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Neue Ziele am Investorentag 07.11.2018 20:48:37

Swiss Life bleibt auf Wachstumskurs - Aktie etwas fester

Swiss Life bleibt auf Wachstumskurs - Aktie etwas fester

Besonders mit dem Verkauf von fondsgebundenen Produkten in Frankreich steigerte die Gruppe die Volumen. Wie das Geschäft weiterentwickelt wird, legt das Management Ende November an einem Investorentreffen dar.

Doch bereits heute läuft der Verkauf von Lebensversicherungen und Vorsorgeprodukten bei der Swiss Life prächtig: In den Monaten Januar bis September wuchsen die Prämieneinnahmen um 6 Prozent auf 14,7 Milliarden Franken, wie Swiss Life am Mittwoch bekanntgab. Um Währungseinflüsse bereinigt, also in Lokalwährungen, erhöhte sich das Volumen um 4 Prozent.

Weiteres Wachstum mit Fee-Erträgen

Swiss Life setzt seit einiger Zeit auf das sogenannte Fee-Geschäft, um weniger vom traditionellen Lebensversicherungsgeschäft abhängig zu sein. Denn in diesem werden über viele Jahre Zinsgarantien gewährt. Der Geschäftsgang wird somit von der Zinsentwicklung und der Politik rund um das Thema Altersvorsorge beeinflusst.

Beim Fee-Geschäft setzt die Swiss Life auf Anlage-, Pensionskassenberatungen oder Immobilienmaklergeschäfte, was Gebühren generiert. Nach neun Monaten verdiente der Konzern mit diesen Einnahmen 1,16 Milliarden Franken. Das ist ein Plus von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

"Wir konnten im dritten Quartal an unsere positive Entwicklung in der ersten Jahreshälfte 2018 anknüpfen", wurde Konzernchef Patrick Frost in der Mitteilung zitiert. Wachstumstreiber waren im Gebührengeschäft die eigenen Beraterkanäle (+10%). Und bei den Prämieneinnahmen punktete Swiss Life vor allem in Frankreich und mit Unternehmenskunden in der Schweiz.

Wachsender Heimmarkt

Am Heimmarkt nahmen die Prämien insgesamt um 3 Prozent auf 7,8 Milliarden Franken zu, während die Kommissions- und Gebührenerträge um 7 Prozent auf 182 Millionen zulegten. In Frankreich wuchs das Prämienvolumen dank dem Verkauf von fondsgebundenen Produkten in Lokalwährungen um 11 Prozent. Beim westlichen Nachbar läuft das Geschäft vor allem mit sehr reichen Kunden gut.

In Deutschland wächst die Swiss Life in erster Linie im Fee-Geschäft: Die Prämien stiegen um 2 Prozent, die Gebühreneinnahmen demgegenüber um 15 Prozent. Und in der Markteinheit International, wo vermögenden Kunden weltweit massgeschneiderte Produkte angeboten werden, sank das Prämienvolumen währungsbereinigt, während die Fee-Erträge zunahmen.

Weitere Neugelder für Vermögensverwaltung

Einen grossen Teil der Gebühren erwirtschaftet die Sparte Asset Managers, welche die Anlagen im eigenen Haus und auch für Drittkunden wie Pensionskassen, Anlagestiftungen oder Private verwaltet. Da nahmen die Gebühren nur leicht auf 468 Millionen Franken zu.

Doch die Sparte wächst am Markt. Ihr flossen von externen Kunden Neugelder von netto 5,2 Milliarden Franken zu und die verwalteten Vermögen für Drittkunden stiegen auf 66,3 Milliarden nach 61,4 Milliarden per Ende 2017. Im vergangenen Jahr war das Neugeld-Wachstum noch grösser.

Stabil entickelt sich die Bewirtschaftung der Anlagen. Mit den eigenen Kapitalanlagen erwirtschaftete die Swiss Life einen Ertrag von 3,3 Milliarden Franken und damit etwas mehr als im Vorjahr. Die direkte Anlagerendite liegt nicht-annualisiert mit 2,2 Prozent auf Vorjahresniveau.

Solide Bilanz

Für die Zukunft kann sich die Gruppe indessen auf eine dicke Kapitaldecke stützen, was auch mit Blick auf die Dividendenpolitik von Interesse ist. Per Ende September geht Swiss Life basierend auf dem mit Auflagen genehmigten internen Modell von einer SST-Quote von über 175 Prozent aus. Beim SST handelt es sich um den Schweizer Solvenztest, mit dem die Kapitalstärke einer Versicherung gemessen wird.

Konzernchef Frost zeigt sich mit Blick nach vorn zuversichtlich, dass die Gruppe die im Rahmen des Unternehmensprogramms "Swiss Life 2018" gesetzten Ziele erreichen oder übertreffen wird. Angestrebt wird unter anderem eine um nicht realisierte Kapitalgewinne bereinigte Eigenkapitalrendite in einer Bandbreite von 8 bis 10 Prozent und Kosteneinsparungen von 100 Millionen Franken.

So reagiert die Aktie

Die Aktien der Swiss Life waren am Mittwoch kaum verändert in den Handel gestartet. Der Lebensversicherer hat in den ersten neun Monaten 2018 die Einnahmen deutlicher als es von Analysten erwartet worden war gesteigert. Allerdings war wohl vieles davon am Markt bereits vorweggenommen worden. Nun richtet sich der Blick der Anleger auf den Investorentag.

Bis zum Handelsende legten die Titel 0,92 Prozent auf 382,50 CHF zu. Swiss-Life-Aktien werden auch mit der Hoffnung auf eine höhere Dividende gut nachgefragt und rückten Anfang November bei 385,70 Franken gar bis auf ein Mehrjahreshoch vor.

Das sagen Analysten

Mit den Ergebnissen der ersten neun Monate habe Swiss Life die anhaltende Dynamik in wichtigen Schwerpunktbereichen wie den Gebühreneinnahmen und den fondsgebundenen Produkten in Frankreich bestätigt, meint Vontobel-Analyst Stefan Schürmann zum aktuellen Bericht. Allerdings lägen die Gebühreneinnahmen leicht unter seinen optimistischen Prognosen. Und auch die Neugeldentwicklung in der Vermögensverwaltung habe seine Vorgaben nicht ganz erfüllt.

Georg Marti von der ZKB schreibt ebenfalls von einer insgesamt erfreulichen Entwicklung und der Fortsetzung des bisherigen positiven Trends bei Swiss Life. Dabei hätten mit Ausnahme des Bereichs "International" alle Geschäftsteile dazu beigetragen. Besonders in Frankreich entwickle sich die Gruppe stark und auch das frühere "Sorgenkind" Deutschland komme voran.

Der eigentliche Lichtblick - so ist man sich in Expertenkreisen einig - ist aber die starke Eigenkapitalbasis. Da liegt die SST-Quote mit über 175 Prozent über den Analystenprognosen. Davon gingen durchaus Dividendenfantasien aus, so der Tenor. Alles was über 170 Prozent liegt, sei eine gute Basis für strategische Flexibilität in der Zukunft, ergänzte Schürmann.

Wie es weitergehen soll, wird das Management am Investorentreffen vom 29. November erklären. Die Anleger warteten gespannt darauf, hiess es. Denn da werde Swiss Life unter anderem neue Finanzziele für die kommenden Jahre bekanntgeben, wobei dem Kapitalmanagement eine wichtige Rolle zukommt.

mk/ra

Zürich (awp)

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Bildquelle: Keystone,Swiss Life

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