Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.

<
News + Analysen
News + Adhoc
Analysen
Kursziele
>
<
Unternehmen
Termine
Profil
>
<
zugeh. Wertpapiere
Strukturierte Produkte
>
Verhandlungen 05.07.2024 17:52:03

Varta-Aktie mit Kurssprung: Porsche zeigt Interesse an E-Auto-Batteriegeschäft von Varta

Varta-Aktie mit Kurssprung: Porsche zeigt Interesse an E-Auto-Batteriegeschäft von Varta

Der Sportwagenbauer Porsche AG will dem angeschlagenen Batteriekonzern Varta sein Geschäft für Elektroautobatterien abkaufen.

Derzeit befänden sich beide Konzerne in Verhandlungen über ein mögliches Mehrheitsinvestment in die Varta-Tochter V4Drive, teilte Varta in der Nacht in Ellwangen mit. Hierzu hätten die Firmen bereits eine unverbindliche Absichtserklärung geschlossen. Zunächst soll die Varta-Tochter ausgelagert werden, dann würde sich die volkswagen-aktie">Volkswagen -Konzerntochter Porsche über eine Kapitalerhöhung beteiligen. Die Varta-Aktie legte sprunghaft zu.

Finanzielle Details nannte Varta zwar nicht. Ob der Deal zustande kommt, hängt laut Varta auch noch von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem einer eingehenden Prüfung der Bücher durch Porsche. Dennoch fassten Anleger des einstigen Börsenstars wieder etwas mehr Zuversicht: Der Aktienkurs von Varta gewann am Freitag nach Handelsstart in der Spitze 32,13 Prozent auf 11,76 Euro. Zum Handelsschluss stand das Papier noch mit 19,06 Prozent im Plus bei 10,59 Euro. Die Porsche-Aktie zeigte sich daneben via XETRA letztlich bei 71,16 Euro um 1,95 Prozent höher.

Für länger investierte Varta-Aktionäre ist das starke Kursplus nur ein schwacher Trost. Anfang 2021 waren die Scheine auf ihrem Rekordhoch über 181 Euro wert gewesen, bevor sie nach und nach an Wert verloren und im Herbst 2022 dann deutlich abstürzten. Im Mai dieses Jahres war die Firma an der Börse aus dem Kleinwerteindex SDAX herausgeflogen. Varta konnte infolge eines Hackerangriffs nicht rechtzeitig den geprüften Jahresfinanzbericht aus dem Vorjahr vorlegen.

Varta ist schwer angeschlagen. Das einst brummende Geschäft mit wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Knopfzellen unter anderem für damals boomende kabellose Kopfhörer musste wegen zurückhaltender Verbraucher und Konkurrenz aus Asien schwere Dämpfer einstecken. Das Geschäft mit Wallboxen zum Speichern von Strom unter anderem für das Aufladen von Elektroautos kam zudem nicht recht in Schwung.

Derzeit lässt der Konzern sein bestehendes Sanierungsgutachten aktualisieren (sogenanntes IDW-S6-Gutachten). Darin sollen die Möglichkeiten für einen grundlegenden Umbau und daraus folgende Finanzierungsmassnahmen untersucht werden.

Die Elektroautobatterie unter dem Namen V4Drive sollte Varta eigentlich neue Geschäftschancen in der Elektromobilität eröffnen. Lange war bereits spekuliert worden, dass Porsche ein erster Kunde für die Batteriezellen von Varta sein dürfte.

DZ-Bank-Analyst Holger Schmidt schrieb, die V4Drive-Technologie befinde sich noch in der Entwicklung und brauche unter anderem eine Investition im niedrigen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich, um nötige Grössenvorteile zu erreichen. Das könne Varta wegen der angespannten Finanzlage derzeit aber nicht leisten. Kommendes Jahr solle die V4Drive-Zelle dann in Serienproduktion gehen. Der Experte hält ein Zustandekommen des Deals für wahrscheinlich, obwohl die Gläubiger von Varta zustimmen müssen. Schliesslich spüle eine Transaktion Geld in die Kasse, was für die erforderliche Sanierung von Varta eingesetzt werden könne.

Der Sportwagenbauer Porsche will ohnehin eine eigene Batteriezellproduktion mit Partnern auf die Beine stellen. Laut früheren Angaben planen die Zuffenhausener in den kommenden Jahren den Aufbau einer Produktion im Umfang von 10 bis 20 Gigawattstunden Zellkapazität jährlich. Das würde rechnerisch für bis zu rund 200.000 Autos mit einer Batteriekapazität von 100 Kilowattstunden reichen. Porsche verkaufte 2023 rund 320.000 Autos, der Grossteil besteht aber noch aus Verbrennern.

Für 20 Gigawattstunden seien Investitionen von 2 bis 3 Milliarden Euro nötig, hiess es. Dafür will sich Porsche Partner suchen. Wo eine solche Zellproduktion entstehen würde, ist noch nicht klar. Porsche will zudem auch mit der Batteriefirma der Konzernmutter Volkswagen namens PowerCo zusammenarbeiten.

men/nas/mis

ELLWANGEN/STUTTGART (awp international)

Weitere Links:


Bildquelle: Max Earey / Shutterstock.com,Porsche,Tadeas Skuhra / Shutterstock.com

Analysen zu Volkswagen (VW) St.

  • Alle
  • Kaufen
  • Hold
  • Verkaufen
  • ?
Zu diesem Datensatz liegen uns leider keine Daten vor.
Eintrag hinzufügen

Erfolgreich hinzugefügt!. Zu Portfolio/Watchlist wechseln.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Kein Portfolio vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen des neuen Portfolios angeben. Keine Watchlisten vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen der neuen Watchlist angeben.

CHF
Hinzufügen

Reiseboom 2024: Diese Aktien müssen Sie kennen! In der heutigen Folge spricht Tim Schäfer mit David Kunz, COO der BX Swiss AG, über Aktien im Feriensegment.:

Welche Aktien bieten Chancen nach der Pandemie?
Wie beliebt ist Camping in den USA und in Europa und welche Aktien sind derzeit interessant?

In unserem zweiwöchigen Format „Wall Street Live“ mit Tim Schäfer behandeln wir Topaktuelle Themen des Marktgeschehens.

👉🏽 https://bxplus.ch/wall-street-live-mit-tim-schaefer/

Reiseboom 2024: Diese Aktien müssen Sie kennen! | BX Swiss TV

Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 12’706.02 18.74 YXSSMU
Short 12’938.98 13.69 0RSSMU
Short 13’401.03 8.96 UKGBSU
SMI-Kurs: 12’173.44 19.07.2024 17:31:18
Long 11’668.55 19.33 UBSKQU
Long 11’400.85 13.69 KLUBSU
Long 10’922.71 8.83 SSRM0U
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com

finanzen.net News

Datum Titel
{{ARTIKEL.NEWS.HEAD.DATUM | date : "HH:mm" }}
{{ARTIKEL.NEWS.BODY.TITEL}}

Nachrichten

  • Nachrichten zu Aktien
  • Alle Nachrichten
pagehit