Aktien Schweiz Eröffnung 12.11.2014 10:15:57

SMI verliert leicht - Banken im Fokus

SMI verliert leicht - Banken im Fokus

Die Vorgaben aus Übersee waren nicht eindeutig. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial hatte seit dem Europa-Schluss am Dienstag moderat nachgegeben. An den Börsen Asiens war es dagegen überwiegend nach oben gegangen. Auf dem aktuell hohen Kursniveau fehlten sowohl in der Schweiz als auch in den USA entscheidende Impulse für weitere grössere Avancen, hiess es unter Marktbeobachtern.

Die Agenda ist am Berichtstag eher dünn. Aus der Europäischen Union steht einzig die Industrieproduktion für den Monat September an und aus den USA lediglich die Lagerbestände im Grosshandel, ebenfalls für den September. Hierzulande stehen Swiss Life nach einem Bericht zum Geschäftsverlauf im Fokus sowie vor allem die UBS nach einer Einigung im Devisenfall.

Der Swiss Market Index (SMI) gibt bis gegen 09.30 Uhr 0,34% auf 8'865,93 Punkte nach. Das bisherige Tageshoch lag bei 8'897,13 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sank 0,32% auf 1'316,21 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,27% auf 8'731,60 Stellen. Von den 30 wichtigsten Aktien stehen im 22 im Minus, 7 im Plus und einer unverändert.

Unter den Blue Chips gibt es nur wenige grössere Ausschläge. An der Spitze der SMI/SLI-Titel stehen in der ersten halben Handelsstunde mit Abstand Swiss Life (+1,7%). Der Lebensversicherer legte solide Zahlen zu den ersten neun Monaten vor; das Geschäftsvolumen konnte über Erwarten klar gesteigert werden. Der neue CEO Patrick Frost sieht die Gruppe zudem mit Blick auf die für 2015 gefassten Ziele auf Kurs. Ein Grossteil der geplanten Effizienzmassnahmen seien bereits umgesetzt, hiess es. Insbesondere das starke Wachstum in der Schweiz überzeugt Anleger und Analysten.

Die Branchennachbarn stehen dagegen auf der negativen Seite. Zurich (-0,1% auf 287,90 CHF) geben leicht nach. Die Deutsche Bank hob das Kursziel für die Titel nach den Quartalszahlen auf 305 von 290 CHF. Die zugrundeliegenden Trends schienen sich gut zu halten, heisst es im Kommentar. Das Verpassen der Konsenserwartungen sei auf unerwartete Reservebildungen und grosse Verluste bei General Insurance zurückzuführen und kein Anlass zu grösserer Sorge. Das Rating Hold wurde bestätigt. Swiss Re (-0,4%) und Baloise (-0,6%) verlieren etwas mehr.

Auf die Gewinner Swiss Life folgen UBS (+0,4%) Die Titel erholen sich weiter, wenn auch moderat, nachdem sich die Grossbank im Fall der branchenweiten Untersuchung von Devisenmarktmanipulation mit den Behörden geeinigt hat. Die UBS zahlt an die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht Finma, die US-Derivateaufsicht CFTC und die britische Finanzmarktaufsicht FCA insgesamt rund 774 Mio CHF Strafe. Die Belastung sei jedoch durch Rückstellungen vollständig gedeckt, hiess es von der UBS. Die Titel hatten bereits am Vortag mit den Gerüchten über eine anstehende Einigung knapp 1% zugelegt. Marktkreise begrüssen die Einigung insgesamt, betonen aber, dass es viele weitere pendente Rechtsfälle gibt.

Die anderen Bankentitel Credit Suisse (-0,7%) und Julius Bär (-0,5%) geben dagegen nach.

Die Pharma-Schwergewichte Roche (-0,7%) und Novartis (-0,3%) belasten den SMI besonders stark. Nestlé notieren unverändert.

Transocean (-2,3%, -0,64 CHF) geben ordentlich ab, weil die Titel am Mittwoch ex-Dividende 0,75 USD gehandelt werden. Besonders stark verlieren ausserdem Lonza (-1,8%), Sonova (-1,1%) und Swisscom (-1,0% auf 560 CHF), ohne dass es dazu spezifische Nachrichten gäbe.

Am breiten Markt legen Kudelski (+0,8%) etwas zu. Der CEO, André Kudelski, zeigte sich zuversichtlich, die Mitte Jahr erhöhte Gesamtjahres-Guidance zu erreichen. Dies sagte der Grossaktionär des Digital-TV-Lösungs- und Sicherheitsspezialisten in einem Zeitungsinterview.

ys/cf

(awp)

Bildquelle: Keystone

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