| Bilanz |
07.05.2026 16:04:36
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Swisscom-Aktie tiefer: Dank Sparen und Synergien mit mehr Betriebsgewinn
Die Swisscom hat im Startquartal die Erosion durch den Preiskampf im Telekomgeschäft zu spüren bekommen.
Von Januar bis Ende März erzielte der Branchenprimus einen Umsatz von 3,61 Milliarden Franken. Das ist ein Rückgang um 4,1 Prozent, wie die Swisscom am Donnerstag in einem Communiqué bekannt gab.
Dabei schlug auch die Franken-Stärke zu Buche, welche die Einnahmen aus dem Italien-Geschäft drückte. Zu konstanten Wechselkursen wäre der Umsatz lediglich um 2,9 Prozent gesunken.
Mehr Betriebsgewinn
Dagegen konnte sich die Swisscom operativ verbessern: Der Betriebsgewinn vor Abschreibungen und Amortisationen nach Abzug der Leasingkosten (EBITDAaL) legte auf 1,29 Milliarden Franken zu. Das ist ein Plus von 0,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ohne die Euro-Schwäche hätte der Betriebsgewinn gar um 1,3 Prozent zugenommen, hiess es.
Unter dem Strich sank der Reingewinn allerdings markant um 9,6 Prozent auf 332 Millionen Franken. Der Rückgang resultiere hauptsächlich aus einer Wertberichtigung für Derivate im Finanzergebnis, hiess es.
Damit hat die Swisscom die Erwartungen der Finanzgemeinde nur teilweise erfüllt. Analysten hatten mit mehr Umsatz und Reingewinn, aber weniger Betriebsgewinn gerechnet.
In der Schweiz sank der Umsatz im Startquartal um 1,3 Prozent auf 1,94 Milliarden Franken. Dabei schrumpfte der Umsatz mit Telekomdiensten sowohl im Mobilfunk- als auch im Festnetzgeschäft. Auch im IT-Geschäft und im Geschäft mit anderen Telekomanbietern (im Fachjargon Wholesale genannt) gab es Einbussen. Dagegen konnte das Hard- und Softwarebusiness zulegen.
Stellen gestrichen
Um Gegensteuer zu geben, trat die Swisscom beim Personal auf die Bremse. In der Schweiz sank der Personalbestand seit Ende Dezember 2025 um 239 auf 15'091 Vollzeitstellen.
So wurden im Telekomgeschäft in der Schweiz in den ersten drei Monaten 25 Millionen an Kosten gespart. Deshalb ging der Betriebsgewinn nur ganz leicht zurück. Im Gesamtjahr sollen die Einsparungen etwas über 50 Millionen erreichen, wie Konzernchef Christoph Aeschlimann in einer Telefonkonferenz sagte.
Gewinnsteigerung in Italien
Auch in Italien ist die Erosion im Kerngeschäft zunehmend angekommen. In den ersten drei Monaten 2026 fiel der Umsatz um 4,5 Prozent auf 1,74 Milliarden Euro.
Die Integration der für 8 Milliarden Euro gekauften Vodafone Italia verlaufe weiterhin nach Plan, sagte Aeschlimann weiter. Die Synergien aus der Zusammenlegung von Fastweb und Vodafone Italia sorgten für tiefere Kosten, was den Betriebsgewinn um 8,3 Prozent nach oben trieb.
Eine Steigerung gelang dem Swisscom-Konzern auch beim operativen freien Cashflow. Dieser stieg um ein Fünftel auf 594 Millionen Franken.
Seit April profitiert die Swisscom von Preiserhöhungen bei ihrer Hauptmarke. Dennoch wird das die Erosion im Telekomgeschäft nicht stoppen. In der Schweiz dürfte der Umsatz im Kerngeschäft in diesem Jahr um 120 Millionen Franken schrumpfen und in Italien um rund 150 Millionen Euro.
Jahresziele bestätigt
An den Zielen für das laufende Geschäftsjahr 2026 hält die Swisscom fest: Der "blaue Riese" peilt einen Umsatz von 14,7 bis 14,9 Milliarden Franken an. Beim operativen Gewinn will die Swisscom 5,0 bis 5,1 Milliarden Franken erreichen. Geplant sind ausserdem Investitionen von 3,0 bis 3,1 Milliarden Franken.
Wenn diese Ziele erreicht werden, soll die Dividende um 1 Franken auf 27 Franken pro Aktie erhöht werden.
Die Papiere von Swisscom verlieren im Schweizer Handel zeitweise 0,89 Prozent auf 665,00 Franken.jb/ra
Bern (awp)
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Swisscom am 07.05.2026
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