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FDA gibt grünes Licht 16.06.2022 17:51:00

Roche-Aktie schwach: Weiterer Forschungsrückschlag bei Alzheimer-Mittel - US-Notzulassung für Corona-PCR-Test - Neues Verfahren zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Roche-Aktie schwach: Weiterer Forschungsrückschlag bei Alzheimer-Mittel - US-Notzulassung für Corona-PCR-Test - Neues Verfahren zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Der Pharmakonzern Roche hat von der US-Gesundheitsbehörde FDA für den Corona-PCR-Test "cobas SARS-CoV-2 Duo" eine Notfallzulassung (EUA) erhalten.

Es handelt sich um den ersten nasalen PCR-Test, der zeitgleich eine Coviderkrankung und die Viruslast nachweist.

Der Test könne auf den vollautomatischen Cobas 6800/8800 Systemen von Roche verwendet werden und sei in den USA noch in diesem Quartal verfügbar, hiess es in einer Mitteilung vom Mittwochabend. Dabei hilft die Viruslast bei der Beurteilung und Überwachung infizierter Patienten.

Roche erleidet weiteren Forschungsrückschlag bei Alzheimer-Studie

Roche hat erneut einen Forschungsrückschlag erlitten. Dieses Mal geht es um den Alzheimer-Kandidaten Crenezumab, mit dem der Konzern nicht die gewünschte Wirkung erzielt hat.

Die Nachricht kommt zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Erst in den letzten Wochen hatte Roche für einen neuartigen Krebskandidaten gleich in zwei Studien Misserfolge erlitten. Analysten hatten recht prompt darauf reagiert und ihre Prognosen und Modelle in der Folge angepasst.

Im Fall Crenezumab wurde der Kandidat zur Prävention bei kognitiv nicht beeinträchtigten Menschen eingesetzt, die eine bestimmte genetische Mutation tragen, die wiederum eine früh einsetzende Alzheimer-Krankheit verursacht. Allerdings führte der Wirkstoff nicht zu einer bedeutsamen Veränderungsrate der kognitiven Fähigkeiten.

Schlecht für die Stimmung

Die Nachricht dürfte nicht nur für Roche negativ sein. Das Biotechunternehmen AC Immune hat den Wirkstoff entwickelt und mit Roche zusammengearbeitet. Wie Analystin Lucy Codrington von Jefferies in einem ersten Kommentar festhält, könnten die Ergebnisse in dem aktuell volatilen Börsenumfeld zu einer möglicherweise verzerrten Reaktion führen.

Wie allerdings sowohl Codrington als auch Stefan Schneider von Vontobel betonen, kommen die Ergebnisse nicht ganz überraschend. Denn die beiden Partner Roche und AC Immune hatten bereits 2019 ihre Forschungsprogramme mit dem Kandidaten eingestellt. Die nun vorgelegten Daten stammen von einer kleinen Untergruppe an Patienten, mit denen das Programm in Kolumbien fortgeführt wurde, wie Analyst Schneider schreibt.

252 Personen nahmen laut Roche-Mitteilung an dieser Studie teil. Sie alle sind Mitglieder der weltweit grössten Grossfamilie mit Dominant vererbte Alzheimerdemenz (Autosomal Dominant Alzheimer's Disease; ADAD) in Kolumbien. Das Land geriet bereits vor einigen Jahren in den Fokus der Medien. Es gibt dort einige Dörfer, in denen die Menschen massenweise an Alzheimer erkranken.

Von den Teilnehmern schlossen 94 Prozent die Studie ab, wie Roche weiter mitteilte. Zwei Drittel der Teilnehmer wiesen eine bestimmte genetische Mutation auf, die typischerweise im Alter von 44 Jahren zu kognitiven Beeinträchtigungen durch die Alzheimer-Krankheit führt.

Für Roche wiederum kommen diese Ergebnisse zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Zum zweiten Alzheimer-Kandidaten Gantenerumab werden Daten im vierten Quartal erwartet. Die Nervosität ist angesichts der generell grossen Misserfolgsrate in der Alzheimer-Forschung bereits jetzt hoch. Auch wenn man zwischen den beiden Kandidaten keine Parallelen ziehen könne, wie Analyst Schneider in seinem Kommentar betont.

Roche lanciert neues Verfahren zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs

Der Pharma- und Diagnostikkonzern Roche lanciert in den Ländern mit der CE-Kennzeichnung ein neues Produkt, mit dem das Risiko einer Gebärmutterhalskrebs-Erkrankung frühzeitig erkannt werden soll. Konkret geht es um eine Selbstentnahmlösung für ein Screening auf sogenannte humane Papillomaviren (HPV).

Dieses Virus kann Krebs verursachen, wenn die Infektion lange besteht. Das Screening könne somit dazu beitragen, Frauen mit einem erhöhten Risiko für Gebärmutterhalskrebs zu identifizieren - so dass die Krankheit behandelt werden kann, bevor sie eine Chance hat, sich zu entwickeln, teilte Roche am Donnerstag mit.

Die neue Lösung ermögliche es einer Patientin, ihre Probe für das HPV-Screening privat zu entnehmen, während sie sich in einer Gesundheitseinrichtung befindet und den Anweisungen des medizinischen Personals folgt, so Roche weiter.

Jedes Jahr wird laut dem Communiqué bei über 604'000 Frauen weltweit Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert, etwa 342'000 würden an dieser vermeidbaren Krankheit sterben.

Die Genussscheine von Roche verloren am Donnerstag im Schweizer Handel letztlich 1,38 Prozent auf 303,50 Franken.

Zürich/Basel (awp)


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Bildquelle: SEBASTIEN BOZON/AFP/Getty Images,Keystone