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Schindler Aktie 2463821 / CH0024638212

Ausschüttung steigt 11.02.2026 17:51:00

Schindler-Aktie letztlich tiefer: Weniger Umsatz - Gewinn deutlich gesteigert

Schindler-Aktie letztlich tiefer: Weniger Umsatz - Gewinn deutlich gesteigert

Der Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler hat im vergangenen Jahr zwar etwas weniger umgesetzt und Aufträge hereingeholt, aber deutlich mehr verdient.

Im neuen Jahr will Schindler moderat weiter wachsen und noch profitabler werden.

Insgesamt gab der Umsatz um 2,6 Prozent auf 10,95 Milliarden Franken nach, wie der Innerschweizer Konzern am Mittwoch bekannt gab. Dabei schlug erneut der starke Franken aufs Ergebnis. Fremdwährungseffekte kosteten 431 Millionen Franken Umsatz. In Lokalwährungen wäre der Umsatz um 1,3 Prozent gewachsen.

Der bereinigte Betriebsgewinn EBIT stieg dagegen um 8,2 Prozent auf 1,45 Milliarden Franken. Die operative Marge verbesserte sich auf 13,3 Prozent von 12,0 Prozent im Vorjahr. In den Zahlen sind gewisse Posten wie Restrukturierungskosten in Höhe von 54 Millionen und Aufwendungen für das Programm Building Minds von 16 Millionen Franken nicht enthalten.

Berücksichtigt man diese, stieg der EBIT um 9,3 Prozent auf 1,38 Milliarden Franken. Unter dem Strich kletterte der Reingewinn um 6,2 Prozent auf 1,07 Milliarden Franken.

Erwartungen leicht verfehlt

Die Grundlage für künftige Ergebnisse ist leicht geschrumpft. Der Auftragseingang sank um 0,9 Prozent auf 11,31 Milliarden Franken.

Mit den Zahlen hat Schindler die Erwartungen der Analysten beim bereinigten EBIT leicht übertroffen, sonst aber knapp verfehlt.

Im neuen Geschäftsjahr 2026 erwartet Schindler ein Umsatzwachstum im niedrigen bis mittleren einstelligen Bereich in Lokalwährungen. Die EBIT-Marge soll 13 Prozent erreichen.

Schindler erhöht Ausschüttung

Angesichts der klaren Gewinnsteigerung erhöht Schindler die Ausschüttung. Der Lift- und Rolltreppenhersteller wird der kommenden Generalversammlung eine Dividende von 6,00 Franken pro Namenaktie und Partizipationsschein vorschlagen.

Zusätzlich werde eine ausserordentliche Dividende von 0,80 Franken pro Namenaktie und Partizipationsschein vorgeschlagen, teilte Schindler am Mittwoch in einem Communiqué mit.

Mit der Erhöhung der Ausschüttung hat Schindler die Erwartungen der Finanzgemeinde übertroffen. Analysten hatten im Schnitt gemäss AWP-Konsens eine Dividende von 6,30 Franken vorhergesagt.

Im Vorjahr hatte der Innerschweizer Konzern eine Dividende von 6,00 Franken bezahlt.

Schindler: Alfred Schindler macht nur noch eine Amtsperiode

Beim Lift- und Rolltreppenhersteller Schindler neigt sich eine Ära ihrem Ende entgegen. Nach 50-jähriger Tätigkeit im Verwaltungsrat stellt sich Alfred Schindler der Generalversammlung vom 24. März 2026 für eine allerletzte Amtsperiode von einem Jahr zur Verfügung.

Zu diesem Zweck wird die Alterslimite für den Schindler-Verwaltungsrat noch einmal hinausgeschoben, teilte der Konzern am Mittwoch mit. Alle übrigen Mitglieder des Gremiums stellen sich ebenfalls für eine weitere Periode zur Wiederwahl.

Schindler-Titel rasseln in den Keller nach durchzogenen Zahlen

Die Schindler-Titel sind am Mittwoch im frühen Handel an der Schweizer Börse in den Keller gesaust. Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2025 fielen nach Ansicht von Analysten durchzogen aus. Die Sonderdividende konnte die Anteilseigner nicht bei der Stange halten.

Letztlich stürzten Schindler PS an der SIX um 10,30 Prozent auf 280,40 Franken ab. Damit haben sich die Titel wieder weiter von ihrem Allzeithoch von 315,80 Franken von Mitte September entfernt, das sie vergangene Woche beinahe erreicht hatten.

Der Lift- und Rolltreppenhersteller habe bei seinen Auftragszahlen die Erwartungen leicht verfehlt, kommentierten Analysten unisono. Grund dafür sei der schwache Markt in China, wo die Aufträge um gut ein Drittel geschrumpft seien, kommentierte der zuständige Jefferies-Analyst. Dafür habe sich das Modernisierungs- und Servicegeschäft aufgehellt, befand der Vontobel-Analyst.

Der Umsatz sei derweil im Rahmen der Konsensprognosen ausgefallen, erklärte JPMorgan. Dafür habe Schindler operativ Fortschritte gemacht. Der bereinigte EBIT habe die Erwartungen leicht übertroffen, hiess es. Effizienzsteigerungen, bessere Absatzpreise und Mixeffekte wirkten dabei positiv, befand die ZKB. Die Margensteigerung sei eindrücklich.

Zudem habe es eine Normalisierung der Lieferkette und strukturelle Kostenanpassungen gegeben, hiess es bei Vontobel. Diese Fortschritte zeigten die Fähigkeit des Unternehmens, operative Gewinne in nachhaltige Rentabilität umzuwandeln.

Beim Ausblick gehen die Meinungen auseinander. Während die Bernstein-Analysten die Guidance für 2026 als unter den Erwartungen betiteln, sprechen andere Analysten von einem Ausblick im Rahmen des Konsens.

Im Vergleich zur Konkurrenz schneidet Schindler besser ab: Die für 2026 in Aussicht gestellte Margenverbesserung von mindestens 40 Bp (auf 13%) liege oberhalb der Guidance von Kone (2026: adj. Marge 12,3% bis 13,0%), hiess es bei der ZKB. Otis habe einen leichten Margenrückgang auf 16,8% in Aussicht gestellt.

Auf positives Echo stösst derweil die Sonderdividende von 0,80 Franken, womit die Gesamtausschüttung auf 6,80 Franken steigt. Der Markt hatte im Schnitt eine Dividende von 6,30 Franken je Titel erwartet.

Ebikon / Zürich (awp)

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