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Nach geplatzter Übernahme 27.05.2020 17:52:00

Sika-Aktie tiefrot nach Aktienpaket-Verkauf durch Saint-Gobain

Sika-Aktie tiefrot nach Aktienpaket-Verkauf durch Saint-Gobain

Durch die Veräusserung von 15,2 Millionen Aktien flossen dem französischen Unternehmen 2,56 Milliarden Franken zu, wie Saint-Gobain am Mittwoch mitteilte.

Durch den Verkauf des gesamten Anteils von 10,75 Prozent an Sika habe Saint Gobain seit Mai 2018 einen Bruttogewinn von 1,54 Milliarden Euro generiert, hiess es weiter. Sika sei angesichts eines Kaufpreises von 933 Millionen Euro ein herausragendes Investment für Saint Gobain gewesen, liess sich CEO Pierre-André de Chalendar zitieren. An wen die Aktien übertragen wurden, ist nicht bekannt.

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Basiswert Valor Barriere in % Coupon in %
Compagnie de Saint-Gobain S.A. / Geberit AG / Sika AG 54239308 59.00 % 10.00 %

Saint-Gobain wollte Sika vor ein paar Jahr übernehmen, verzichtete aber vor zwei Jahren nach einem langen Gezerre. Im Zuge dessen hatte sich Saint-Gobain das Paket von der Gründerfamilie gesichert. Im Mai 2018 beendeten Sika, die Familienholding Schenker-Winkler (SWH) und Saint Gobain dann ihren Streit um die Kontrolle des Unternehmens.

Gemäss dem damaligen Abkommen wurde für diesen Anteil ein Haltefrist von mindestens zwei Jahren vereinbart, die nun vor rund zwei Wochen abgelaufen ist.

Sika-Aktie verliert deutlich

Der Markt reagierte am Mittwoch mit Kursabgaben auf die Meldung. Die Aktien büssten am Mittwoch schlussendlich 6,66 Prozent auf 166,00 Franken ein.

Die Transaktion sei zu erwarten gewesen, nachdem die zweijährige Haltefrist von im Mai abgelaufen war, schreiben die Analysten der ZKB in einem Kommentar. Die Experten der Zürcher Kantonalbank verweisen darauf, dass die Sika-Aktie trotz des bisher latenten Platzierungsrisikos einen guten Lauf hatte. Positiv zu werten sei, dass durch die Transaktion der Free Float der Titel auf 100 Prozent steige, dies führe zu einer leichten Gewichtserhöhung in den Aktienindizes. Die Aktie selbst sei beim aktuellen Kurs derzeit fair bewertet. Die ZKB bestätigt daher die Einstufung "Marktgewichten".

Der Verkauf der Sika-Aktien durch Saint-Gobain dürfte laut Vontobel nur eine kurzfristige Schwäche, die aus dem beschleunigten Bookbuilding-Verfahren resultiert, auslösen. Viel eher sei dies nun die Gelegenheit, die Positionen zu erhöhen. Die Bank erhöht das Kursziel auf 175 Franken von 165 Franken und empfiehlt die Titel weiterhin zum "Halten".

COURBEVOIE (awp international/awp)

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Bildquelle: Sika AG,Keystone