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Schwache Autoindusttrie 07.08.2019 11:32:18

voestalpine-Aktie verliert nach Gewinneinbruch

In dem bis Ende Juni laufenden ersten Quartal sei der operative Gewinn (Ebitda) um 27,7 Prozent auf 370,9 Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Nach Steuern schrumpfte der Gewinn sogar um 60,1 Prozent auf 90,4 Millionen Euro. Die Erlöse waren um 3,8 Prozent auf 3,3 Milliarden Euro zurückgegangen.

Die Abkühlung der Automobilkonjunktur habe die Ergebnisse in den vier Divisionen moderat bis wesentlich beeinflusst. Die Österreicher beliefern alle grossen deutschen Autobauer mit Karosserieteilen oder Blechen. In Bezug auf die Bewältigung der neuen Abgastests im September hätten sich die Kunden zuversichtlich gezeigt. Die zweite Hälfte des Geschäftsjahres sollte daher aus diesem Grund weniger belastet sein.

Für das Gesamtjahr werde weiterhin eine stabile operative Ergebnisentwicklung angepeilt. Die Unsicherheiten seien aber grösser geworden, erklärte der Konzern. Gegenwirken wolle man mit intensivierten Kostensenkungsprogrammen.

voestalpine will Kosten drücken - kein Stellenabbau geplant

Der Linzer Stahlkonzern will wegen des schwierigen Marktumfelds noch mehr sparen.

Geplant sei etwa eine Optimierung auf der Einkaufsseite, auch frei werdende Stellen sollten nicht nachbesetzt werden, sagte Firmenchef Herbert Eibensteiner am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Ein weiterer Stellenabbau sei aber nicht geplant. Der Konzern hatte erst kürzlich an einem steirischen Standort 125 Mitarbeiter zur Kündigung angemeldet.

"Wir gehen davon aus, dass wir im zweiten Halbjahr die ersten positiven Effekte aus dem Kostensenkungsprogramm sehen werden", sagte Eibensteiner. Von geplanten Einsparungen in Höhe von 100 Millionen Euro, soll etwa die Hälfte im laufenden Jahr wirksam werden. voestalpine leidet unter einer schwächeren Nachfrage der Autobauer, die eine der wichtigsten Kundengruppe ist. Zudem machen den Österreichern hohe Rohstoffkosten, etwa bei Eisenerz, aber auch anderen Legierungen zu schaffen. Im ersten Quartal schrumpfte der Nettogewinn um mehr als die Hälfte auf 90,4 Millionen Euro. Im zweiten Halbjahr werde wieder mit eine Normalisierung der Eisenerzpreise gesehen.

Für das bis Ende März laufende Geschäftsjahr 2019/20 sei zudem mit einem Anstieg der Kosten für Co2-Emissionszertifikate auf 100 Millionen Euro zu rechnen. Im vergangenen Jahr hatten die Österreicher wegen einer Wartung eines Hochofens weniger Co2 emittiert und insgesamt 69 Millionen Euro für Zertifikate gezahlt. Für das US-Automotive-Werk in Cartersville, das mit aus dem Ruder gelaufenen Anlaufkosten zu kämpfen hat, erwartet Eibensteiner spätestens ab dem kommenden Geschäftsjahr erste positive Ergebnisbeiträge. Am Mittag fällt die voestalpine-Aktie in Wien um 2,8 Prozent auf 21,59 Euro.

Wien (Reuters)

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