| Alle Regionen wachsen |
19.08.2026 17:53:36
|
Straumann-Aktie bricht dennoch ein: Deutliches Wachstum - Neuer CEO
Straumann ist in den ersten sechs Monaten deutlich gewachsen.
So tritt der langjährige Straumann-Chef Guillaume Daniellot auf Ende November hin zurück. Ab 1. Dezember übernimmt der Schwede Christopher Norbye die Führung, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Daniellot begründet seinen Abgang im Gespräch mit AWP vor allem mit dem aus seiner Sicht günstigen Zeitpunkt für einen geordneten Übergang.
"Straumann befindet sich in einer sehr starken finanziellen Situation, die Strategie liefert die erwarteten Ergebnisse - der Wechsel erfolgt also aus einer Position der Stärke heraus." Die Entscheidung habe er bereits "vor einiger Zeit" getroffen und dem Verwaltungsrat mitgeteilt, dass Dezember 2026 für ihn der richtige Zeitpunkt sei. "Nach 20 Jahren bei Straumann, davon sieben als CEO, war es Zeit für frische Augen."
Wie sehr Daniellot von den Investoren und Analysten geschätzt wird, zeigt die Kursreaktion: Zum Handelsstart wurden die Papiere zunächst bis auf 90,60 Franken durchgereicht. Mittlerweile gehen sie zu 94,22 Franken (-5,5%) um. Und tatsächlich zeigen sich die Analysten mehrheitlich überrascht über die Nachricht. Der Wechsel stelle einen gewissen Unsicherheitsfaktor dar, heisst es in einem Kommentar.
Wachstum zieht im Q2 weiter an
Anders sieht es mit den vorgelegten Zahlen aus. Hier ist es Straumann gelungen, zum Teil weiter stark zu wachsen. Die Einnahmen kletterten im ersten Halbjahr auf 1,4 Milliarden Franken, ein Plus von 2,3 Prozent. Organisch, also ohne Akquisitionen und Währungseffekte, betrug das Wachstum 7,8 Prozent (VJ 10,2 %). Dabei hat Straumann nach einem Plus von 7,1 Prozent im ersten Quartal das organische Wachstumstempo im zweiten auf 8,5 Prozent nochmals deutlich beschleunigt.
Zu dem Wachstum trugen zwar alle Regionen bei, vor allem die USA und China standen aber zuletzt verstärkt im Fokus. In den USA sei die Konsumentenstimmung zwar weiter vorsichtig, der Patientenzulauf aber stabil. "Die Region entwickelte sich weiterhin besser als der zugrunde liegende Implantologiemarkt", heisst es dazu.
In China wartet Straumann weiterhin auf die nächste Preisreform (VBP 2.0). Diese könnte nun möglicherweise in der zweiten Jahreshälfte beginnen und bereits zu Beginn des Jahres 2027 operativ umgesetzt werden. Allerdings bereitet dies dem scheidenden Chef keine Sorgen: "Wir haben uns rechtzeitig darauf vorbereitet", sagte er AWP.
Der Betriebsgewinn (EBIT) verbesserte sich auf 351 Millionen Franken von 330 Millionen. Unter dem Strich stieg der Reingewinn auf 251 Millionen (VJ 238 Mio).
Der vom Straumann-Management in den Vordergrundgrund gestellte operative Kerngewinn ging dagegen leicht auf 355 Millionen Franken zurück (VJ 358 Mio). Die entsprechende Marge lag damit bei 25,7 Prozent nach 26,6 Prozent in der Vorjahresperiode. Das Kernergebnis klammert gewisse Sonderposten aus.
Ausblick bestätigt
Für das laufende Jahr hatte Straumann bereits im Juni die Margenprognose angehoben. So soll sich die Kern-EBIT-Marge 2026 um 140 bis 170 Basispunkte verbessern. Für den Umsatz peilt Straumann unverändert ein organisches Wachstum im hohen einstelligen Prozentbereich an.
Straumann-Aktien sacken mit überraschendem CEO-Wechsel ab
p> Die Aktien von Straumann sind am Mittwoch zum Handelsstart regelrecht abgesackt, haben sich mittlerweile aber wieder etwas gefangen. Während die Halbjahreszahlen des Dentalimplantateherstellers als solide empfunden werden, sorgt der überraschende Chef-Wechsel für lange Gesichter bei den Analysten.Im SIX-Handel notierte die Straumann-Aktie letztlich 2,45 Prozent tiefer bei 97,22 Franken. Zum Handelsstart waren sie bis auf 90,60 Franken abgesackt. Der SMIM der mittelgrossen Werte verliert zeitgleich 0,29 Prozent.
In ihren Kommentaren ähneln sich die Analysten, indem sie den Zahlen diverse positive Aspekte und ermutigende Signale abringen können. Dagegen bedauern sie einstimmig den Abgang des bisherigen Straumann-Chefs Guillaume Daniellot per Ende November. Wie der zuständige UBS-Experte schreibt, habe Daniellot bei Investoren ein hohes Ansehen genossen. Für Bernstein steigt damit zunächst die Unsicherheit. Bei der ZKB moniert der zuständige Experte, dass Straumann den Wechsel als geplant darstelle, er dies allerdings zum ersten Mal höre.
Derweil werten die Experten die Zahlen als gut. Dabei habe vor allem die Geschäftsentwicklung in Nordamerika positiv überrascht und auch Asien-Pazifik hätte ohne China stark abgeschnitten. In China sei aber immerhin eine sequenzielle Verbesserung auszumachen, ergänzt die Bernstein-Expertin beim Blick auf das erste und zweite Quartal.
hr/gab
Basel (awp)
Weitere Links:
Trading Signals: Bloom Energy - Aufstieg in die 1. Liga
Der Brennstoffzellenspezialist steigt in den US-Leitindex auf. Neben diesem prestigeträchtigen Erfolg spricht die Charttechnik für ein kurzfristiges Long-Engagement bei Bloom Energy.
Weiterlesen!Im BX Morningcall werden folgende Aktien analysiert und erklärt – heute mit dem monatlichen Rebalancing:
NEU✅ Euronext
NEU✅ SEI Investments
NEU✅ Ameriprise Financial
inklusive Rebalancing:
❌ Swiss Life
❌ BNP Paribas
❌ Iberdrola
https://bxplus.ch/bx-musterportfolio/
Inside Trading & Investment
Mini-Futures auf SMI
Inside ETF
Meistgelesene Nachrichten
Top-Rankings
Börse aktuell - Live Ticker
Ölpreise steigen weiter: SMI leichter erwartet -- DAX vorbörslich im Minus -- Zurückhaltung an Asiens BörsenDer heimische Markt wird zur Wochenmitte schwächer erwartet. Der deutsche Leitindex dürfte ebenfalls nachgeben. Die Börsen in Asien zeigen sich am Mittwoch ohne grosse Ausschläge.


