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Studienerfolg 21.10.2019 20:45:00

Roche erreicht in Phase-III-Studie mit Tecentriq-Kombination gesteckte Ziele

Roche erreicht in Phase-III-Studie mit Tecentriq-Kombination gesteckte Ziele

In der Phase-III-Studie IMbrave150 wurde Tecentriq in Kombination mit Avastin bei Patienten eingesetzt, die an Leberkrebs leiden. Die Überlebensdaten haben laut Medienmitteilung vom Montag eine statistische Signifikanz aufgezeigt.

In der Studie wurde die Kombination aus Tecentriq und Avastin bei Patienten eingesetzt, bei denen ein inoperables hepatozelluläres Karzinom (HCC) diagnostiziert wurde. Zudem haben diese Patienten den Angaben zufolge davor keine systemische Therapie erhalten.

Ziel der Studie war es, bei diesen Patienten sowohl das Gesamtüberleben als auch das Überleben ohne eine Verschlimmerung der Krankheit zu erzielen. Dabei wurde die Tecentriq-Kombination mit der Standardtherapie Sorafenib verglichen.

Die Daten der IMbrave150-Studie werde man nun auf einem bevorstehenden medizinischen Treffen vorstellen. Zudem werden sie laut Roche den Gesundheitsbehörden weltweit übermittelt, einschliesslich der FDA in den USA, der europäischen EMA und der China National Medical Products Administration.

Wie Roche weiter berichtet, gehört HCC zu den aggressivsten Krebsarten mit nur einer begrenzten Behandlungsmöglichkeit. Die Krankheit betreffe pro Jahr etwa 750'000 Menschen, davon die meisten in Asien und fast die Hälfte in China. Die Prognose für das inoperable HCC ist laut Roche nach wie vor schlecht, mit wenigen systemischen Therapiemöglichkeiten und einer Einjahresüberlebensrate von weniger als 50 Prozent nach der Diagnose.

Analysten betonen Wettbewerbsvorteil

Analysten zeigen sich durch die Bank positiv überrascht von den Daten. Wie es etwa bei JPMorgan heisst, habe Roche sich damit klar besser geschlagen als die Konkurrenten, die mit ihren Immuntherapeutika nicht erfolgreich waren in dieser Indikation. Der zuständige Analyst räumt der Kombination von Roche ein Marktpotenzial von bis zu 1,5 Milliarden in den USA und Europa ein. In China könnte es gar bei zwei Milliarden liegen, und das selbst wenn man davon ausgehe, dass Roche dort einen Preisnachlass von bis zu 70 Prozent gewähren müsse.

Auch Analyst Eric Le Berrigaud von Bryan Garnier äussert sich positiv. Er gehe davon aus, dass Roche sich mit den aktuellen Daten in dieser Indikation einen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz sichern könne.

Am Markt haben defensive Branchen wie der Gesundheitssektor am Montag allerdings keinen einfachen Stand. Entsprechend geben die Genussscheine von Roche gegen 10.10 Uhr um 0,2 Prozent nach, während der Leitindex SMI 0,15 Prozent höher steht.

hr/tt

Basel (awp)

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Bildquelle: SEBASTIEN BOZON/AFP/Getty Images,Keystone,lucarista / Shutterstock.com