07.11.2014 08:45:57

SMI leicht höher erwartet

SMI leicht höher erwartet

Am Vortag hatte der SMI in der Folge ein neues Jahreshoch markiert. Hierzulande stehen die beiden Blue Chips Swiss Re und Richemont nach dem Zahlenausweis im Fokus.

Die Vorgaben aus Übersee sind positiv. In den USA bauten die Standardwerte nach dem gestrigen Börsenschluss in Europa die Gewinne im Durchschnitt noch ein wenig aus. Die wichtigsten Aktienmärkte Asiens knüpften an die guten Vorgaben an, wenn auch in der Summe eher verhalten. Händler rechnen angesichts der am Nachmittag anstehenden Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts aber eher mit Zurückhaltung seitens der Investoren.

Der vorbörslich von der Bank Julius Bär berechnete SMI notiert um 08.20 Uhr 0,18% höher bei 8'879,80 Punkten.

Swiss Re-Aktien fallen positiv auf (+2,1%), nachdem der Rückversicherer im dritten Quartal 2014 das Geschäftsvolumen gegenüber dem Vorjahresquartal deutlich gesteigert und einen Gewinnsprung vollzogen hat. Die Markerwartungen wurden dabei deutlich übertroffen. Zur positiven Entwicklung trugen alle Geschäftseinheiten bei. Hervorgestrichen wird aber vor allem das starke Ergebnis des Bereichs Property & Casualty infolge einer geringeren Belastung durch Naturkatastrophenschäden.

Die Papiere von Richemont (-1,3%) hingegen werden tiefer taxiert. Der Zahlenkranz fiel gemischt aus: Einer Umsatzsteigerung im Rahmen der Markterwartungen steht ein unerwartet deutlich geschrumpfter Gewinn gegenüber. Der Luxusgüterkonzern führt die rückläufige Gewinnentwicklung auf Hedging-Verluste zurück. In ersten Kommentar bezeichnen Analysten die Margenentwicklung entsprechend als Enttäuschung. Gar nicht gerne dürften Investoren zudem vernommen haben, dass das Unternehmen vor einem schwierigen Marktumfeld im Vorfeld des Weihnachtsgeschäfts warnt. Die Titel der Branchennachbarn Swatch werden 0,6% tiefer gestellt.

Schwach präsentieren sich auch Adecco (-0,8%), nachdem Goldman Sachs das Titelrating auf "Neutral" von "Buy" gesenkt hat.

Ansonsten ist es an der Newsfront erstaunlich ruhig. Die weltgrösste Vermieterin von Offshore-Ölbohranlagen, die in Zug domizilierte Transocean (+4,4%), hatte den Zahlenrapport zum dritten Quartal auf Donnerstagnacht angesetzt. Dieser blieb bislang allerdings aus.

Der Pharmakonzern Novartis (Aktien +0,2%) meldete am Vorabend eher unvorteilhafte News: Ein Medikament zur Behandlung von Knochenmark-Krebs wurde vom Beratungskomitee der US-Gesundheitsbehörde FDA nicht zur Zulassung empfohlen.

cp/ra

(awp)

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