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Weniger profitabel 30.04.2024 15:59:00

SIG-Aktie verliert: SIG Group mit Umsatz- und Gewinnrückgang

SIG-Aktie verliert: SIG Group mit Umsatz- und Gewinnrückgang

Der Verpackungshersteller SIG Group hat im ersten Quartal sowohl beim Wachstum als auch bei der Profitabilität nachgelassen.

Im Vorjahr hatten insbesondere Akquisitionen den Umsatz nach oben getrieben. Am Ausblick hält das Unternehmen fest.

So fiel der ausgewiesene Umsatz um 1,0 Prozent auf 721,5 Millionen Euro, teilte die SIG Group am Dienstag mit. Auch die Profitabilität fiel geringer aus. Der bereinigte EBITDA fiel um 11,3 Prozent auf 155,2 Millionen, die Marge lag mit 21,5 Prozent nach 24,0 Prozent im Vorjahr tiefer. Unter dem Strich blieb ein um 38,6 Prozent tieferer bereinigter Reingewinn von 39,7 Millionen Euro.

Mit den Zahlen hat die SIG Group die Erwartungen der Analysten (AWP-Konsens) durch die Bank verfehlt.

CEO Samuel Sigrist erwartet, dass sich das Volumenwachstum im Laufe des Jahres beschleunigen wird, die Profitabilität soll in der zweiten Jahreshälfte vom Umsatzwachstum profitieren.

Die erst Ende Februar für das Gesamtjahr ausgegebenen Ziele bestätigte das Unternehmen. Entsprechend nimmt sich die SIG Group ein organisches Wachstum am unteren Ende der anvisierten Bandbreite von 4 bis 6 Prozent vor, die EBITDA-Marge soll ebenfalls in der unteren Hälfte der Bandbreite von 25 bis 26 Prozent liegen.

SIG-Aktien verlieren

Die Aktien der SIG Group zeigen sich mit deutlich tieferen Kursen und verlieren an der SIX zeitweise 2,59 Prozent auf 18,43 CHF. Der Verpackungshersteller verfehlte mit seinen Zahlen die Markterwartungen teils deutlich. Immerhin erwartet das Unternehmen im Jahresverlauf eine deutliche Besserung und bestätigt entsprechend den Ausblick.

Für die UBS sehen die Zahlen auf den ersten Blick schwach aus. Auf den zweiten Blick zeige sich jedoch, dass das Schlüsselprodukt aseptischer Kartonverpackungen wachse und zudem das erste Quartal unter einer hohen Vergleichsbasis gelitten habe, so Analyst Joern Iffert. Er rechnet bereits für das zweite Quartal mit einer Verbesserung. Um den bestätigten Ausblick zu erfüllen, müsse sich die Entwicklung aber auch beschleunigen.

Ähnlich klingt es bei den Kollegen von Barclays. Die übernommene Scholle IPN entwickle sich im Vergleich zum aseptischen und gekühlten Kartongeschäft immer noch unterdurchschnittlich. Die ZKB ihrerseits spricht von einem verhaltenes erstes Quartal ohne organischem Umsatzwachstum.

Vontobel-Experte Manuel Lang zufolge spürt SIG in zahlreichen Endmärkten weiterhin die Inflation bei Nahrungsmitteln, was zu tiefem Volumenwachstum führe. Auch wenn das erste Quartal saisonal schwächer sei, sei der Start in ein ohnehin herausforderndes Jahr langsamer verlaufen als erwartet. Positiv seien die Marktanteilsgewinne in Europa und die attraktive Dividende.

Neuhausen am Rheinfall (awp)

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Bildquelle: SIG Combibloc