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Verwaltungsrat 16.09.2019 17:50:36

Rieter-Aktie zieht an: Peter Spuhler hat sich mit Rieter-Aktien eingedeckt

Rieter-Aktie zieht an: Peter Spuhler hat sich mit Rieter-Aktien eingedeckt

Laut einer am Wochenende publizierten Meldungen an die Offenlegungsstelle der SIX, ist Spuhlers Anteil an Rieter auf 22,07 Prozent gestiegen, nach davor gemeldeten 19,14 Prozent. Spuhler sitzt im Verwaltungsrat des Winterthurer Unternehmens.

Damit hat sich bestätigt, was Mitte letzter Woche schon vermutet werden konnte. Denn gemäss einer Offenlegungsmeldung an die Schweizer Börse hatte am Mittwoch ein Mitglied des Rieter-Verwaltungsrates 100'000 Aktien gekauft. Und zwar zum Preis von 145 Franken das Stück.

Für die Transaktion in Frage kamen im Prinzip zwar alle acht Mitglieder des Gremiums in Frage. Doch gerade Spuhler hatte nach dem Börsengang seiner Stadler Rail signalisiert, dass er Erlöse aus dem IPO in Industrieunternehmen investieren wolle.

Schlussendlich kletterte die Rieter-Aktie um 1,38 Prozent auf 146,60 Franken.

Rieter-Chef sieht noch keinen Silberstreifen am Horizont

Der Spinnereimaschinenhersteller Rieter leidet unter einer Nachfrageschwäche. An dieser Marktlage habe sich in den letzten Wochen nicht sehr viel geändert, sagte Firmenchef Norbert Klapper im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP.

Ein Grund dafür sei der Handelsstreit zwischen den USA und China. Deswegen würden sich die Spinnereien mit Investitionen zurückhalten. "Wenn endlich Klarheit herrschen würde, wäre das hilfreich", so Klapper.

Er könnte sich vorstellen, dass sich die Wertschöpfungsketten dann wegen der neuen Zölle verschieben würden - zum Beispiel nach Lateinamerika. "Dies wäre sicherlich für Rieter eine Chance." Dort sässen viele langjährige Kunden. Diese hätten sich im Juni an der wichtigen Branchenmesse ITMA, die nur alle vier Jahre stattfindet, auf jeden Fall über neue Maschinen informiert.

Das Feedback auf die Rieter-Maschinen sei an der ITMA generell "überwältigend" gewesen. Klapper kann sich daher einen "gewissen positiven ITMA-Effekt" vorstellen. Mit einem Boom sei aber nicht zu rechnen - wegen dem Handelsstreit.

Aktuell denkt der Firmenchef gleichwohl nicht über einen weiteren Stellenabbau nach. "Aber das kann schnell gehen", räumte er ein. Mit dem Personalabbau, welcher in den letzten Monaten stattfand, sei die Rentabilitätsschwelle aber weiter gesenkt worden. Es sei das Ziel, im Neumaschinengeschäft ab einem Umsatz von 600 Millionen Franken profitabel zu sein. "Da sind wir auf gutem Weg."

Trotz der aktuellen Probleme kündigte Rieter letzte Woche ein 80-Millionen-Projekt für einen neuen Hauptsitz in Winterthur an. Das ist laut dem Firmenchef kein Widerspruch: Es handle sich um eine Investition in die Zukunft. Im Vordergrund stehe das neue Kunden- und Technologiezentrum, über welches der Technologieführer verfügen müsse.

Zürich (awp)

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Bildquelle: Keystone,Rieter Holding