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Schlechte Lage 16.05.2019 16:51:47

thyssenkrupp-Chef Kerkhoff bereitet Konzern auf Einschnitte vor - Kone prüft Gebot für Aufzugssparte - Aktie steigt kräftig

thyssenkrupp-Chef Kerkhoff bereitet Konzern auf Einschnitte vor - Kone prüft Gebot für Aufzugssparte - Aktie steigt kräftig

"Unsere wirtschaftliche Lage ist heute schlechter, als wir es vor einem Jahr erwarten konnten", sagte Kerkhoff der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Der Konzern gebe derzeit mehr Geld aus, als er einnehme und das "kann so nicht bleiben."

Dass die seit dreieinhalb Jahren geplante Stahlfusion mit dem indischen Hersteller Tata in Europa am Widerstand der EU-Wettbewerbshüter gescheitert sei, wirke sich negativ aus, sagte Kerkhoff. "Die aus dem Zusammenschluss erhofften positiven Effekte wird es nun nicht geben. Darauf müssen wir reagieren." Sein Ziel sei es nun, gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern einen neuen Plan für das Stahlgeschäft zu entwickeln. Von der Entscheidung der EU-Kommission zeigte sich Kerkhoff zutiefst enttäuscht. "Im Werkstoff- und Stahlgeschäft ging und geht es darum, überlebensfähig zu bleiben. Und ganz sicher nicht darum, mit Grösse Kunden über den Tisch zu ziehen."

Mit einem Börsengang der Aufzugsparte soll möglichst bald Geld in die Konzernkasse kommen. Ziel ist auch eine Holding-Struktur mit einer kleineren Konzernzentrale und unabhängigeren Geschäften rund um Autoteile, U-Boote und Industrieanlagen. Dies sei nicht gleichzusetzen mit einer Zerschlagung, beteuerte Kerkhoff. "Es steht jetzt nicht alles auf der Verkaufsliste." thyssenkrupp sei aber offen, bei möglichen Kooperationen mit anderen Unternehmen die Mehrheit an Geschäftsbereichen abzugeben. Für den Stahl könne er sich nach wie vor Fusionen vorstellen, betonte Kerkhoff. Mit Blick auf ein mögliches Zusammengehen mit dem niedersächsischen Stahlkonzern Salzgitter und die Schaffung einer "Deutschen Stahl AG" sagte er: "Wir sind offen für Konsolidierungen, die Sinn ergeben."

Kone prüft anscheinend Übernahmegebot für thyssenkrupp-Aufzugssparte

Kone hat nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters weiter grosses Interesse an der rund 14 Milliarden Euro teuren Aufzugssparte von thyssenkrupp und prüft, ob sich ein Übernahmeangebot realisieren lässt. Es sei derzeit unklar, ob Kone ein reines Barangebot finanzieren könne und ob ein Zusammenschluss ähnlich wie das gescheiterte Stahl-Joint-Venture von thyssenkrupp mit Tata Steel mit erheblichen wettbewerbsrechtlichen Hürden behaftet sei, sagten mehrere nicht näher bezeichnete Insider laut einem Reuters-Bericht. Derzeit prüfe der finnische Aufzugsspezialist zusammen mit der Bank of America mögliche Optionen. In bar und in Aktien wäre eine Übernahme finanziell machbar.

thyssenkrupp-Vorstandschef Guido Kerkhoff hatte in der vergangenen Woche nach monatelangem Verfall des Aktienkurses die geplante Abspaltung des Industriegeschäfts aufgegeben und einen Börsengang für die Aufzugssparte angekündigt. Das Management bevorzuge einen Börsengang, weil er eine sichere Option sei, zitiert Reuters einen der Informanten. Andere Optionen unterlägen dem Ausführungsrisiko. Das Unternehmen brauche aber garantierte Erlöse.

Ein Sprecher von thyssenkrupp erklärte, man beteilige sich nicht an Spekulationen. Er verwies auf Aussagen Kerkhoffs, wonach die Kapitalbasis mit dem Elevator-IPO nachhaltig gestärkt werden solle.

Am Nachmittag steigt die Aktie um 10,65 Prozent auf 13,40 Euro.

FRANKFURT (Dow Jones)

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Bildquelle: thyssenkrupp AG,Quinta / Shutterstock.com

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