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Höhere Dividende 21.05.2019 17:59:00

Sonova-Aktie im Höhenflug: Umsatz- und Gewinnplus erzielt

Sonova-Aktie im Höhenflug: Umsatz- und Gewinnplus erzielt

Sowohl beim Umsatz als auch beim Reingewinn konnte sich das Unternehmen verbessern. Die Aktionäre sollen nun in den Genuss einer höheren Dividende kommen.

Konkret legte der Umsatz um 4,4 Prozent auf 2,76 Milliarden Franken zu. Verantwortlich für das Plus waren unter anderem die neuen Hörgeräte der Marke Audéo Marvel. Die Linie habe seit dem Verkaufsstart vor fünf Monaten seine positiven Erwartungen klar erfüllt, sagte Sonova-CEO Arnd Kaldowski am Dienstag vor den Medien. Dabei habe Sonova die seine eigenen Preisvorstellungen am Markt durchgesetzt und in Folge die Profitabilität gesteigert.

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Beliebt seien die Geräte vor allem deshalb, weil sie Funktionalitäten im Bereich der Konnektivität bieten, die stark genutzt würden. "Bei den Downloads passender Handy-Applikationen beobachten wir ein grosses Wachstum", führte Kaldowski denn auch aus. Dabei nutzten die Kunden die Hörgeräte aber auch fürs Telefonieren sowie für das Hören von Musik, beispielsweise über die App von Spotify.

Beim operativen Betriebsgewinn (EBITA) gelang der Firma aus Stäfa ebenfalls eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr. Der um Einmalkosten aus Akquisitionen und Restrukturierungen bereinigte Wert legte um 7,7 Prozent auf 594,0 Millionen zu. Unter dem Strich erwirtschaftete das Unternehmen einen Reingewinn von 460,2 Millionen nach 407,4 Millionen im vorangehenden Geschäftsjahr.

Die Aktionäre sollen nun in den Genuss einer höheren Dividende kommen. So schlägt der Verwaltungsrat der kommenden Generalversammlung eine Ausschüttung in der Höhe von 2,90 Franken vor. Das sind 30 Rappen pro Anteilsschein mehr als im Jahr zuvor.

Im Rahmen der Erwartungen

Mit den Eckdaten hat Sonova die Erwartungen der Analysten auf Stufe Umsatz und beim normalisierten EBITA genau erreicht. Der Umsatz wurde gemäss Konsens von AWP zuvor auf 2,76 Milliarden Franken geschätzt. Für den bereinigten EBITA war ein Wert von 595,8 Millionen erwartet worden. Für die Dividende hatten die Experten Dividende mit 2,99 Franken im Schnitt etwas mehr veranschlagt.

Die eigenen Ziele hat Sonova mit den Zahlen erreicht: Für das Gesamtjahr hatte der Hörgerätehersteller in seinen Prognosen ein organisches Umsatzwachstum von 3 bis 5 Prozent, beziehungsweise ein Nettowachstum von 2 bis 4 Prozent nach Verkäufen von Unternehmensteilen in Aussicht gestellt. Beim EBITA hatte Sonova ein Wachstum von 6 bis 9 Prozent angepeilt.

Für das nun laufende Rechnungsjahr 2019/20 erwartet das Management nun ein Wachstum von 6-8 Prozent beim Gesamtumsatz und des bereinigten EBITA um 9 bis 13 Prozent - jeweils in Lokalwährungen.

Sonova-Aktien erklimmen nach Jahreszahlen neue Höchststände

Die Aktien des Hörgeräteherstellers Sonova ziehen am Dienstag nach Vorlage der Jahreszahlen an. Das Unternehmen aus Stäfa hat die Erwartungen der Analysten erfüllt und legt nun die Messlatte für dieses Jahr etwas höher. Vor allem eine neue Produktlinie von Sonova hat eingeschlagen.

Sonova-Aktien rückten bis zum Handelsschluss 6,26 Prozent auf 219,00 Franken vor. Mit ihrem Tageshoch bei 223,80 Franken setzen sie damit ein neues Rekordhoch. Der am SPI gemessene Gesamtmarkt notierte letztlich 0,51 Prozent höher.

Wie es in Analystenkreisen heisst, gelingt Sonova mit dem Jahresumsatz eine Punktlandung auf den Konsenserwartungen. Mit 4,1 Prozent fällt das Umsatzwachstum in Lokalwährungen sogar etwas besser aus.

Analyst Sebastian Walker von der UBS streicht zudem die Umsatz- und Gewinnvorgaben für das laufende Jahr hervor. Diese liegen für 2019/20 leicht über der Sonova-eigenen Mittelfristguidance.

Seine für Kepler Cheuvreux tätige Berufskollegin Maja Pataki gibt sich hingegen etwas zurückhaltender, was die Zielvorgaben für das neue Jahr anbetrifft. Angesichts des intensiven Wettbewerbs unter den führenden Hörgeräteherstellern hält sie die Vorgaben nur für schwer erreichbar.

Die Sonova-Papiere hatten bereits in den letzten Tagen einen guten Lauf. Neben Ergebnishoffnungen habe den Titeln auch die gute Stimmung im europäischen Medizinaltechniksektor geholfen. Dieses Marktsegment werde gerade von angelsächsischen Grossinvestoren als "sicherer Hafen" genutzt, heisst es weiter.

Kampagne mit Thomas Gottschalk

Dabei ist es Kaldowski ein Anliegen, länger vom Marvel-Verkaufsstart zu profitieren, als dies bei vergleichbaren Produktlancierungen in der Vergangenheit der Fall war. Verstärken möchte der Manager daher die Präsenz der Sonova-Markennamen Phonak und Marvel in den Medien.

Dazu setzt Sonova auf Werbekampagnen mit bekannten Gesichtern. In Deutschland beispielsweise wurde Thomas Gottschalk verpflichtet. Er repräsentiere gut die Botschaft des "gesunden Alterns", die Sonova mit seinen Produkten zu portieren versuche, so Kaldowski.

Dass sich das Marktumfeld zuletzt verschärft hat, bereitet dem Manager kein Kopfzerbrechen. Zuletzt hatten sich die beiden Mitbewerber Sivantos und Widex zu einer starken Nummer Vier zusammengetan (WS Audiology). "Sonova ist immer noch besser aufgestellt als seine Mitbewerber was Breite und Tiefe angeht", sagte der Chef des Unternehmens.

Er erwarte daher "keine erheblichen" Veränderungen für Sonova. Im Gegenteil: "Nach grossen Deals ist man in der Regel etwa zwei Jahre vor allem mit sich selber beschäftigt", sagte Kaldowski mit Blick auf WS Audiology. "Das eröffnet uns auch Chancen."

kw/rw

Stäfa (awp)

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Bildquelle: Sonova Holding AG,Keystone

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