09.11.2013 12:38:15

Russische Notenbank sieht Wirtschaft trüber als Regierung

Moskau (awp/sda/reu) - Die russische Zentralbank sieht die Entwicklung der heimischen Wirtschaft in den kommenden Jahren pessimistischer als die Regierung. Für 2014 wird ein Wachstum von zwei Prozent vorhergesagt, für 2015 von 2,5 und für 2016 von drei Prozent.

Dies geht aus einem der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag vorliegenden Dokument der Zentralbank hervor. Die Regierung hatte im September für 2014 ein Plus von 3,0 Prozent und für die beiden Folgejahre von 3,1 und 3,3 Prozent prognostiziert. Der Export wird der Notenbank zufolge eher schwach, die heimische Nachfrage hingegen stark ausfallen.

Russland hatte erst am Donnerstag seine langjährigen Prognosen drastisch reduziert. Bis 2030 werde die Wirtschaft pro Jahr um nur 2,5 Prozent wachsen, sagte Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew. Zuvor hatte die Regierung ein jährliches Plus von mehr als vier Prozent in Aussicht gestellt.

Hauptgrund für die Entwicklung ist der Ölpreis, der vor allem durch den Schiefergas-Boom in den USA unter Druck steht. Russland ist weltgrösster Öl-Produzent.

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