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Sparmassnahmen 01.09.2026 17:57:00

Swiss Life-Aktie leichter: Halbjahresgewinn übertrifft Erwartungen - Aktienrückkauf und Stellenabbau angekündigt

Swiss Life-Aktie leichter: Halbjahresgewinn übertrifft Erwartungen - Aktienrückkauf und Stellenabbau angekündigt

Die Swiss Life hat in der ersten Jahreshälfte 2026 unter dem Strich mehr verdient.

Basis dafür war ein Wachstum im klassischen Versicherungs- und im Gebührengeschäft.

Der Reingewinn der Swiss Life stieg in den Monaten Januar bis Juni um 8 Prozent auf 649 Millionen Franken, wie die Gruppe am Dienstag bekannt gab. Grundlage dafür war ein höherer Betriebsgewinn.

Dieser verbesserte sich um 7 Prozent auf 967 Millionen. Dabei steuerte das Geschäft mit Finanzberatungen, Vorsorgeprodukten und der Vermögensverwaltung, wo der Konzern Gebühren beziehungsweise Fees einnimmt, 430 Millionen bei (+10%).

Gebührengeschäft wächst

Die Fee-Einnahmen nahmen um 5 Prozent auf 1,34 Milliarden Franken zu. Das Wachstum von 7 Prozent in lokaler Währung sei dabei breit abgestützt gewesen und basiere auf eigenen und fremden Produkten und Dienstleistungen, den Produkten von Swiss Life Asset Managers sowie den eigenen Beraterkanälen, so das Communiqué.

Gewachsen sind aber auch die im Versicherungsgeschäft eingenommenen Bruttoprämien, und zwar um 2 Prozent auf 12,3 Milliarden Franken. Wachstum gab es hier vor allem in der Schweiz (+7%), während das Geschäft in zweitwichtigsten Markt Frankreich stagnierte.

Über den Prognosen

Mit den Kennzahlen hat Swiss Life die Vorgaben der Analysten bei den Gewinnzahlen deutlich übertroffen, bei den Prämieneinnahmen hingegen nicht ganz erfüllt.

"Wir erzielten in den ersten sechs Monaten des Jahres erfreuliches Wachstum im Fee- und im Versicherungsgeschäft", lässt sich CEO Matthias Aellig gleichwohl zitieren. Der Konzern sei damit "gut auf Kurs", die Ziele des Programms "Swiss Life 2027" zu erreichen.

Rückkaufprogramm über 250 Millionen

Dazu zählt unter anderem eine SST-Quote von 140 bis 190 Prozent. Aktuell liegt sie mit 215 Prozent deutlich darüber.

Deshalb lanciert das Unternehmen ein neues Aktienrückkaufprogramm, nachdem das bisherige per Ende Mai abgeschlossen wurde. Das neue Programm hat ein Volumen von 250 Millionen Franken und dauert vom 1. Oktober 2026 bis Ende März 2027.

Analysten waren sich im Vorfeld nicht einig gewesen, ob die Versicherungsgruppe schon jetzt ein neues Programm auflegen würde. Ausserdem waren sie zum Teil von einem deutlich tieferen Volumen ausgegangen.

Swiss Life streicht fast jeden 20. Job - trotz Gewinnanstieg

Die Versicherungsgesellschaft Swiss Life greift zum Sparhammer: Sie streicht 600 der knapp 11'000 Stellen. Sie macht dies, obwohl sie mit allen mittelfristigen Finanzzielen auf Kurs ist und im ersten Halbjahr einen überraschend hohen Gewinn erzielt hat.

Der Abbau erfolge je etwa zur Hälfte in der Schweiz und im Ausland, teilte Swiss Life am Dienstag mit. Ein Grossteil des Abbaus, den der Versicherer bis Ende 2028 abschliessen will, solle über die "natürliche Fluktuation" erfolgen.

CEO Aellig begründete den Schritt damit, dass man schon jetzt über die bis Ende 2027 dauernde Strategieperiode hinausblicke. "Wir sind in der Mitte des Programms angekommen und bei allen Zielen gut auf Kurs." Auch danach solle es aber profitables Wachstum geben. "Operative Effizienz ist eine Daueraufgabe", so der Firmenchef.

Innendienst betroffen

Dabei gehe es auch darum, die Möglichkeiten der fortschreitenden Digitalisierung und KI zu nutzen. Treffen wird es daher primär Stellen im Innendienst. Die Berater müssten sich hingegen keine Sorgen machen, wie das Unternehmen betonte. "Ein Beispiel: Wir haben interne Reportings, die wir dank der Digitalisierung effizienter machen können", so der CEO. Zudem gebe es auch Doppelspurigkeiten.

Die Swiss Life peilt mit dem Programm Einsparungen von 150 Millionen Franken an, wobei der volle Effekt ab 2029 zu sehen sei. Davor verursache der Abbau auch Kosten.

Überraschend hoher Gewinn

Der Stellenabbau kommt, obwohl die Versicherungsgesellschaft ein gutes erstes Halbjahr 2026 hinter sich hat und vor allem mit den Gewinnzahlen die Erwartungen der Analysten klar übertroffen hat. Der Reingewinn stieg in den Monaten Januar bis Juni trotz höherer Steuerrechnungen um 8 Prozent auf 649 Millionen Franken.

Grundlage dafür war ein 7 Prozent höherer Betriebsgewinn von 967 Millionen. Dabei steuerte das Geschäft mit Finanzberatungen, Vorsorgeprodukten und der Vermögensverwaltung, bei dem der Konzern Gebühren beziehungsweise Fees einnimmt, 430 Millionen bei (+10%).

Es ist das erklärte Ziel von Swiss Life, insbesondere in diesem Geschäftsbereich zuzulegen. Die Fee-Einnahmen nahmen im ersten Semester denn auch um 5 Prozent auf 1,34 Milliarden Franken zu. Gewachsen sind aber auch die im Versicherungsgeschäft eingenommenen Bruttoprämien, und zwar um 2 Prozent auf 12,3 Milliarden Franken. Hier sei der Markt in der Schweiz und in Deutschland geschlagen worden, hiess es.

Aktionäre sollen profitieren

Gut aufgestellt ist die Swiss Life auch bei der Kapitalisierung. Die sogenannte SST-Quote lag zum Halbjahr bei rund 215 Prozent. Die Versicherung peilt einen Wert von 140 bis 190 Prozent an.

Deshalb lanciert das Unternehmen ein neues Aktienrückkaufprogramm, nachdem das bisherige per Ende Mai abgeschlossen wurde. Das neue Programm hat ein Volumen von 250 Millionen Franken und dauert vom 1. Oktober 2026 bis Ende März 2027. Analysten waren sich im Vorfeld nicht einig gewesen, ob die Versicherungsgruppe schon jetzt ein neues Programm auflegen würde.

Trotzdem gibt es von der Börse keinen Applaus. Die Aktie notiert zur Mittagszeit leicht im Minus. Analysten loben zwar die Resultate und das Rückkaufprogramm. Manche Marktteilnehmer sehen aber den Stellenabbau kritisch und erklären sich damit die zurückhaltende Kursreaktion. Der Versicherer streue damit eine gewisse Unsicherheit.

Via SIX notierte die Swiss Life-Aktie letztlich 0,67 Prozent leichter bei 912,80 Franken.

Zürich (awp)

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Bildquelle: Keystone,Swiss Life
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