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Neue Nachfragesituation 20.09.2019 17:56:36

Schmolz+Bickenbach-CEO: Müssen Stellen abbauen - Prüfen Verkauf von Immobilien - Aktie gefragt

Schmolz+Bickenbach-CEO: Müssen Stellen abbauen - Prüfen Verkauf von Immobilien - Aktie gefragt

Deswegen muss der Lagerbestand reduziert und müssen Stellen abgebaut werden, wie CEO Clemens Iller im Interview mit "Finanz und Wirtschaft" (online) sagte.

"Wir passen die Strukturen an die neue Nachfragesituation an, mit klassischen Mitteln, indem wir beispielsweise den Lagerbestand herunterfahren", sagte er. "Wir müssen auch Stellen abbauen, allerdings ist da Vorsicht angebracht." Das richtige Mass sei wichtig, damit es im folgenden Aufschwung nicht an Fachpersonal fehle.

Erst vergangene Woche hatte Schmolz+Bickenbach die Jahresprognose für den Betriebsgewinn im Gesamtjahr deutlich gesenkt. Der bereinigte EBITDA wird nun neu zwischen 70 und 100 Millionen Euro erwartet nach 130 bis 170 Millionen. Die Stahlnachfrage habe sich im dritten Quartal wegen politischer Unsicherheiten und eskalierender Handelskonflikte nochmals abgeschwächt, hiess es zur Begründung.

Sind kein Übernahmekandidat

Iller bestätigte im Interview mit FuW, dass alle Optionen geprüft würden. Man sei aber nicht gezwungen, Geschäftsaktivitäten zu verkaufen, es gebe diesbezüglich auch keinen Auftrag vom Verwaltungsrat, konkretisierte er. "Wir schauen eher die Option an, Immobilien, zum Beispiel in Düsseldorf, zu veräussern und zurückzuleasen." Dabei könnte ein hoher zweistelliger Millionenbetrag herausspringen.

Die Gesellschaft konzentriere sich "jetzt darauf, die Kosten anzupassen", sagte Iller zudem auf die Frage, ob frisches Kapital unausweichlich geworden sei. Auch habe Schmolz+Bickenbach mit Blick auf die finanzielle Situation kein Problem mit den Banken. "Die Banken kennen unser Unternehmen und unser Geschäft bestens. Sie wissen um die Zyklizität und die Volatilität und können die Lage einschätzen." Weiterhin sei es so: Kreditvereinbarungen seien gelockert worden, und die Situation werde Ende 2019 neu beurteilt.

Auch sei die Übernahme von Ascometal - trotz der finanziellen Situation - kein Fehlkauf gewesen. Schmolz+Bickenbach sehe sich weiterhin als Konsolidierer der Branche, nicht als Übernahmekandidaten. Es habe diesbezüglich auch niemand angeklopft.

Die Schmolz+Bickenbach-Aktie gewann im späten Schweizer Handel derzeit 2,48 Prozent auf 0,21 Franken. Schlussendlich verblieb ein Plus von 1,98 Prozent an der Kurstafel stehen.

ys/cf

Zürich (awp)

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Bildquelle: Keystone