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Branche im Wandel 06.12.2018 17:47:00

Zurich-Chef Greco erwartet 'perfekten Sturm' - Zurich-Aktien fallen zurück

Zurich-Chef Greco erwartet 'perfekten Sturm' - Zurich-Aktien fallen zurück

"Es ist der perfekte Sturm, der da auf uns zukommt", sagte der Italiener im Interview mit dem "Handelsblatt" (Donnerstag).

Durch die zunehmende Digitalisierung unterliegen auch die Wünsche der Kunden einem drastischen Wandel. "Wer sich als Versicherer jetzt nicht wandelt, der wird bald schon um seine Existenz kämpfen müssen", prophezeit er. Verlierer werde der sein, der das Geschäft der Vergangenheit zu bewahren suche.

Einen Teil der Schuld schreibt Greco den Versicherern selbst zu. "Sie haben heute das Problem, dass sie nie richtig den Draht zu ihren Kunden gefunden haben." Viel zu lange hätten lediglich Vertreter und Makler den direkten Kontakt nach aussen gehalten. Die jungen Tech-Riesen wie Amazon machten das besser. Die Gefahr einer Übernahme durch einen grossen Technologiekonzern sieht der Zurich-Chef dennoch nicht.

Für die Versicherungsbranche erwartet er in den kommenden zehn Jahren weit grössere Veränderungen als im vergangenen Jahrzehnt. "Nicht alle grossen Versicherer werden überleben", glaubt er.

Eine grosse Akquisition schliesst Greco für seinen Konzern allerdings aus: "Wir streben keine Übernahme eines grossen internationalen Wettbewerbers an." Zuletzt hatte es Gerüchte über eine Fusion mit Generali aus Italien gegeben. Lediglich in einzelnen Märkten könne er sich Zukäufe vorstellen.

Rivalen wie Europas grösster Versicherer Allianz versuchen ebenfalls, ihr Geschäft neu auszurichten und ihre Angebote stärker am Bedarf ihrer Kunden zu orientieren. So plant die Allianz ab 2019 einen europaweiten Online-Versicherer, der leichter verständliche Versicherungsverträge anbieten soll.

Er soll mit deutlich niedrigeren Verwaltungskosten auskommen als im herkömmlichen Allianz-Geschäft. Auch soll er die Kunden seltener enttäuschen: Der Online-Versicherer soll 90 Prozent der gemeldeten Schäden binnen 24 Stunden begleichen und weniger als ein Prozent der Schadensfälle ablehnen.

Aktien fallen erneut zurück - Verschiedene Belastungen

Für die Aktien der Zurich Insurance ging es am Donnerstag erneut überdurchschnittlich abwärts, sie verloren im Verlauf 3,38 Prozent auf 297,20 CHF. Auch die übrigen Schweizer Versicherungsaktien konnten sich dem insgesamt schwachen Umfeld nicht entziehen. Im komplett rot gefärbten Leitindex SMI gehörten sie damit aber noch zum Mittelfeld. Auch für die übrigen Versicherer Swiss Re und Swiss Life ging es in ähnlichem Umfang abwärts.

Händler führen verschiedene Belastungsfaktoren an. So hatte die US-Bank JPMorgan am Morgen die Titel im Rahmen einer Branchenstudie zu europäischen Versicherern auf "Neutral" von "Overweight" abgestuft und das Kursziel auf 359 von 367 Franken gekappt. Während der zuständige Analyst die erwartete Dividendenrendite von 6 Prozent zwar als eine gute vorübergehende Unterstützung erachtet, geht er mit Blick auf die Zielsetzung für 2019 davon aus, dass Zurich weniger stark als angenommen abschneiden wird.

Auch das Interview von Zurich-Chef Mario Greco mit dem "Handelsblatt" sorgt laut Händlern nicht für Freudentaumel bei den Investoren. Ganz im Gegenteil.

Zu guter Letzt sorgt die Lage an den Anleihemärkten für Zurückhaltung. So sind die niedrigen Zinsen bei länger laufenden Anleihen am US-Bondmarkt seit Wochenbeginn ein deutlicher Belastungsfaktor für die Finanzmärkte.

Düsseldorf (awp international)

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Bildquelle: Keystone,keystone

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