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09.05.2019 09:12:36

Zurich startet verhalten ins Jahr, sieht aber steigende Preise

(Erste Meldung ausgebaut)

Zürich (awp) - Die Zurich-Gruppe ist verhalten ins Jahr 2019 gestartet. In der Schadenversicherung ging das Prämienvolumen leicht zurück. Immerhin kam es zu Wachstum mit Blick auf bereinigte Zahlen, die mit dem Vorjahr besser vergleichbar sind. Zuversichtlich stimmen zudem die steigenden Preise.

Zum Startquartal gibt die Zurich nur wenige Kennzahlen bekannt. In der Schaden- und Unfallversicherung (P&C) sind es die Bruttoprämien, die vor allem aufgrund von Währungseinflüssen um 2 Prozent auf 9,18 Milliarden US-Dollar gesunken sind. Vergleicht man die Zahlen in Lokalwährungen und bereinigt man sie um Zu- und Verkäufe, dann stiegen die Einnahmen laut Angaben vom Donnerstag hingegen um 4 Prozent.

Einen Prämienrückgang von 7 Prozent verzeichnete die Zurich in der volumenstärksten Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA), was auch mit dem Verkauf der deutschen ADAC-Autoversicherung zu tun hat. Auf bereinigter Basis ergab sich aber auch hier ein Plus von 4 Prozent. Gut lief etwa das Geschäft mit Firmenkunden in der Schweiz und in Italien.

Stark zulegen konnte die Zurich in Asien-Pazifik (bereinigt: +15%) und in Lateinamerika (+12%). Da habe sich das Geschäft in Ländern wie Australien, Malaysia, Argentinien oder Chile gut entwickelt, hiess es. In Nordamerika, der zweitgrössten Region in der Schadenversicherung, nahm das Volum um moderate 1 Prozent zu.

Weniger Lebengeschäft mit Firmen

In der Lebensversicherung konnte die Zurich im Neugeschäft den Schwung aus dem letzten Jahr nicht mitnehmen, wobei auch hier Währungseinflüsse belasteten. Das Jahresprämienäquivalent (APE) ging um 6 Prozent auf 1,18 Milliarden Dollar zurück (bereinigt: +2%). Die Kenngrösse setzt sich aus den neu gewonnenen, laufenden Prämien und einem Zehntel der eingenommenen Einmalprämien zusammen.

Weniger Neugeschäft zeichnete die Zurich mit Firmen der EMEA-Region, während man in der Beruflichen Vorsorge (BVG) in der Schweiz gewachsen ist. Ob es nach dem Axa-Rückzug aus der Vollversicherung zu Verschiebungen von Kunden gekommen ist, wollte Finanzchef George Quinn an einer Telefonkonferenz nicht sagen. Die Vollversicherung bietet Firmen in Pensionsfragen einen Rundumschutz und ist bei KMU sehr beliebt. Die Zurich hat das Angebot bereits vor Jahren aus dem Sortiment genommen und setzt vor allem auf die Sammelstiftung Vita.

Sehr gut läuft der Verkauf von Produkten der Lebensversicherung in Lateinamerika, wo sich die Zurich seit Jahren vor allem auf die Vertriebspartnerschaft mit der spanischen Bank Santander punktet. Um den Verkauf des Firmenkundengeschäfts in Chile sowie Währungseinflüssen bereinigt nahm die APE-Kennzahl in der Region um einen Drittel zu.

Verhalten entwickelt sich derweil der US-Partner Farmers, den die Zurich mit Dienstleistungen bedient. Farmers erwirtschaftete im ersten Quartal Bruttoprämien in Höhe von 5,19 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Plus von 1 Prozent. Wachsen konnte Farmers im Osten des Landes, wo man in der Vergangenheit stets weniger stark vertreten war. Die von der Zurich mit Farmers erwirtschafteten Kommissionserträge legten um 6 Prozent zu. Dazu hätten auch buchhalterische Anpassungen geführt, hiess es.

Weiterhin solide kapitalisiert

Nach wie vor robust präsentiert sich die Kapitallage der Zurich. Die firmeneigene Z-ECM-Quote, die zur Steuerung des Geschäfts herbeigezogen wird, lag per Ende März mit 125 Prozent leicht über dem Wert von Ende 2018. Zudem betrug die Quote des Schweizer Solvenztests (SST) Anfang Jahr hohe 221 Prozent.

Finanzchef George Quinn sieht die Zurich ausserdem mit den angestrebten Zielen auf Kurs. Man sei zuversichtlich, dass dieses Jahr alle Finanzziele erreicht oder gar übertroffen werden könnten. Dabei will man im Kern den Kostenblock bis Ende Jahr verglichen mit 2015 um insgesamt 1,5 Milliarden Dollar senken.

Erfreulich sei auch, wie sich die Preise in der Schadenversicherung entwickeln, fügte Quinn an. Angeführt vom Geschäft in Nordamerika konnten die Preise im Durchschnitt weltweit um über 2 Prozent angehoben werden. Quinn hofft, dass der Trend anhält und zu Wachstum führt.

mk/ys

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