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Neue Struktur geplant 12.06.2019 17:50:00

Tamedia-Aktie gibt Gewinne ab: Tamedia-Chef verlässt Unternehmen in einem Jahr

Tamedia-Aktie gibt Gewinne ab: Tamedia-Chef verlässt Unternehmen in einem Jahr

Tonini habe schon vor längerer Zeit die Absicht geäussert, sich nach seinem 50. Geburtstag und 17 Jahren bei Tamedia beruflich zu verändern, teilte Tamedia am Mittwoch mit.

Tonini, der seit 2013 CEO ist, habe "Ausserordentliches" geleistet, hiess es weiter. Über 80 Prozent des heutigen Gruppenergebnisses stammten aus neuen Geschäften in den Bereichen Pendlermedien, Werbevermarktung und Marktplätze, die unter seiner Leitung entwickelt und übernommen worden seien.

Präsident neuer Gruppenchef

Nach dem Abgang von Tonini übernimmt Verwaltungsratspräsident und Verleger Pietro Supino im Juli 2020 die Gruppenleitung - und damit ein Mitglied der Gründerfamilie des Tagesanzeiger-Verlags.

Allerdings wird der Konzern bis dahin neu aufgestellt. Konkret werde Tamedia weitgehend dezentralisiert. Ab Jahresbeginn 2020 würden die vier Geschäftsfelder als eigenständige Einheiten "mit je eigener Geschäftsleitung, eigenem Verwaltungsrat sowie eigener Erfolgsrechnung" geführt. Die Rede ist von einer "holdingartigen Struktur".

Neben Supino gehörten Samuel Hügli (Technologie & Ventures) und Sandro Macciacchini (Finanzen & Personal) weiterhin dem Führungsteam der Gruppe an.

Vier eigenständige Einheiten

Die vier weitgehend autonomen Geschäftsfelder sind laut den Angaben die "Bezahlmedien", welche von Marco Boselli und Andreas Schaffner geleitet werden, die "Pendlermedien" (Leitung: Marcel Kohler), die "Werbevermarktung" (Michi Frank) und die "Marktplätze" (Christoph Brand). Die Zusammensetzung der Verwaltungsräte und Geschäftsleitungen der Einheiten werde in der zweiten Jahreshälfte festgelegt, hiess es weiter.

Dank der Dezentralisierung sollen die vier Einheiten "in den relevanten Märkten mit ihren unterschiedlichen Gesetzmässigkeiten" agiler handeln können, wie es weiter hiess.

Die Gruppen-Leitung werde künftig die Umsetzung der Strategie begleiten und die Nutzung von Synergien sicherstellen. Insbesondere wolle Tamedia mit der gruppenweiten Nutzung von Daten die Produkte verbessern. Betont wurde ausserdem, dass die Publizistik "als Ursprung der Gruppe" das zentrale verlegerische Anliegen und ein Investitionsschwerpunkt bleibe.

Tamedia-Aktie nach Umstrukturierung leicht im Plus

Die Aktien von Tamedia sind am Mittwoch mit moderaten Gewinnen in den Handel gestartet. Eine am Morgen angekündigte Neuorganisation weckt gewisse M&A-Phantasien.

Die Tamedia-Papiere legten zunächst um 1,5 Prozent zu, mussten ihre Gewinne dann aber wieder abgeben und verloren letztendlich 1,87 Prozent auf 104,80 Franken.

Diese Neuorganisation könnte "etwas mehr Spielraum" bezüglich Übernahmen und Devestitionen schaffen, schreiben die Analysten der ZKB in einem ersten Kommentar. Sie schätzen, dass der Medienkonzern Ende 2020 über einen "komfortablen" Nettobargeldbestand von fast 400 Millionen Franken verfüge.

Für die ZKB reicht dies aber noch nicht für eine Neubeurteilung des Titels. Sie bleibt mit dem Rating 'Marktgewichten' neutral eingestellt.

rw/ra

Zürich (awp)

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Bildquelle: Didier Boy de La Tour / Tamedia,Keystone

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