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17.05.2016 11:42:37

Syngenta-Käufer ChemChina verlängert Angebotsfrist

(Um Stellungnahme von Syngenta und Aktienkurs ergänzt)

Zürich (awp) - Beim Übernahmeangebot für Syngenta durch die chinesische ChemChina ist die Verlängerung der Angebotsfrist festgesetzt worden. Die Fristverlängerung hat offenbar regulatorische Gründe. Es würden noch nicht alle behördlichen Genehmigungen vorliegen, bestätigte Syngenta gegenüber AWP eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters. ChemChina erwarte aber noch immer, dass die Transaktion bis Ende Jahr abgeschlossen werden kann.

Am Dienstagmorgen hatte ChemChina bekannt gegeben, dass die Verlängerung der Angebotsfrist am 24. Mai 2016 beginnt, dem Tag nach Ende der anfänglichen Angebotsfrist. Die Frist ende am 18. Juli um 16.00 Uhr. Allenfalls weitere Verlängerungsfristen seien noch zu bestimmen, heisst es weiter. Die heute angekündigte Fristverlängerung stehe nicht in Verbindung mit dem Anteil angedienter Aktien, hält Syngenta weiter fest.

Die Bieterin behält es sich laut Angebotsprospekt vor, die Angebotsfrist weiter zu verlängern, und zwar ein- oder mehrmals bis zum Verlängerungs-Enddatum. Die Fristverlängerung habe nichts mit den angedienten Aktien zu tun

FRISTVERLÄNGERUNG NICHT UNERWARTET

Die heutige Ankündigung stimme mit den Erwartungen überein, dass es auf Grund der erforderlichen Zeit zur Einholung aller regulatorischen Genehmigungen zur Transaktion zu einer Verlängerung der Angebotsfrist kommen könne, schreibt Syngenta in einer E-Mail weiter.

ChemChina hatte im März das offizielle Kaufangebot für Syngenta vorgelegt und bietet 465 USD in bar je Syngenta-Namenaktie mit einem Nennwert von 0,10 CHF zuzüglich einer Dividende von 16 CHF pro Anteilschein.

SCHALTET SICH US-LANDWIRTSCHAFTSMINISTERIUM EIN?

Einen weiteren Bericht von Reuters, wonach die Transaktion nun auch vom US-Landwirtschaftsministerium geprüft werde, wollte Syngenta indes nicht kommentieren. Gemäss der Nachrichtenagentur soll das Agrarministerium in dem Ausschuss vertreten sein, der für die USA sicherheitsrelevante Aspekte unter die Lupe nimmt. Ziel sei es, die Auswirkungen der Transaktion auf die heimische Lebensmittelsicherheit zu beurteilen, schreibt Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Dem bislang grössten Zukauf eines chinesischen Unternehmens im Ausland müssen zahlreiche Kartellbehörden zustimmen. Als letztlich entscheidend gilt die Haltung des Ausschusses für ausländische Investitionen in den USA (CFIUS). In ihm sind üblicherweise unter anderem die Ministerien für Finanzen, Heimatschutz und Verteidigung vertreten. Das Landwirtschaftsministerium gehört sonst nicht dazu.

Syngenta hat mehrere Standorte in den USA. Der Konzern erwirtschaftet fast ein Viertel seines Umsatzes in Nordamerika. Dort ist er der grösste Anbieter von Pestiziden und auch ein wichtiges Unternehmen im Saatgut-Markt.

Die Aktien von Syngenta reagieren mit Kursverlusten auf die Meldungen. In einem insgesamt fester tendieren Gesamtmarkt verlieren die Valoren bis gegen 11.10 Uhr 0,7% auf 391,60 CHF, während der SMI 0,22% höher steht.

yr/sig/ys

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