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10.02.2020 09:45:36

Roche-Aktien fallen nach Rücksetzer in Alzheimer-Forschung etwas zurück

Zürich (awp) - Für die Genussscheine von Roche geht es zum Wochenstart in einem insgesamt leicht negativen Markt etwas deutlicher abwärts. Der Pharmakonzern hat am Morgen erneut über einen Rücksetzer in der Alzheimer-Forschung berichtet.

Gegen 9.35 Uhr sind die Roche-Bons mit einem Abschlag von 0,7 Prozent auf 337,80 Franken einer der grössten Verlierer. Im Vergleich zu Ende 2019 stehen die Aktien damit aber noch immer um 7,5 Prozent höher und sind damit einer der grössten Gewinner unter den 20-SMI-Werten. Der Leitindex gibt zeitgleich am Montag um 0,11 Prozent nach.

Wie Roche am Morgen mitgeteilt hatte, wurden in einer Studie zur Behandlung einer seltenen vererbten Form der Demenz-Erkrankung die gesteckten Ziele nicht erreicht. Die Abnahme der kognitiven Leistungsfähigkeit konnte mit dem Kandidaten Gantenerumab nicht gebremst werden.

An seinen anderen Studien zur Behandlung von Alzheimer hält Roche laut Mitteilung aber weiterhin fest. Vor gut einem Jahr hatte die US-Tochter Genentech die beiden Phase-III-Studien CREAD I und CREAD 2 mit dem Wirkstoffkandidaten Crenezumab zur Behandlung von Patienten mit früher und sporadischer Alzheimer-Krankheit eingestellt, nachdem auch hier die gesteckten Ziele nicht erreicht worden waren.

Trotz dieser zahlreichen Rückschläge bleibt der Konzern aber der Suche nach einer Heilung verpflichtet. Dies hatte das Management um den Roche-Chef Severin Schwan erst Ende Januar bei der Vorlage der Jahreszahlen bekräftigt.

Für den Jefferies-Analysten Peter Welford stellen die aktuellen Daten denn auch keine Überraschung dar. Damit habe sich weder der Roche-Kandidat Gantenerumab noch Solanezumab, das von Eli Lilly getestet wurde, als wirksam in der Behandlung dieser seltenen Form der Alzheimer-Erkrankung erwiesen.

Er haben ohnehin eher geringe Erwartungen an diese Versuchsreihe von Roche gehabt, so Welford weiter. Der Experte begründet dies mit den früheren Misserfolgen bei dieser Form von Behandlungsansatz. Es zeichne sich daher ab, dass die laufenden Phase-III-Studien mit Gantenerumab ein hohes Risiko darstellen.

hr/uh