold nicht vernachlässigen.
Mit Blick auf die Zwischenwahlen in den USA ist es aus Sicht der Republikaner wichtig, den Krieg schnell zu beenden und den Ölpreis zu senken. Dazu wird Präsident Trump zu Kompromissen bereit sein. Und auch das verbleibende iranische Regime muss sich fragen, wie stark es bereit ist, die wirtschaftliche Basis zu gefährden.
In beinahe allen denkbaren Szenarien profitieren Rohstoffe, Gold und Energieaktien. Im Fall eines Energiepreisschocks reagieren Energieaktien am stärksten. Auch mittelfristig sollten diese Titel attraktiv sein. Selbst wenn sie bei einer Entspannung korrigieren, stellen sie kurzfristig eine gute Absicherung gegen eine weitere Eskalation dar. Gold korrigiert momentan deutlich, weil nach den Avancen im vergangenen Jahr Gewinne mitgenommen werden. Dennoch bleibt das Edelmetall langfristig attraktiv, auch wegen der ausufernden Staatsverschuldungen. Es zeigt sich nun, dass systematisches Rebalancing bei Gold wichtig ist. Wer kein Gold besitzt, kann jetzt schrittweise zukaufen.
Der aktuelle Konflikt führt zu Umwälzungen, die sich bereits seit einiger Zeit abzeichnen. Die veränderte Weltordnung wird die Aufrüstung vorantreiben, was die Staatsverschuldungen weiter belasten wird. Langfristige Staatsanleihen in den USA und in Europa gilt es deshalb zu meiden, liquide Alternativanlagen bieten bessere Diversifikationsmöglichkeiten. Zudem zeigt der Iran-Konflikt deutlich, dass sich der weltweite Kampf um kritische Rohstoffe beschleunigen wird. Rohstoffe und Rohstoffaktien bleiben damit strukturell attraktiv.
Und nicht zuletzt wird die Welt immer multipolarer. Die Dominanz der USA dürfte sich weiter abschwächen und als Folge auch das Gewicht nordamerikanischer Aktien in den Weltmarktindizes zurückgehen. Im Fall einer Deeskalation kann in den Schwellenländern und Europa zugekauft werden.
Dr. Matthias Ramser ist seit 2020 Chief Investment Officer (CIO) bei Reichmuth & Co Privatbankiers. Er studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Zürich und promovierte dort (Ph.D. in Economics). Zudem ist er CFA Charterholder (CFA Institute). Seine berufliche Laufbahn begann er 1999 als Junior Analyst bei HSBC. 2001 wechselte er zur Zürcher Kantonalbank, wo er über mehrere Jahre als Head Institutional Asset Management tätig war. Anschliessend übernahm er bei Julius Baer die Funktion des Head Strategy Funds. Von 2010 bis 2020 war Ramser bei Suva als Head of Portfolio Management tätig und verantwortete dort unter anderem die Anlageklassen Aktien, Fixed Income sowie Treasury- und Währungsmanagement.
Ein Video zum Marktkommentar finden Sie hier.
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Über Reichmuth & Co Privatbankiers:
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Pressekontakt:
Dr. Hubert Becker
USC
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