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TUI Aktie 125205291 / DE000TUAG505

Reisen unter Druck 12.03.2026 16:08:16

TUI-Aktie im Sinkflug: Verschobener Oman-Deal und teures Kerosin drücken Margen

TUI-Aktie im Sinkflug: Verschobener Oman-Deal und teures Kerosin drücken Margen

Die TUI-Aktie gerät vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen im Nahen Osten und weiter steigender Ölpreise erneut unter Druck.

• TUI-Aktie erleidet erneut Verluste
• Sicherheitsbedenken und steigende Ölpreise belasten
• Oman-Partnerschaft vorerst auf Eis

Die Aktien des Touristikkonzerns TUI setzen am Donnerstag ihre jüngste Schwäche fort und geben im XETRA-Handel zeitweise 6,11 Prozent auf 6,64 Euro nach. In den letzten vier Wochen haben die Anteilsscheine 20,5 Prozent an Wert verloren, seit Jahresbeginn schlägt ein Minus von 24,5 Prozent zu Buche (Stand: Schlusskurs vom 11.03.2026).

Krieg im Nahen Osten

Die Unsicherheit im Nahen Osten trifft den Reisekonzern besonders hart, da die Region ein wichtiges Winter- und Frühjahrsziel darstellt, vor allem Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate. Anleger befürchten eine zurückhaltende Buchungslage, da Sicherheitsbedenken und die Gefahr einer Eskalation Reisende verunsichern.

Gleichzeitig belasten die gestiegenen Ölpreise die Margen der TUI-eigenen Fluggesellschaften und Kreuzfahrtschiffe, was die Erwartungen für ein operativ starkes Jahr 2026 dämpft. Am Donnerstag überschritt der Brent-Ölpreis kurzzeitig erneut die 100-Dollar-Marke, was einem Anstieg von rund neun Prozent gegenüber dem Vortag entspricht. Auch die US-Sorte WTI verzeichnete ähnliche Zuwächse. Um die Versorgung zu stabilisieren, plant die Internationale Energieagentur (IEA) die Freigabe von insgesamt 400 Millionen Barrel aus strategischen Reserven der 32 Mitgliedsländer.

Geplante Partnerschaft mit Oman vorerst auf Eis

Zudem hat TUI die geplante Zusammenarbeit mit Omans staatlicher Tourismusgesellschaft Omran verschoben. Das Projekt, das den Bau und Betrieb von fünf Hotels in der Region Dhofar sowie einen Anteilserwerb Omans an TUI vorsah, kann nach Angaben des Unternehmens nicht wie geplant umgesetzt werden.

Die Partnerschaft war erst im September vereinbart worden: Geplant war ein Joint Venture, an dem Omran und TUI jeweils 45 Prozent und ein privater Investor zehn Prozent halten sollten. Omran wollte Grundstücke und Kapital einbringen, während TUI die Buchungsprozesse organisiert hätte. Laut TUI-Strategiechef Peter Krüger gibt es für den Oman eine hohe Nachfrage nach Urlaubsmöglichkeiten, das Angebot sei bislang jedoch zu gering. Beide Seiten betonten, den Dialog fortsetzen zu wollen.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: TUI,Dafinchi / Shutterstock.com