Paramount Global Aktie 51325867 / US92556H2067
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14.07.2026 21:35:00
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Warner-Aktie steigt: US-Bundesstaaten stellen sich gegen Paramount-Übernahme
Zwölf US-Bundesstaaten ziehen vor Gericht, um die Übernahme des Hollywood-Urgesteins Warner Bros durch den Konkurrenten Paramount zu verhindern.
Die US-Regierung hatte zuvor den Milliardendeal ohne Auflagen genehmigt. Das Justizministerium kam zu der Einschätzung, dass der Zusammenschluss weder dem Wettbewerb noch US-Verbrauchern schaden werde - sowohl im TV- oder Streaming-Geschäft als auch in der Filmproduktion. Dem "Wall Street Journal" zufolge wurde die Übernahme von der Führung des Ministeriums durchgewunken, bevor die zuständigen Juristen der Behörde eine Empfehlung dazu abgeben konnten.
Sorge um Kinos
Die zwölf US-Bundesstaaten argumentieren in ihrer Klage unter anderem, der Wegfall der Konkurrenz zwischen Warner Bros Discovery und Paramount werde unter anderem die Filmtheater schwer treffen. Der Deal verletze Wettbewerbsregeln und müsse untersagt werden.
Anleger zeigen sich nicht besorgt von der Klage: Die Warner-Aktie notiert im NASDAQ-Handel am Dienstag 1,61 Prozent im Plus bei 27,53 US-Dollar. Zugleich laufen noch Wettbewerbsprüfungen ausserhalb der USA, unter anderem in Europa.
Trump-Unterstützer stach Netflix aus
Hinter Paramount steht die Familie des Software-Milliardärs Larry Ellison, der als Unterstützer von Präsident Donald Trump bekannt ist. Ursprünglich hatte sich im vergangenen Jahr schon Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts der Branchengrösse verständigt. Doch Paramount liess nicht locker und gab ein höheres Gebot für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery ab, inklusive der Fernsehsender wie CNN. Der Deal ist nun rund 111 Milliarden Dollar schwer.
Trump-Kritiker in den USA befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte - wie dies schon in anderen Fällen geschah, wo Medienhäuser von Milliardären übernommen wurden, die dem Präsidenten die Treue halten. Trump hatte mehrfach gesagt, ihm sei besonders wichtig, dass der oft kritisch über ihn berichtende Nachrichtensender bei einem Warner-Deal ebenfalls den Besitzer wechselt.
Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS fiel nach der Übernahme durch die Ellison-Familie durch freundlichere Berichterstattung über Trumps Regierung auf. In der populären Reportage-Sendung "60 Minutes" wurden einige Korrespondenten entlassen, die zum Teil politisierten Druck beklagten.
Paramount will mehr Gewicht
Paramount wird von Larry Ellisons Sohn geführt - dem Filmproduzenten David Ellison. Er will mit der Übernahme von Warner Bros. Discovery an Gewicht in Hollywood gewinnen. Paramount ist unter den kleineren Playern der Branche. Zu Warner gehören unter anderem das DC-Superhelden-Universum mit Superman und Batman, Filmreihen wie "Harry Potter" sowie ein starkes Streaming-Geschäft auf Basis des Bezahlsenders HBO.
/so/DP/stw
SACRAMENTO (awp international)
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