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26.08.2013 13:30:31

Vetropack H1: Gewinnrückgang - Konkurrenz verhindert Preiserhöhungen (Zus)

Zürich (awp) - Der Glasverpackungshersteller Vetropack hat im ersten Halbjahr 2013 bei Umsatz und Absatz einen Zuwachs verzeichnet. Die Ertragskraft kam hingegen durch die höheren Kosten unter Druck. Diese können aufgrund der starken Konkurrenz nicht wie gewünscht durch Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben werden. Vor diesem Hintergrund senkt das Unternehmen die EBIT-Guidance für das Gesamtjahr und geht auch für 2014 von einer insgesamt flachen Entwicklung aus. Die Aktie wurde in der Folge am Markt mit hohen Handelsvolumen auf Talfahrt geschickt.

Der Umsatz stieg im ersten Semester um 2,1% auf 315,1 Mio CHF und der Absatz wuchs um 1,2% auf 2,23 Mrd Stück Verpackungsglas. Auf Stufe EBIT resultierte hingegen ein Rückgang um 8% auf 29,9 Mio und der Reingewinn lag mit 28,5 Mio deutlich unter dem Vorjahreswert von 58,1 Mio. Wird der vorjährige Buchgewinn aus einem Liegenschaftsverkauf in Höhe von 36 Mio CHF ausgeklammert, resultiert allerdings beim Reingewinn eine Zunahme.

PREISERHÖHUNGEN KÖNNEN ZUSATZKOSTEN NICHT AUFFANGEN

"Aufgrund der aktuell gedämpften Marktsituation und der starken Konkurrenz konnten wir Preisanpassungen nur teilweise umsetzen", erklärte Konzernchef Claude Cornaz am Montag im Gespräch mit AWP. Hinzugekommen sei eine Verschiebung des Absatz-Mix hin zu Produkten mit tieferen Margen. Da bei den Preisen wenig Gestaltungsfreiraum existiert, will Vetropack nun Produkte mit höheren Margen stärker fördern.

Nach Marktsegmenten hat sich die Absatzaufteilung leicht verschoben. Der Anteil des Absatzes mit Weinflaschen sank um einen Prozentpunkt auf 15%, während Bierflaschen 41% (40%) des Absatzes ausmachten. Ansonsten blieb die Aufteilung nach Marktsegmenten stabil.

Auch an der geografischen Aufteilung des konsolidierten Umsatzes hat sich nicht viel geändert. Der Anteil der Schweiz sank um einen Prozentpunkt auf 15%, während in Kroatien nun 19% (17%) des Umsatzes generiert wurde. Österreich blieb mit einem unveränderten Anteil von 31% der grösste Markt von Vetropack.

GUIDANCE GESENKT - AKTIE UNTER DRUCK

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Jahresende 2012 leicht erhöht und beträgt 796 Mio CHF. Das Umlaufvermögen stieg dabei um gut 50 Mio, was auf eine Zunahme bei den Debitoren und Lagerbeständen zurückzuführen sei. Auf der Passivseite stieg das Fremdkapital um gut 15 Mio auf 149,1 Mio an. Dies aufgrund von Rückstellungen, Krediten und anderen Verbindlichkeiten, heisst es im Geschäftsbericht. Der Rückkauf eigener Aktien führte zu einer Reduktion des Eigenkapitals um 1,3% auf 630 Mio. Die Eigenkapitalquote liegt damit aber nach wie vor bei über 80%.

Im laufenden Jahr erwartet die Konzernleitung einen operativen Gewinn (EBIT) auf Vorjahresniveau und ein tieferes Reinergebnis. Auch im Folgejahr sieht der Konzernchef keine Aufhellung. "Wir sehen auch 2014 keine grossen Sprünge und erwarten eine flache Entwicklung", so Cornaz. Gleichzeitig sei auch keine massive Verschlechterung zu erwarten. Auf der Kostenseite geht das Unternehmen im zweiten Halbjahr von einer Verbesserung aus.

Die Inhaberaktie von Vetropack wurde im Morgenverlauf rege gehandelt. Mit einem Handelsvolumen von knapp 500 Titeln wurde bis 12.15 Uhr rund drei Mal soviel umgesetzt wie an einem durchschnittlichen ganzen Handelstag in den vergangenen Wochen. Zum Berichtszeitpunkt notieren die Titel in einem mehr oder weniger stabilen Gesamtmarkt 2,2% tiefer bei 1'877 CHF.

rb/uh

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