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Skyguide teilweise 16.03.2026 16:47:00

Swisscom-Aktie fester: Swisscom, Post und SBB haben Ziele des Bundesrates 2025 erreicht - Chef verteidigt Huawei-Komponenten

Swisscom-Aktie fester: Swisscom, Post und SBB haben Ziele des Bundesrates 2025 erreicht - Chef verteidigt Huawei-Komponenten

Die drei bundesnahen Unternehmen Swisscom, Post und SBB haben die Ziele des Bundesrates 2025 insgesamt erreicht.

Abstriche macht der Bundesrat allerdings erneut bei der Flugsicherung Skyguide. Diese habe die strategischen Ziele nur teilweise erfüllt, gab die Landesregierung am Freitag in einem Communiqué bekannt.

Post, SBB, Swisscom und Skyguide hätten 2025 ihren Auftrag zur Gewährleistung des Service public im ganzen Land zuverlässig und mit hoher Qualität erfüllt.

Bei Skyguide bleibe die finanzielle Situation trotz eines statutarischen Gewinns von 52,6 Millionen Franken (Vorjahr: Verlust von 12,4 Millionen Franken) angespannt. Die Finanzierung der zivilen Flugsicherung hänge vom europäischen Gebührenmodell ab. Die Schweiz habe bei der EU einen kostendeckenden Leistungsplan für Skyguide eingereicht. Die Überprüfung durch die EU-Kommission sei noch nicht abgeschlossen.

Skyguide habe aber aufgrund der neuen Referenzperiode 2025 bis 2029 erneut die Überfluggebühren erhöht und habe weiterhin die mit Abstand höchsten Gebühren in Mitteleuropa, hiess es weiter: "Skyguide ist nach wie vor damit herausgefordert, ohne Abstriche bei der Sicherheit die Kosten dauerhaft zu senken, um das gesetzlich verlangte ausgeglichene Ergebnis zu erzielen."

Derweil sei die Sicherheit des Luftverkehrs jederzeit gewährleistet gewesen. Die Pünktlichkeit habe sich verbessert und 2025 über dem europäischen Durchschnitt gelegen.

Swisscom muss Netze ausbauen

Die Swisscom habe die strategischen Ziele des Bunderats erreicht. "Das Unternehmen blieb klare Marktführerin im Schweizer Fernmeldemarkt und baute die Ultrahochbreitband-Infrastruktur (Glasfasernetze und 5G-Mobilfunk) flächendeckend weiter aus."

Die Grundversorgung erfolgte ohne finanzielle Abgeltungen. "Die Sicherheit und Stabilität der Netze und der IT-Infrastruktur entsprachen den Erwartungen", schrieb der Bundesrat. Auf mittlere Sicht hänge das Wohlergehen des gesamten Unternehmens vom Ausbau der Ultrahochbreitbandnetze ab, was anhaltend hohe Investitionen erfordern werde, die in einem insgesamt stagnierenden Markt zu erwirtschaften seien.

Post muss besseres Ergebnis erzielen

Die Post erbrachte die Grundversorgung mit Postdiensten und im Zahlungsverkehr in guter Qualität und zu angemessenen Preisen, befand die Landesregierung. Die Post habe die Marktanteile im Kerngeschäft (Briefe, Pakete und Personenverkehr) gehalten, während sie beim Zahlungsverkehr gesunken seien. Nach dem Gewinntaucher 2025 erwartet der Bundesrat von der Post, dass sie Massnahmen für ein besseres Ergebnis ergreift.

Stabilisierung der finanziellen Lage bei der SBB

Der SBB-Bahnbetrieb sei trotz hoher Passagierzahlen und vieler Baustellen insgesamt sicher, stabil und pünktlich gewesen. Die Sparte Güterverkehr habe aber nach wie vor grosse Herausforderungen. Die Stabilisierung der finanziellen Lage bleibt die zentrale Herausforderung für die SBB in den kommenden Jahren, schrieb der Bundesrat.

Swisscom-Chef verteidigt Einsatz von Huawei-Komponenten

Beim Thema Lieferanten setzt Swisscom-Chef Christoph Aeschlimann auf eine bewusste Mehrlieferantenstrategie. Den Einsatz von Huawei-Komponenten verteidigt er klar: Der chinesische Konzern biete erstklassige Produkte zu wettbewerbsfähigen Konditionen.

Ziel sei es, weder von einem einzelnen Anbieter noch von einer bestimmten Region abhängig zu sein, sagte Aeschlimann in einem am Montag veröffentlichten Gespräch mit der "Finanz und Wirtschaft". Das gelte für Lieferanten aus den USA, Europa und Asien gleichermassen. "Auch US-Anbieter können problematisch sein", betonte der Swisscom-Chef.

Ähnlich pragmatisch ist seine Haltung gegenüber dem US-Satellitenanbieter Starlink von Elon Musk. Die Swisscom prüft mit diesem eine Zusammenarbeit, um Lücken im Mobilfunknetz zu schliessen. Eine Entscheidung werde noch in diesem Jahr fallen, sagte Aeschlimann.

Neben Starlink stehe auch AST SpaceMobile zur Evaluation. Europäische Alternativen gebe es kaum - die Wahl liege letztlich zwischen amerikanischen und chinesischen Anbietern, wobei Swisscom auch hier eine Balance anstrebe.

Mit Blick auf die technologische Zukunft läuft die Grobplanung für 6G bereits, erste Gespräche mit Lieferanten wurden aufgenommen. Zuvor gilt es jedoch, den 5G-Ausbau abzuschliessen: Die 5G+-Abdeckung liege derzeit bei knapp 90 Prozent, die Vollabdeckung ist laut dem CEO das nächste Ziel.

Die jährlichen Investitionen in die Mobilfunkinfrastruktur bleiben mit rund 250 Millionen Franken konstant - sie fliessen sowohl in den Netzausbau als auch in die Modernisierung bestehender Anlagen. Und nach 6G, so der Konzernchef, werde der Ausbau nahtlos mit dem nächsten Standard weitergehen: 7G.

Die Swisscom-Aktie gewinnt an der SIX zeitweise 0,42 Prozent auf 720,50 Franken.

jb/

Bern (awp)

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Bildquelle: Keystone,Martin Good / Shutterstock.com
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