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Trend um IPOs 06.11.2020 17:12:00

Tech-Blase längst geplatzt? Greenlight Capital-Gründer David Einhorn weist auf Warnsignale hin

Tech-Blase längst geplatzt? Greenlight Capital-Gründer David Einhorn weist auf Warnsignale hin

• Einhorn sieht Belege für Tech-Blase
• Höhepunkt im September
US-Wahl einschneidendes Ereignis

Tech-Aktien in riesiger Blase

David Einhorn, der Gründer des Hedgefonds Greenlight Capital, erklärt in einem Bericht des Unternehmens, der der Nachrichtenseite "Bloomberg" vorliegt, dass sich die vor allem in der Corona-Krise beliebten US-amerikanischen Tech-Aktien wie Apple und Google in einer Blase befinden sollen. Dabei stelle sich laut dem Investor nicht die Frage, ob eine Blase vorliege, sondern wie weit diese bereits fortgeschritten sei. Demnach gehen die Greenlight-Analysten davon aus, dass die Tech-Blase ihren Höhepunkt bereits am 2. September erreicht hat - und schon längst zerplatzt ist. "Wenn dem so ist, geht die Stimmung der Anleger gerade von Gier zu Sättigung über", wird Einhorn von "Bloomberg" zitiert.

Tech-Aktien haben den Markt in diesem Jahr deutlich angetrieben. Der technologielastige NASDAQ Composite legte in diesem Jahr etwa bereits um mehr als 24 Prozent zu. Zum Vergleich: Während der S&P 500 seit Jahresbeginn rund zwei Prozent im Plus steht, ging es für den Dow Jones seit dem Jahreswechsel bereits um knapp sieben Prozent abwärts (Stand aller Kurse: 29.10.). Nach steigenden Kursen seit dem Corona-Einbruch im März kam es am 2. September - dem Datum, das Einhorn als Höhepunkt der Blase nennt - zu Kurseinbrüchen der Technologiewerte.

Hinweise verdichten sich

Seine Theorie sieht Einhorn durch die Vielzahl an Börsengängen von Technologie-Unternehmen in diesem Jahr bestätigt. Am 30. September notierte etwa das US-Datenanalyseunternehmen Palantir erstmals an der NYSE. Kurz zuvor wagte der Cloud-Anbieter Snowflake den Gang an die US-Börse. Im Spätjahr soll mit Airbnb ausserdem noch der Anbieter der gleichnamigen Plattform zur Vermittlung von Unterkünften an der NASDAQ gelistet werden. Zusätzlich hält Einhorn aber auch die hohe Marktkonzentration auf kleine Gruppen von Aktien oder einzelne Sektoren für ein eindeutiges Warnsignal. Auch aussergewöhnliche Bewertungen und von der Realität losgelöste hohe Handelsvolumina sollen für seine Theorie sprechen.

Greenlight Capital reagiert

Um auf die Tech-Blase zu reagieren, habe Greenlight Capital sein Portfolio um einen Korb erweitert, über den gegen Unternehmen und Firmen gewettet werden könne, die als zweitrangig eingestufte wurden und kürzlich an die Börse gingen. Einhorn selbst habe lange Zeit ein Portfolio mit Short-Wetten gehalten, zu denen auch Tech-Giganten wie Amazon und Netflix zählten, berichtet "Bloomberg". Bereits Anfang 2016 glaubte Einhorn, eine Tech-Blase an den Märkten zu erkennen, wie er in dem Bericht erklärte. Dies habe sich rückwirkend betrachtet aber als falsch herausgestellt. Kürzlich begann Einhorns Fonds, auf Kurssteigerungen des IT-Dienstleistungsunternehmens SYNNEX, des österreichischen Halbleiterherstellers ams und des Produzenten von Kassensystemen und Geldautomaten NCR zu wetten.

US-Wahlen bringen grosses Konfliktpotenzial

Weiterhin erklärt Einhorn laut "Bloomberg", dass die US-Präsidentschaftswahlen ein einschneidendes Ereignis seien. Ausgenommen von Kriegen halte er das Wahlspektakel für das gefährlichste Geschehen in der modernen US-amerikanischen Geschichte. So könne die Jagd auf das Weisse Haus in Kombination mit der fortwährenden Corona-Krise eine Flut von sozialen Unruhen nach sich ziehen, die in gewalttätigen Ausschreitungen münden könnten.

Einhorns Fonds Greenlight Capital habe laut Berichten von "Bloomberg" bis September mit Kursrückgängen von 16,1 Prozent zu kämpfen gehabt und seit 2015 immer wieder versucht, seine Verluste auszugleichen. Zum 1. Januar 2020 verwaltete das Unternehmen 2,6 Milliarden US-Dollar. Zuvor hatte Greenlight einen Höchststand von 12 Milliarden US-Dollar erreicht. Die meisten Greenlight-Mitarbeiter arbeiten laut Einhorn nach wie vor von zuhause aus, die Büros des Unternehmens sind aber seit dem Spätsommer wieder geöffnet.

Redaktion finanzen.ch

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Bildquelle: Paul Bereswill/Getty Images,MarcelClemens / Shutterstock.com

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