| Zahlen im Blick |
05.08.2026 12:35:06
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Sandoz-Aktie beflügelt: Generika-Geschäft erholt sich - Jahresausblick bestätigt
Die Generika-Spezialistin Sandoz ist im ersten Halbjahr 2026 vor allem dank seines dynamischen Biosimilar-Geschäftes gewachsen.
Die Einnahmen für die ersten sechs Monate beliefen sich auf knapp 5,8 Milliarden US-Dollar, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Dies entspricht einem Plus von 10 Prozent. Zu konstanten Wechselkursen - sie sind Grundlage der Guidance - wären sie um 5 Prozent gestiegen.
Von den beiden Sparten entwickelte sich das Generika-Geschäft im ersten Halbjahr insgesamt stabil. Der Umsatz lag mit annähernd 3,9 Milliarden US-Dollar währungsbereinigt um 1 Prozent unter dem Vorjahresniveau, was vor allem auf Gegenwind im Geschäft mit Antibiotika-Wirkstoffen für andere Pharmaunternehmen im ersten Quartal zurückzuführen war.
Im zweiten Quartal kehrte das Segment jedoch auf den Wachstumspfad zurück und erzielte ein währungsbereinigtes Plus von 1 Prozent. Damit konnte Sandoz die Schwäche aus dem Jahresauftakt überwinden und die Entwicklung im Generika-Geschäft stabilisieren.
Biosimilars sehr dynamisch
Deutlich dynamischer entwickelte die kleinere Biosimilar-Sparte. Mit knapp 1,9 Milliarden Dollar setzte sie währungsbereinigt 20 Prozent mehr um. Vor allem in den USA sei das Geschäft mit den biologischen Nachahmern besonders gut gelaufen, heisst es in dem Communiqué. Entsprechend kletterten die US-Umsätze der Sparte um 47 Prozent. Mittlerweile tragen somit Biosimilars einen Rekordanteil von 33 Prozent zum Konzernumsatz bei.
Dabei wuchs die Sparte in allen Regionen. In Europa stützte etwa die Markteinführung des Augenmittels Afqlir. Aber auch bereits etablierte Biosimilars entwickelten sich stark. Derweil stützten die Markteinführungen von Wyost und Jubbonti im Juni 2025 das US-Geschäft. In den internationalen Märkten schob vor allem Rixathon, ein Biosimilar des Krebs- und Rheumamedikaments MabThera/Rituxan von Roche, die Einnahmen an.
Ausblick bestätigt
Auf Gewinnebene weist Sandoz für den Kern-Betriebsgewinn (Core EBITDA) 1,2 Milliarden US-Dollar aus. Die entsprechende Marge kam bei 20,9 Prozent zu liegen nach 20,0 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Für das bereits angelaufene Geschäftsjahr bestätigt das Basler Unternehmen seine Prognose: So soll der Nettoumsatz währungsbereinigt im mittleren bis hohen einstelligen Bereich wachsen und die Kern-EBITDA-Marge soll 2026 um etwa 100 Basispunkte gesteigert werden - 2025 lag sie bei 21,7 Prozent.
So reagiert die Aktie
Die Generika-Spezialistin Sandoz hat mit ihren an Mittwochmorgen vorgelegten Halbjahreszahlen die Gemüter der Investoren beruhigt. Zum Teil hat der Konzern besser abgeschnitten als erwartet und vor allem im zweiten Quartal das Wachstum nochmals beschleunigt.
Zeitweise springen die Papiere der SMI-Anwärterin denn auch um klare 6,54 Prozent an auf 68,46 Franken.
In ihren ersten Kommentaren nennen Analysten die Zahlen überwiegend solide. Sowohl das Wachstum im ersten Semester als auch der bestätigte Ausblick seien als beruhigend bis ermutigend zu werten, heisst es etwa bei Barclays.
Wie der zuständige Vontobel-Analyst schreibt, sei das erste Semester vor allem von einem starken US-Markt und dem deutlichen Wachstum im Biosimilar-Geschäft getragen worden. Das sei insofern beachtenswert, als dass beide Bereiche bei dem Spin-Off von Novartis im Jahr 2023 als zentral für die weitere Wertsteigerung gesehen wurden.
Einen Punkt, den die Experten allesamt hervorheben ist die leicht erhöhte Prognose für den Preisdruck im Gesamtjahr. Hier geht Sandoz nun davon aus, dass der Preisdruck die Entwicklung im mittleren einstelligen Prozentbereich belasten dürfte. Zuvor hatte der Konzern eine Belastung im tiefen bis mittleren einstelligen Bereich in Aussicht gestellt.
Wie der zuständige Barclays-Experte schreibt, sollte die Stärke im Biosimilars-Geschäft diese Belastung aber ausgleichen können.
Vor allem aber stehe die grosse Welle an Patentabläufen für biologische Medikamente erst noch bevor, betont der Analyst der ZKB. Zudem habe Sandoz die Kapazität, sich dank regulatorischer Vereinfachungen auch an kleinere Biosimilars heranzuwagen. "Kombiniert mit Margenverbesserungen, dank Effizienzgewinnen, dem Produkte-Mix und dem Aufbau von eigenen Produktionsstandorten sehen wir für Sandoz viel Upside Potenzial", zeigt er sich sehr zuversichtlich.
AWP
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