+++ Ihre Meinung ist uns wichtig: Wie zufrieden sind Sie mit finanzen.ch? - Hier an unserer Umfrage teilnehmen! +++ -w-
<
News + Analysen
News + Adhoc
Analysen
Kursziele
>
<
Unternehmen
Termine
Profil
>
<
zugeh. Wertpapiere
Strukturierte Produkte
>
Starke Zahlen 08.05.2019 17:55:04

Siemens übertrifft im zweiten Quartal die Erwartungen - Aktie legt zu

Siemens übertrifft im zweiten Quartal die Erwartungen - Aktie legt zu

Unterstützt von der Mehrzahl der Geschäfte stieg der bereinigte operative Gewinn (EBITA) um 7 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro, wie der Technologiekonzern mitteilte. Damit wurden die Erwartungen deutlich übertroffen.

Mit Ausnahme von Digital Factory und Mobility legten die Gewinne in allen Bereichen zu, die operative Marge stieg um 30 Basispunkte auf 11,4 Prozent und liegt damit im angepeilten Korridor. In der Kraftwerkssparte, die Siemens abspalten will, ging der Umsatz zwar zurück, die Marge verbesserte sich aber mit 170 Basispunkten deutlich.

In den meisten Industriegeschäften verzeichnete Siemens wachsendes Neugeschäft. Insgesamt stieg der Auftragseingang um 6 Prozent auf 23,6 Milliarden Euro und damit erneut stärker als der Umsatz, der um 4 Prozent auf 21,1 Milliarden Euro wuchs. Im Energiemanagement und in der Bahntechnik legte legte das Ordervolumen sogar zweistellig zu. Der Auftragsbestand steht jetzt bei 142 Milliarden Euro.

Der Nettogewinn ging um 5 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro zurück. Nachdem im Vorjahr einmalige Portfolioeffekte in Höhe von 700 Millionen Euro den Überschuss beflügelt hatte, profitierte in diesem Jahr von einer niedrigeren Ertragssteuerquote.

Siemens bestätigte den Ausblick für das bis Ende September laufende Geschäftsjahr. Bei moderatem Umsatzwachstum soll das industrielle Geschäft eine Marge von 11 bis 12 Prozent abwerfen und der bereinigte Gewinn je Aktie zwischen 6,30 und 7,00 Euro liegen. Fünf von sieben Sparten lag mit ihrer Marge zuletzt im oder über dem Zielkorridor.

Der Konzern hat seinen Industriegeschäften zum 1. April einen neuen Zuschnitt verpasst, berichtet wird aber noch in der alten Struktur. Im Bereich Digital Industries wurde das Geschäft der digitalen Fabrik mit der Prozessautomatisierung zusammengefasst, Smart Infrastructure vereinigt Gebäudetechnik mit Energieverteilung, Ladetechnik sowie Stromspeicherung, und unter dem Dach von Gas & Power sind die konventionelle Kraftwerkstechnik das Ausrüstunggeschäft für die Öl- und Gasbranche sowie der Bereich Hochspannungsnetz gruppiert.

Analysten hatten laut Factset im Schnitt mit knapp 20,9 Milliarden Euro Umsatz, gut 2,2 Milliarden Euro bereinigtem operativen Ergebnis (EBITA) im industriellem Geschäft und 1,28 Milliarden Euro Überschuss gerechnet.

Klaus Patzak soll Siemens Gas and Power an die Börse bringen

Die Siemens-Sparte Gas & Power soll in zwei Jahren in der Lage sein, ihr Margenzielband von 8 bis 12 Prozent bezogen auf das operative Ergebnis (EBITA) am unteren Ende zu erreichen. Das geht aus einer Präsentation von CEO Lisa Davis zum Kapitalmarkttag hervor. Dazu beitragen sollen Einsparungen, die bis zum Ende des Geschäftsjahres 2020/21 mit 700 Millionen Euro geplant sind. Verglichen mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr wäre das eine Margenverdoppelung binnen drei Jahren.

Binnen vier Jahren will Davis insgesamt 1 Milliarde Euro an Kosten aus dem Energiegeschäft nehmen. 500 Millionen davon entfallen auf das Sparprogramm, das im vergangenen Jahr für die Kraftwerkssparte beschlossen wurde und das den Abbau von rund 6.000 Stellen vorsieht. Weitere 500 Millionen sollen durch Zusammenlegung von Geschäftseinheiten, schlankere regionale Einheiten und Kostensenkungen in IT-Service und Supply Chain erreicht werden. Es ist unklar, wie viele Stellen dabei wegfallen werden.

Davis kündigte für Gas & Power ferner ein Wachstum auf Marktniveau an. Bis Ende 2020/21 soll der Umsatz um 800 Millionen Euro gegenüber 2017/18 zu legen. Das Potenzial zur Verbesserung der operativen Produktivität sieht Davis bei 1,5 Millarden Euro bis September 2021.

Die Sparte Gas & Power soll inklusive der Siemens-Beteiligung am Windkraftanbieter Gamesa im nächsten Jahr in einem neuen Energieunternehmen aufgehen, die im September 2020 eigenständig an die Börse gebracht wird. "Wir machen das mit höchster Geschwindigkeit", sagte CEO Joe Kaeser.

Siemens lässt sich mit Entscheidung zu Mobility Zeit

Siemens wird über die Zukunft der Bahntechnik-Sparte Mobility nicht in nächster Zeit entscheiden. Ein Update wird es bis spätestens Ende März nächsten Jahres geben, wie aus einer Präsentation von CEO Joe Kaeser zum Kapitalmarkttag hervorgeht. Kaeser hatte zuvor erklärt, Siemens stehe nicht unter Druck, jetzt schnell über das Eisenbahngeschäft zu entscheiden.

Kaeser nannte Börsengang, Spinoff und Joint Venture als mögliche Optionen. Die entscheidende Frage sei dabei die nach dem verfolgten Zweck. Die ursprünglich geplante Fusion mit dem Wettbewerber Alstom war im Februar an Bedenken der EU-Kommission gescheitert.

Anleger reagierten erfreut auf die Zahlen - die Aktie gewann letztlich 4,57 Prozent auf 107,16 Euro.

MÜNCHEN (Dow Jones)

Weitere Links:


Bildquelle: servickuz / Shutterstock.com,MICHELE TANTUSSI/AFP//Getty Images,AR Pictures / Shutterstock.com,Siemens AG

Analysen zu Siemens AGmehr Analysen

22.10.19 Siemens overweight JP Morgan Chase & Co.
17.10.19 Siemens overweight Morgan Stanley
14.10.19 Siemens overweight JP Morgan Chase & Co.
10.10.19 Siemens buy Merrill Lynch & Co., Inc.
08.10.19 Siemens overweight Morgan Stanley

Eintrag hinzufügen

Auf und Ab nach Brexit-Deal und Quartalszahlen | BX Swiss TV

Aktien in diesem Artikel

Siemens AG (spons. ADRs) 57.23 0.49% Siemens AG (spons. ADRs)
Siemens AG 115.78 0.71% Siemens AG

Finanzen.net News

pagehit