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Nach Wahlkampfveranstaltung 22.07.2019 06:48:00

Siemens-Chef: US-Präsidentenamt unter Trump verkörpert 'Rassismus'

Siemens-Chef: US-Präsidentenamt unter Trump verkörpert 'Rassismus'

Das bedrücke ihn, schrieb Kaeser bei Twitter weiter. Er habe selbst viele Jahre in den USA gelebt und dort "Freiheit, Toleranz und Offenheit erfahren wie nie zuvor".

Siemens erwirtschaftet fast 20 Prozent seines Umsatzes in den USA. Die ungewöhnlich scharfe Kritik Kaesers vom Samstag war eine Reaktion auf einen Artikel über Trumps Angriffe gegen vier Demokratinnen aus dem US-Kongress.

Am Sonntag legte Trump via Twitter nochmals nach: Die vier Abgeordneten seien nicht in der Lage, ihr Land zu lieben, behauptete er. Sie sollten sich für ihre schreckliche und hasserfüllte Kritik "bei Amerika entschuldigen", forderte Trump.

Trump hatte die Demokratinnen in den vergangenen Tagen mehrfach aufgefordert, in ihre vermeintlichen Heimatländer zurückzugehen, wenn es ihnen in den USA nicht gefalle. Die vier Politikerinnen sind indes alle US-Bürgerinnen: Alexandria Ocasio-Cortez ist puerto-ricanischer Abstammung, geboren in New York; Rashida Tlaib ist Tochter palästinensischer Einwanderer, geboren in Detroit; Ayanna Pressley ist Afroamerikanerin, geboren in Chicago. Ilhan Omar kam in Somalia auf die Welt, wurde aber schon als Teenager in den USA eingebürgert.

Bei einer Wahlkampfveranstaltung am Mittwoch hatten Trumps Anhänger die Kritik des Präsidenten mit Hasstiraden beantwortet und johlten in Bezug auf Omar: "Schickt sie zurück!". Trump distanzierte sich zunächst von den Sprechchören, dann nahm er seine Anhänger jedoch wieder in Schutz und bezeichnete sie als "unglaubliche Patrioten".

WASHINGTON (awp international)

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Bildquelle: keystone,Sean Gallup/Getty Images for Siemens AG,CHRISTOF STACHE/AFP/Getty Images