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Neugeschäft positiv 06.03.2019 17:58:00

Versicherer Helvetia erzielt 2018 mehr Reingewinn - Aktie im Plus

Versicherer Helvetia erzielt 2018 mehr Reingewinn - Aktie im Plus

Der Reingewinn kletterte um 6,9 Prozent auf 431 Millionen Franken. Dabei half, dass Helvetia von grösseren Naturkatastrophenbelastungen zumeist verschont geblieben ist.

Das Geschäftsjahr 2018 sei erfreulich gewesen, erklärte Konzernchef Philipp Gmür am Mittwoch in einem Communiqué: "Trotz der schwierigen Situation an den Kapitalmärkten erzielten wir ein solides Ergebnis."

In der Nicht-Lebensversicherung fiel der Gewinn um 8,7 Prozent auf 332 Millionen Franken. Auf das Ergebnis geschlagen habe die deutlich schwächere Performance der Aktienmärkte, die im vergangenen Dezember regelrecht einbrachen. Dies habe zu deutlich niedrigeren Anlageresultaten geführt, teilte der Versicherer am Mittwoch in einem Communiqué mit.

Versicherungstechnisch lief es indes besser: Eine geringere Belastung aus Naturkatastrophen bei gutem Basisschadenverlauf führte zu einer Verbesserung des Schaden-Kosten-Satzes (Combined Ratio) auf 91,0 Prozent nach 91,8 Prozent im Vorjahr. Dies sei ein sehr gutes Niveau, schrieb der Konzern. Unter 100 Prozent ist das Geschäft versicherungstechnisch profitabel.

In der Lebensversicherung brach der Gewinn um 23,4 Prozent auf 147,9 Millionen Franken ein. Niedrigere Aufwendungen für zinsbedingte Nachreservierungen in der Schweiz und in Europa sowie tiefere Überschussbeteiligungen vermochten die geringeren technischen Ergebnisse und deutlich tiefere Gewinne auf Kapitalanlagen nicht ganz zu kompensieren.

Demgegenüber habe sich das Neugeschäft erfreulich entwickelt, hiess es. Die Neugeschäftsmarge erreichte 1,7 Prozent nach 1,8 Prozent im Vorjahr.

Erwartungen teilweise erfüllt

Das Eigenkapital der Gruppe sank um 2,5 Prozent auf 5,097 Milliarden Franken.

Damit hat die Gruppe die Erwartungen der Finanzgemeinde beim Reingewinn erfüllt, bei der Combined Ratio übertroffen und beim Eigenkapital verfehlt. Analysten hatten im Schnitt mit einem Reingewinn von 430,8 Millionen Franken gerechnet. Für die Combined Ratio hatten sie 91,7 Prozent prognostiziert und beim Eigenkapital 5,21 Milliarden Franken.

Das Geschäftsvolumen der Gruppe wuchs 2018 um 3,9 Prozent auf 9,073 Milliarden Franken. Im Nichtlebengeschäft wuchs Helvetia insgesamt um 3,5 Prozent und im Lebengeschäft um 1,5 Prozent.

Am Erfolg sollen auch die Aktionäre teilhaben. Der Versicherer will die Dividende um 1 Franken auf 24 Franken je Aktie erhöhen. Zudem soll die Aktie im Verhältnis 1 zu 5 gesplittet werden.

Konzernchef Philipp Gmür sieht die Gruppe beim Strategieprogramm auf Kurs. Bis 2020 soll das Volumen die Marke von 10 Milliarden Franken erreichen.

Helvetia-Aktie

Die Helvetia-Aktien legten am Mittwoch nach der Veröffentlichung von Jahreszahlen zu. In ersten Kommentaren sprechen die Analysten einhellig von soliden Resultaten leicht oberhalb der Erwartungen.

Die Helvetia-Aktien legten am Mittwoch 3,82 Prozent auf 624,50 CHF zu.

Wie erwartet sei der Lebensbereich im vergangenen Jahr von den volatilen Kapitalmärkten belastet worden, schreibt die UBS in einem Kommentar. Die zugrunde liegende Entwicklung im Nicht-Lebensbereich sei aber besser als erwartet ausgefallen und auch die Kapitalposition bleibe des Versicherers stark. Ausserdem zeuge die erhöhte Dividende vom Willen des Unternehmens, Kapital an die Aktionäre zurückfliessen zu lassen.

Auch die ZKB zeigt sich mit dem Zahlenset insgesamt zufrieden. Vor allem auf operativer Ebene habe der Versicherer überzeugt, schreibt der zuständige Experte. Die positive Entwicklung im Nicht-Lebensgeschäft sei dabei vor allem auf ein starkes Europageschäft und weiterhin boomende Rückversicherung zurückzuführen.

jb/uh

St. Gallen (awp)

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Bildquelle: Helvetia Gruppe,Keystone