UBS Aktie 24476758 / CH0244767585
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16.07.2026 21:16:00
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Tesla-Aktie: Darum zählen Auslieferungen für Anleger kaum noch
Teslas Quartalsauslieferungen stehen im Anlegerfokus. Doch laut UBS könnte der Einfluss auf den Aktienkurs geringer sein als früher.
• Selbst angehobene UBS-Prognose übertroffen
• Fokus richtet sich auf Fortschritte bei Robotaxi und Optimus
E-Autopionier Tesla konnte im zweiten Quartal überraschend viele Autos ausliefern. Im Jahresvergleich stieg die Zahl um rund ein Viertel auf 480'126 Wagen, wie Tesla mitteilte.
Analystenerwartungen übertroffen
Damit wurden die Markterwartungen übertroffen. So hatten Analysten laut dpa im Schnitt mit knapp 400'000 gerechnet.
Die UBS beispielsweise hatte kurz zuvor ihre Prognose zu Teslas Auslieferungszahlen sogar noch angehoben. Wie TipRanks im Vorfeld der offiziellen Zahlen unter Berufung auf UBS-Analyst Joseph Spak berichtete, ging die Schweizer Grossbank neu von 405'000 Fahrzeugauslieferungen im zweiten Quartal 2026 aus. Das entspräche einem Plus von fünf Prozent im Jahresvergleich und einem Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Damit lag die neue Schätzung über der ursprünglichen UBS-Prognose von 380'000 Einheiten.
Warum die Zahlen an der Börse nicht mehr alles sind
Trotz der operativ relevanten Daten stellt UBS laut TipRanks die zentrale Frage: Wie stark bewegen Auslieferungszahlen die Tesla-Aktie überhaupt noch? Die Antwort von UBS-Analyst Joseph Spak fällt klar aus: " Wahrscheinlich nicht," ergänzt um "zumindest nicht mehr so wie früher". Und damit hat der Experte recht behalten: Trotz der gesteigerten Auslieferungen, sackte die Tesla-Aktie am Berichtstag um rund 7,5 Prozent ab.
Laut UBS hätten klassische Diskussionen über das Autogeschäft und fundamentale Kennzahlen unter Investoren deutlich an Bedeutung verloren. Stattdessen werde die Bewertung zunehmend durch Zukunftserzählungen rund um künstliche Intelligenz, Robotaxi, den humanoiden Allzweckroboter Optimus, das Halbleiter-Megaprojekt Terafab und das Solargeschäft geprägt.
Robotaxi und Optimus als eigentliche Kurstreiber der Tesla-Aktie
UBS sieht laut TipRanks vor allem in Teslas Zukunftsprojekten die entscheidenden Trigger für die Aktie. In diesem Zusammenhang verweist Spak darauf, dass der Fortschritt beim Robotaxi langsamer verlaufe als viele optimistische Marktteilnehmer erwartet hätten. Zudem habe Elon Musk angekündigt, Optimus V3 etwa zur Jahresmitte präsentieren zu wollen - ein Zeitfenster, das nun näher rückt.
Trotzdem erinnert UBS daran, dass das klassische Fahrzeuggeschäft weiter die finanzielle Grundlage für diese Zukunftsprojekte liefert. Spak formuliert es so: "Zwar gehen wir davon aus, dass die Stimmung den Aktienkurs weiterhin überwiegend bestimmen wird (sicherlich stärker als die Auslieferungszahlen), doch ist es (in erster Linie) das Autogeschäft, das den Cashflow von Tesla und damit die Investitionen in das Wachstum finanziert (die Prognose für Investitionsausgaben in Höhe von 25 Mrd. US-Dollar in diesem Jahr, von der wir annehmen, dass sie in den kommenden Jahren bestehen bleibt)".
Was das für Anleger bedeutet
Für Investoren ergibt sich daraus ein zweigeteiltes Bild: Die Q2-Auslieferungszahlen bleiben ein wichtiger Indikator für die operative Verfassung des Konzerns. Kurzfristig könnten Abweichungen von den Erwartungen für Bewegung sorgen.
Die grössere Kursrichtung dürfte laut UBS jedoch weiterhin von Fortschritten in Teslas KI- und Robotikstrategie abhängen. Anleger sollten deshalb nicht nur auf die Auslieferungszahlen achten, sondern vor allem verfolgen, ob Tesla bei Robotaxi und Optimus konkrete Fortschritte liefert. Genau dort dürfte sich entscheiden, ob die aktuelle Bewertung langfristig tragfähig bleibt.
Thomas Zoller, Redaktion finanzen.ch
Dieser Text dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schliesst jegliche Regressansprüche aus.
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