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03.05.2019 09:57:37

Swiss Re-Aktien nach enttäuschenden Quartalszahlen stark unter Druck

Zürich (awp) - Die Swiss Re-Aktien stehen am Freitag an der Börse stark unter Druck. Der Rückversicherer hat mit seinen vorbörslich publizierten Zahlen die Erwartungen am Markt deutlich enttäuscht. Vor allem die hohen Schäden einschliesslich zusätzlichen Schäden für den Japan-Sturm Jebi vom letzten Herbst waren nicht so erwartet worden.

Gegen 9.45 Uhr notieren Swiss Re um 3,5 Prozent im Minus auf 94,16 Franken. Der Leitindex SMI liegt derweil mit -0,03 Prozent ganz knapp im Minus. Bis anhin sind bereits gut 550'000 Aktien gehandelt worden, über die Hälfte des durchschnittlichen Tagesvolumens.

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Beim Quartalsergebnis handle es sich um ein "weiteres schwaches Resultat", auch wenn die starken Finanzergebnisse positiv seien, kommentieren etwa die Analysten der UBS. Immerhin verbessere sich der Ausblick bezüglich der Preisentwicklung im Geschäft, halten sie fest. Die Resultate des ersten Quartals zeigen für die Experten der Grossbank aber auch deutlich, warum Preiserhöhungen so nötig seien. Sie bleiben bei ihrer Verkaufsempfehlung für die Swiss Re-Titel.

Vor allem der Taifun "Jebi" habe der Swiss Re einen Strich durch die Rechnung gemacht, halten die Analysten von RBC fest. Sie schätzen aufgrund der Quartalszahlen, dass der Taifun, der im September in Japan getobt hatte, die Swiss Re-Rechnung im Quartal mit über 0,5 Milliarden Dollar belastet hat - geschätzt hatten sie den Schaden zuvor mit 0,4 Milliarden. Die kanadische Bank stuft die Swiss Re-Aktien mit "Sector Perform" ein.

Das Kennzahlenset sei insgesamt schlechter als erwartet, stellen auch die ZKB-Experten fest. Positiv ausgefallen seien immerhin die Lebens- und Krankenrückversicherung und der Anlageerfolg. Ob das ReAssure-IPO erfolgt, sei weiterhin offen, stellen das Research der Kantonalbank fest, die an ihrer Einstufung "Marktgewichten" festhalten.

Erneut seien die Belastungen aus Grossschäden höher ausgefallen als erwartet, heisst es auch bei JPMorgan. Nicht nur in der Sach-Rückversicherung, sondern auch im Geschäft mit Grossfirmen vermeldete Swiss Re grössere und mittlere Schäden, die zu einer klar verschlechterten "Combined Ratio" führten. Immerhin sei der Ausblick auf die Erneuerungsrunde im April mit guten Volumen und höheren Preisen etwas positiver, so die US-Analysten, die Swiss Re mit "Overweight" einstufen.

Als "klar enttäuschend" werden die Resultate der Sach-Rückversicherung auch von den Goldman Sachs-Analysten bewertet. Swiss Re dürfte auch stärker vom Taifun Jebi belastet worden sein als die Wettbewerber. Positiv zu vermerken sei dagegen das "unterstützende" Marktumfeld für den Rückversicherer. Insgesamt würden die derzeitigen Probleme die langfristige Performance aber nicht beeinträchtigen, so die Experten der US-Investmentbank. Sie bleiben bei ihrer Kaufempfehlung.

Vor allem die Combined Ratio für das Schadengeschäft wie auch für das Grossfirmensegment seien klar schwächer ausgefallen als erwartet, heisst es auch bei der Deutschen Bank. Als enttäuschend bewerten die Analysten aber auch die Erneuerungsrunden im April, wobei der Preiseffekt von +1 Prozent relativ schwach ausgefallen sei. Die Deutsche Bank hält allerdings ebenfalls weiter an ihrem "Buy"-Rating fest.

tp/ra

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