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Konzept überzeugt 25.04.2019 17:50:00

Valora erhält von SBB Zuschlag für 262 Kiosk-Standorte - Aktien haussieren

Valora erhält von SBB Zuschlag für 262 Kiosk-Standorte - Aktien haussieren

Valora hat sich damit gegen die Angebote mehrerer nationaler und internationaler Firmen durchgesetzt. Das Unternehmen habe mit seinem erneuerten Konzepten "k kiosk" und "avec" am meisten überzeugt, teilten die SBB am Donnerstag mit.

Die Ausschreibung habe zu diversen Produktinnovationen und Angebotserweiterungen geführt, hiess es weiter. Davon würden die Kundinnen und Kunden an den Bahnhöfen, beispielsweise von Gratiskaffee in "Kaffee-Wägeli" auf dem Perron bei grösseren Verspätungen oder von Gutscheinen für besondere Überraschungen profitieren. Diese Innovationen und Erweiterungen würden nun konkretisiert. Die neuen Läden werden laufend bis 2021 eröffnet.

Valora hat sich gemäss der Mitteilung dazu verpflichtet, auch in ökologischer Hinsicht Verantwortung zu übernehmen und beispielsweise Food-Waste zu reduzieren oder bei recyclebaren Getränke-Verpackungen neue Wege zu beschreiten.

Der schweizweite Mietvertrag für alle Kiosk-Flächen in SBB Bahnhöfen läuft Ende 2020 aus und wurde im Juni 2018 von der SBB öffentlich ausgeschrieben. Bestandteil der Ausschreibung waren auch die heute bestehenden Convenience-Stores, deren Mietverträge ebenfalls auslaufen.

Valora-Aktien haussieren nach Zuschlag für SBB-Kioskflächen

Die Aktien von Valora legen am Donnerstagmorgen ein veritables Rally an den Tag. Bis gegen 9.20 Uhr legten die Aktien von Valora 10 Prozent auf 271 Franken zu. Zum Handelsende standen sie noch 5,51 Prozent im Plus bei 258,50 Franken.

Dass Valora sämtliche ausgeschriebenen SBB-Standorte gewonnen hat, werte er als sehr gute Neuigkeiten, schreibt Marco Strittmatter von der ZKB in einem Marktkommentar. Dank dieses Zehnjahresvertrags erweitere das Unternehmen sein Netzwerk um 31 Verkaufsstellen.

Aus strategischer Sicht seien dies gute Nachrichten und er begrüsse diesen Schritte, ergänzt Volker Bosse von Baader Helvea. Dieser gibt aber zu bedenken, dass Valora damit zwar mehr Verkaufsflächen und damit mehr Umsatzpotenzial erworben hat, dies aber zu signifikant höheren Kosten.

Gemäss dem Unternehmen entsprechen die Mieten für die Convenience-Shops zwar jenen aktueller vergleichbarer Mietverhältnisse, bei den Kiosk-Flächen sollte es aber zu einer deutlichen Mietsteigerung kommen. Die Analysten der Bank Vontobel veranschlagen eine Erhöhung um insgesamt über 25 Prozent.

Der EBIT-Nettoeffekt bei Retail Schweiz in 2021 (im Vergleich zu 2018) wird gemäss Valora etwa -15 Millionen Franken betragen. Er sei hier sogar von -18 Millionen ausgegangen, schreibt Strittmatter von der ZKB. Allerdings habe er bisher aber noch keinen signifikanten Umsatzanstieg modelliert.

Valora geht für die vergebenen Standorte von einem Umsatzanstieg auf vergleichbarer Fläche von bis zu 5 Prozent aus aufgrund der Umwandlung von Kiosk- in Convenience-Verkaufsstellen und der Einführung des neuen Kiosk-Konzepts. Infolge eines höheren Umsatzanteils mit Convenience-Produkten wird eine höhere Bruttogewinnmarge erwartet.

Der stärkere Fokus auf den Convenience-Bereich (besserer Mix, mehr F&B) sollte die Rentabilität stützen, so die Experten der Bank Vontobel.

sig/rw

Zürich (awp)

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Bildquelle: Valora,Keystone