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Studie 11.05.2022 17:53:00

Roche-Aktie letztlich deutlich tiefer: Roche erleidet weiteren Forschungsrückschlag mit neuartiger Krebstherapie

Roche-Aktie letztlich deutlich tiefer: Roche erleidet weiteren Forschungsrückschlag mit neuartiger Krebstherapie

Der Pharmakonzern Roche hat mit seiner neuartigen Krebstherapie Tiragolumab einen weiteren Forschungsrückschlag erlitten.

Diese Nachricht dürfte umso schwerer wiegen, da Analysten überwiegend auf ein positives Ergebnis gehofft hatten.

Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, hat die Kombination aus der neuartigen Immun-Therapie Tiragolumab mit dem bereits zugelassenen Immun-Therapeutikum Tecentriq (Atezolizumab) im Vergleich zu einer Behandlung mit Tecentriq allein als Erstbehandlung bei Patienten mit Lungenkrebs (NSCLC) das sogenannte progressionsfreie Überleben nicht verlängert. Progressionsfreies Überleben bedeutet, dass die Krankheit sich nicht verschlimmert oder zurückkommt.

Das zweite Ziel, also das sogenannte Gesamtüberleben, wurde zum Zeitpunkt dieser ersten Analyse auch noch nicht erreicht. Die Studie wird laut Mitteilung bis zur nächsten geplanten Analyse fortgesetzt.

Das Tiragolumab-Programm erforsche auch weiterhin Fortschritte in mehreren klinischen Studien, um auf Tecentriq aufzubauen, in frühere Krankheitsstadien zu expandieren und neue Behandlungsoptionen für fortgeschrittene und schwer zu behandelnde Krebsarten mit hohem ungedecktem medizinischem Bedarf zu bieten, so Roche.

Tiragolumab ist den Angaben zufolge ein neuartiger Immun-Checkpoint-Inhibitor. Er bindet selektiv an TIGIT, einen neuartigen hemmenden Immun-Checkpoint, der die Immunantwort auf Krebs unterdrückt. Auf Basis präklinischer Forschung werde angenommen, dass Tiragolumab als Immunverstärker mit anderen Krebsimmuntherapien wie Tecentriq wirksam sei.

Roche-Bons werden nach erneutem Forschungs-Rücksetzer abgestraft

Dieses Mal schmerzt der Forschungsrückschlag deutlich mehr als beim ersten Mal. Der Pharmakonzern Roche hat mit seiner neuartigen Krebstherapie Tiragolumab einen weiteren Forschungsrückschlag erlitten. Diese Nachricht wiegt schwer, da Analysten überwiegend auf ein positives Ergebnis gehofft hatten.

328,00CHF-24,25CHF-6,88% Die Roche-Aktie schliessen den Mittwochshandel 6,88 Prozent tiefer ab bei 328,00 Franken. Sie waren damit der mit Abstand grösste Verlierer im SMI und der Grund für die vergleichsweise schwache Entwicklung des Leitindexes.

Analysten zeigen sich denn auch durch die Bank enttäuscht. Immerhin sei die aktuelle Studie die wichtigste für das umfangreiche Tigit-Programm gewesen, heisst es etwa bei Bernstein. Roche hat seinen neuen Kandidaten Tiragolumab in einer Phase-III-Studie zur Behandlung von Lungenkrebs in Kombination mit dem bereits zugelassenen Immun-Therapeutikum Tecentriq getestet.

Wie Bernstein-Analyst Wimal Kapadia weiter schreibt, habe dieser Rücksetzer "auch weiterreichende Auswirkungen auf die Aussichten für den Rest des Jahres und darüber hinaus". Er sei "angesichts der Erfolgserwartungen (angetrieben durch die starken Phase-II-Daten) von dem negativen Ergebnis überrascht und der Ansicht, dass dies noch mehr Gewicht auf die risikoreiche Alzheimer-Studie lege, die noch in diesem Jahr veröffentlicht wird".

Damit hat Kapadia in etwa die Meinungen seiner Kollegen zusammengefasst. "Da viele Anleger auf dieses Studienergebnis gespannt waren und einen positiven Ausgang erwarteten, stellt die Ankündigung ein klares Minus dar", attestiert ein weiterer Experte. Zwar dürfte die Abwärtsbewegung nur vorübergehend sein, doch sei es möglich, dass das gesamte Tiragolumab-Entwicklungsprogramm in Frage gestellt werde.

Basel / Zürich (awp)


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Bildquelle: SEBASTIEN BOZON/AFP/Getty Images