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Neue Rekordwerte 22.07.2021 16:16:00

Sika-Aktie leidet unter Gewinnmitnahmen: Sika erhöht nach starkem Halbjahr die Prognose

Sika-Aktie leidet unter Gewinnmitnahmen: Sika erhöht nach starkem Halbjahr die Prognose

Der Bauchemie- und Klebstoffherstellerin Sika ist mit viel Schwung aus der Coronakrise herausgekommen.

Umsatz und Gewinn erreichten im ersten Semester 2021 neue Rekordwerte. Die Innerschweizer erhöhen nun die Prognose.

Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, kletterte der Umsatz von Januar bis Juni um 23,1 Prozent auf 4,45 Milliarden Franken. Gegenüber der Vergleichsperiode von 2019 betrage das organische Wachstum - Währungseffekte und Akquisitionen also ausgerechnet - 11,3 Prozent.

Werden Baustellen und Fabriken im Zuge von Lockdown-Massnahmen geschlossen, kann Sika auch weniger Produkte verkaufen. Das traf Sika im Vorjahr, als die Verkäufe deswegen um 3,2 Prozent sanken. Eine Grossakquisition ausgerechnet wäre Sika im ersten Semester 2020 gar um 10,5 Prozent geschrumpft.

Die gestiegenen Kosten für Rohmaterialien führten laut Sika zu einer tieferen Bruttomarge. Die bessere Auslastung der Fabriken, effizienzsteigernde Massnahmen und Synergien schlug sich dennoch in deutlich höheren Gewinnzahlen nieder.

Das operative Betriebsergebnis auf Stufe EBIT etwa sprang um hohe 67 Prozent auf 685,9 Millionen Franken. Die entsprechende Marge kletterte auf rekordhohe 15,4 Prozent. Unter dem Strich stand ein fast 80 Prozent höherer Reingewinn von 494,7 Millionen. Analysten hatten durch das Band tiefere Werte erwartet.

Für das laufende Geschäftsjahr geht Sika neu von einem Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 13 bis 17 Prozent aus. Bis dato hatten die Innerschweizer ein nicht näher beziffertes "zweistelliges" Plus in Aussicht gestellt. Der Betriebsgewinn EBIT soll 2021 überproportional zum Umsatz und die Marge erstmals auf 15 Prozent steigen.

Das Unternehmen bestätigt ausserdem seine strategischen Ziele für 2023, wie es in der Mitteilung weiter heisst. So will Sika bis 2023 jährlich um 6 bis 8 Prozent in Lokalwährungen wachsen und die EBIT-Marge soll im Bereich von 15 bis 18 Prozent zu liegen kommen.

Sika-Papiere erleiden kurz vor dem Allzeithoch Gewinnmitnahmen

Die Sika-Aktien sind am Donnerstag - entgegen den vorbörslichen Indikationen - mit Abgaben in den regulären Handel gestartet. Der Hersteller von Bauchemikalien hat zwar im ersten Semester einmal mehr Rekordergebnisse geschrieben und die Schätzungen der Analysten pulverisiert. Aber auch eine höhere Guidance kann die Valoren nicht vor Gewinnmitnahmen schützen.

Zeitweise notieren Sika 0,35 Prozent tiefer bei 312,20 Franken. Das vor wenigen Tagen markierte Sika-Allzeithoch bei 315,30 Franken rückt damit wieder etwas weiter in die Ferne.

Die Sika-Valoren haben in diesem Jahr und in 2020 um jeweils rund 30 Prozent zugelegt. Von daher dürfen Gewinnmitnahmen nicht überraschen, sagten Marktbeobachter.

Analysten sind derweil nicht nur von den Sika-Zahlen angetan, sondern insbesondere auch von der neuen Guidance. Diese sieht ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 13 bis 17 Prozent vor. Da dürften noch einige Schätzungen angehoben werden, denkt daher ein Experte.

Die Profitabilität von Sika ist mit einer EBIT-Marge von 15,4 Prozent auf einen rekordhohen Wert gestiegen - trotz teurerer Rohstoffe. Da Sika die eigenen Verkaufspreise weiterhin erhöht, die Dynamik des Rohstoffkostenanstiegs aber zum Stillstand gekommen ist, wird Sika die Rentabilität noch weiter steigern. Markus Mayer von Helvea Bader etwa rechnet für 2021 mit einem Wert von mehr als 16 Prozent.

Die Analysten haben offenbar noch einige Fragen, die sie dem Management heute Nachmittag an einer Telefonkonferenz stellen wollen. UBS-Experte Patrick Rafaisz jedenfalls denkt, dass die Tonalität des Managements in der Fragerunde wahrscheinlich entscheidend für den weiteren Verlauf des Aktienkurses sein wird.

ra/uh

Baar (awp)

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Bildquelle: Sika AG,Keystone