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Energie 08.08.2022 16:48:00

Siemens Energy-Aktie gibt nach: Siemens Energy geht trotz hoher Risiken vom Erreichen der Jahresziele aus

Siemens Energy-Aktie gibt nach: Siemens Energy geht trotz hoher Risiken vom Erreichen der Jahresziele aus

Siemens Energy will seine operativen Jahresziele schaffen, obwohl die Windkrafttochter Siemens Gamesa auch zuletzt hohe Verluste geschrieben und die Risiken im angestammten Kraftwerksgeschäft Gas and Power zugenommen haben.

Konzernchef Christian Bruch bestätigte bei Vorlage der Neunmonatszahlen (per Ende Juni) die Prognose, wonach die bereinigte operative Marge (bezogen auf das angepasste EBITA) im Konzern mit in Richtung plus 2 Prozent positiv ausfallen soll.

Unter dem Strich wird allerdings ein höherer Fehlbetrag als die 560 Millionen Euro aus dem Vorjahr stehen, die Bruch zuletzt auch für das laufende Jahr in Aussicht gestellt hat. Kosten für eine Restrukturierung des Russlandsgeschäftes von Gas and Power, die das Unternehmen eingeleitet hat, werden den Nettoverlust jetzt noch vergrössern, heisst es in der Mitteilung. Bisher wurden etwa 200 Millionen Euro verbucht. Wesentliche zusätzliche Belastungen sind laut Unternehmen aber nicht zu erwarten.

Im abgelaufenen dritten Quartal verbuchte Siemens Energy deshalb einen Nettoverlust von 533 Millionen Euro nach einem Minus von 307 Millionen im Jahr zuvor. Das um Sondereffekte bereinigte angepasste EBITA - die wesentliche operative Steuerungsgrösse des Unternehmens - rutschte angesichts der schlechten Zahlen von Siemens Gamesa, die in der vergangenen Woche mitgeteilt worden waren, von plus 54 Millionen Euro im Vorjahr in die roten Zahlen und belief sich auf minus 131 Millionen Euro.

Gas and Power gelang es, das um die Russland-Restrukturierung bereinigte operative Ergebnis mit 212 (Vorjahr: 225) Millionen Euro fast auf Vorjahresniveau zu halten. "Unser Gas-and-Power-Geschäft hat im abgelaufenen Quartal erneut geliefert und damit seine Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt", sagte Vorstandschef Christian Bruch. Mit einer neuen Organisationsstruktur sollen Entscheidungswege verkürzt und die Strukturen vereinfacht werden. Die Weichen dafür seien zuletzt gestellt worden.

Der Konzernumsatz lag mit 7,28 Milliarden Euro dank Rückenwinds von der Währungsseite leicht über Vorjahr. Vergleichbar gingen die Einnahmen jedoch um 4,7 Prozent zurück. Im Gesamtjahr werden sie vergleichbar weiterhin um etwa 2 Prozent rückläufig erwartet.

Im Neugeschäft profitierte der Konzern in beiden Bereiche von Grossaufträgen. Der Auftragsbestand erreichte mit 93,4 Milliarden Euro dabei ein neues Rekordniveau.

Siemens Energy sieht sich bei Gamesa-Übernahme im Plan

Im Prozess zur vollständigen Übernahme der Windkrafttochter Siemens Gamesa sieht sich der Mutterkonzern Siemens Energy im Plan. Finanzvorständin Maria Ferraro sagte in einer Telefonpressekonferenz, die spanische Börsenaufsicht CNMV habe Cash-Sicherheiten in Höhe von 1,15 Milliarden Euro bekommen. Diese Summe entspricht dem Baranteil, den Siemens Energy im Rahmen der maximal 4 Milliarden Euro schweren Übernahme für die ausstehenden 33 Prozent an Siemens Gamesa bereitstellen wird. Der Rest soll durch neue eigene Aktien oder andere Eigenkapitalinstrumente finanziert werden.

Ferraro sagte, man rechne mit einer Genehmigung durch die CNMV binnen weniger Wochen. Anschliessend beginne die etwa einmonatige Frist zur Andienung der Gamesa-Aktien. Bei einer Annahmequote von mindestens 75 Prozent soll eine ausserordentliche Hauptversammlung der spanischen Tochter dann im November über das Ende der Börsennotierung in Madrid beschliessen. Bis Ende Dezember will Ferraro die gesamte Transaktion über die Bühne gebracht haben. Mit 18,05 Euro je Siemens-Gamesa-Aktie liegt das Übernahmeangebot über dem aktuellen Kurs von 17,93 Euro.

Die Aktien von Siemens Energy notieren via XETRA am Montag zeitweise 0,70 Prozent tiefer bei 16,43 Euro. Nach einem positiven Handelsstart war die Aktie zwischenzeitlich deutlicher in die Verlustzone gerutscht.

FRANKFURT (Dow Jones)


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Bildquelle: Siemens Energy AG,Jonathan Weiss / Shutterstock.com