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13.05.2026 11:28:00
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RWE-Aktie von schwachem Energiehandel gedrückt: Energiekonzern bleibt auf Kurs und hält an Prognose fest
Der deutsche Energiekonzern RWE ist mit einem Gewinnsprung ins Jahr gestartet.
Im XETRA-Handel steigt die RWE-Aktie zeitweise 0,21 Prozent auf 58,10 Euro. Die weitgehend erwartungsgemässen Quartalsergebnisse untermauerten die Jahresziele des Energieversorgers, schrieb Experte Pavan Mahbubani von der US-Bank JPMorgan.
Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg in den ersten drei Monaten des Jahres verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um rund ein Viertel auf über 1,6 Milliarden Euro, teilte der Konzern am Mittwoch in Essen mit.
Neben dem verbesserten Tagesgeschäft halfen RWE im abgelaufenen Jahresviertel auch Einmaleffekte. So gab es im Geschäft mit der Energieerzeugung durch Windanlagen auf See eine bilanzielle Abbildung eines Leasinggeschäfts zur Nutzung eines Konstruktionsschiffes. Zudem profitierten die Essener von einem Entschädigungsanspruch gegenüber dem niederländischen Staat.
Diesen Einmalbeitrag hatte RWE in den Jahreszielen bisher nicht berücksichtigt, weil unklar war, wann die EU über die beihilferechtliche Freigabe entscheiden würde. Obwohl das Geld im Mai geflossen ist, lassen die Essener die Prognosen trotzdem unverändert.
Konzernweit erwartet RWE im laufenden Jahr ein Wachstum des operativen Ergebnisses von 5,1 auf 5,2 bis 5,8 Milliarden Euro. Der bereinigte Nettogewinn soll 1,55 bis 2,05 Milliarden Euro erreichen.
RWE beurteilt Prognose "deutlich" optimistischer als im März
Der Versorger RWE ist mit Blick auf die eigene Ergebnisprognose für 2026 nach den Worten von Finanzvorstand Michael Müller optimistischer als noch am Tag der Bilanzvorlage für 2025 Mitte März, als diese Prognose genannt wurde. Ein Grund dafür sei die Entschädigungszahlung in Höhe von 332 Millionen Euro, die RWE im abgelaufenen Quartal für die Einschränkung der Kohleverstromung im niederländischen Kraftwerk Eemshaven aus Den Haag erhalten hat. Dieser positive Effekt sei nicht in der Prognose berücksichtigt und insofern zusätzlich, sagte Müller.
Allerdings sei bei RWE das erste Quartal üblicherweise nicht der Zeitpunkt, wo "wir unsere Guidance anpassen", fügte Müller hinzu. Angesichts einer Situation, wo RWE schon 33 Prozent des geplanten Ergebnisses eingefahren habe, sei er aber "natürlich deutlich zuversichtlicher, was die Guidance für dieses Jahres anbetrifft", so Müller. Das werde er auch den Analysten klar sagen.
Müller rechnet überdies damit, dass sich die aktuelle Gasknappheit als Folge des Nahostkonflikts länger hinziehen wird. Es handele sich hierzulande zwar nicht um eine physische Knappheit, weil anders als im Ukrainekrieg nicht Europa sondern Asien mit geringeren Mengen zurechtkommen müsse. "Aber dass das so Druck auf die Gasspreise erzeugt und damit auch auf die Strompreise nach vorne hinaus, das sehen wir durchaus." Also rechne er mit steigenden Strompreisen.
ESSEN (awp international) / DOW JONES
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