Zurück geht es hier Grüezi! Sie wurden auf finanzen.ch, unser Portal für Schweizer Anleger, weitergeleitet.  Zurück geht es hier.

Fraport Aktie 1234108 / DE0005773303

12.03.2026 16:18:36

Piloten streiken: Hunderte Flugausfälle bei der Lufthansa

(neu: weitere Details)

FRANKFURT (awp international) - Der auf zwei Tage angelegte Pilotenstreik bei der Lufthansa hat an den Drehkreuzen München und Frankfurt Hunderte Flüge ausfallen lassen. Das berichten die jeweiligen Flughafenbetreiber für den Donnerstag. Danach fielen am ersten Streiktag in Frankfurt rund 400 von 1.165 geplanten Starts und Landungen aus. In München wurden 230 von rund 800 Flugbewegungen gestrichen. Die Zahlen beziehen sich auf alle Fluggesellschaften, die Ausfälle sind wesentlich der Lufthansa zuzuordnen.

Gewerkschaft sieht mehr Ausfälle als erwartet

Die streikende Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) berichtete von einer hohen Beteiligung der Beschäftigten an der bereits zweiten Streikwelle. Der Arbeitskampf verlaufe wirkungsvoller als erwartet, sagte VC-Präsident Andreas Pinheiro.

Zwischen Gewerkschaft und Unternehmen entspann sich ein Streit um die Wirksamkeit der Streiks, die fortgesetzt werden sollen. Lufthansa bekräftigte ihre Ankündigung, dass auch am Freitag nach dem Sonderflugplan mindestens die Hälfte der sonst üblichen Flüge stattfinde. Von den Fernflügen sollten sogar rund 60 Prozent stattfinden. Hier werden die Flugzeuge häufig auch von Piloten geflogen, die bei der Lufthansa ins Management gewechselt sind, aber ihre Lizenz aufrechterhalten.

VC zweifelt Lufthansa-Angaben an

Die VC beharrte hingegen darauf, dass bis 15.00 Uhr rund 70 Prozent der Flugzeuge am Boden geblieben seien. Dafür gebe es eine solide Datengrundlage. Der Sprecher der Tarifkommission, Arne Karstens, zweifelte die Zahlen der Lufthansa an. Er sagte laut einer Mitteilung: "Welche Grundlage die Lufthansa für ihre Darstellung heranzieht, erschliesst sich uns nicht. Dass das Unternehmen seine Zahlen gerne etwas geschönt darstellt, ist ein bekanntes Vorgehen." Vor dem Streik hatte VC-Präsident Pinheiro deutlich gemacht, dass die VC auch bei weniger Flugausfällen eine ausreichende Streikwirkung erwarte.

Eurowings fliegt

In den Terminals herrsche ganz normaler Betrieb, sagte ein Sprecher des Frankfurter Betreibers Fraport . Nur in den Lufthansa-Abschnitten sei es etwas ruhiger. An den übrigen deutschen Flughäfen fielen vor allem die Zubringerflüge an die Drehkreuze aus. Andere Lufthansa-Gesellschaften wie die Eurowings und sämtliche ausländischen Töchter wurden nicht bestreikt.

Lufthansa wollte nach eigener Ankündigung grössere Flugzeuge einsetzen, Lufthansa-Flüge von nicht bestreikten Konzernairlines erledigen lassen und freiwillige Crews einsetzen. An diesen Planungen für beide Streiktage habe es keine Änderungen mehr gegeben, erklärte eine Sprecherin des Unternehmens. Laut VC werden auch Subunternehmen eingesetzt.

Von Ausfällen betroffene Gäste sollten per E-Mail benachrichtigt werden. Gäste, die nicht kontaktiert werden, könnten vorerst davon ausgehen, dass ihr Flug nicht betroffen ist. Flüge ins Krisengebiet Nahost sollen nicht bestreikt werden. Zu einem normalen Flugbetrieb werde man voraussichtlich am Samstag zurückkehren können.

Erste Entspannung am Freitag

Für den Freitag wird eine erste Entspannung erwartet, weil die kleine Teilgesellschaft Lufthansa Cityline nur einen Tag lang bestreikt werden sollte. Die Regionaltochter übernimmt Zubringerflüge von kleineren Flughäfen an die beiden Drehkreuze.

Die Gewerkschaft hat die mehr als 5.000 Piloten der Flugbetriebe Lufthansa, Lufthansa Cargo und Lufthansa Cityline zum Streik aufgerufen. Während es bei der Regionaltochter Cityline um eine Anhebung der Gehälter geht, streiten die Tarifpartner bei der Cargo und der Kerngesellschaft um höhere Betriebsrenten.

Kein neues Angebot

Lufthansa hatte die zweite Streikwelle als unnötige Eskalation bezeichnet und auf die angespannte Ertragssituation bei der Kerngesellschaft Lufthansa verwiesen. Der Gewerkschaft zufolge hat Lufthansa zunächst kein neues Angebot vorgelegt. Der Streik laufe daher weiterhin wie geplant.

Der Flughafenverband ADV appellierte an die Tarifparteien, sich am Verhandlungstisch möglichst schnell zu einigen. Passagiere würden von den Streiks immer zuerst getroffen, sagte Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. In einer ohnehin angespannten Situation werde die deutsche Luftfahrt zusätzlich verunsichert. "Der Standort Deutschland kann sich weitere Belastungen für die Konnektivität und die Zuverlässigkeit des Luftverkehrs kaum leisten."/ceb/DP/nas

Analysen zu Fraport AG

  • Alle
  • Kaufen
  • Hold
  • Verkaufen
  • ?
20.04.26 Fraport Outperform Bernstein Research
20.04.26 Fraport Buy Jefferies & Company Inc.
15.04.26 Fraport Buy Jefferies & Company Inc.
13.04.26 Fraport Overweight Barclays Capital
13.04.26 Fraport Sell UBS AG
Eintrag hinzufügen

Erfolgreich hinzugefügt!. Zu Portfolio/Watchlist wechseln.

Es ist ein Fehler aufgetreten!

Kein Portfolio vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen des neuen Portfolios angeben. Keine Watchlisten vorhanden. Bitte zusätzlich den Namen der neuen Watchlist angeben.

CHF
Hinzufügen

Top-Aktien unter Druck – jetzt Chancen für langfristige Anleger? – Wallstreet Live mit Tim Schäfer

Diese Aktien & Themen stehen im Fokus:

Tech-Giganten unter Druck
– Microsoft: Rücksetzer trotz starker Marktposition – Chance durch niedrigere Bewertung?
– SAP: KI als Risiko für das Geschäftsmodell?
– Oracle: Deutlicher Kursverlust bei gleichzeitig attraktiver Bewertung
– Meta Platforms: Hohe KI-Investitionen & neue Monetarisierungsmöglichkeiten (z. B. WhatsApp)

️ Konsum & Marken unter Druck
– Nike: Sinkende Nachfrage, steigende Konkurrenz aber starke Marke
– Amazon: Hohe Investitionen drücken Gewinne langfristig trotzdem spannend?

Weitere Value-Kandidaten
– PayPal: Stark gefallen – Turnaround möglich?
– Constellation Software: Hidden Champion mit einzigartigem Geschäftsmodell

Das grosse Thema:
Viele dieser Unternehmen investieren massiv in KI, Cloud und Zukunftstechnologien, was kurzfristig die Gewinne belastet, aber langfristig enorme Chancen bieten kann.

https://bxplus.ch/wall-street-live-mit-tim-schaefer/

Top-Aktien unter Druck – jetzt Chancen für langfristige Anleger? – Wallstreet Live mit Tim Schäfer

Mini-Futures auf SMI

Typ Stop-Loss Hebel Symbol
Short 13’775.13 19.75 SQ3B6U
Short 14’057.67 13.77 S8MBFU
Short 14’580.93 8.95 S6EBTU
SMI-Kurs: 13’232.03 20.04.2026 17:30:00
Long 12’675.19 19.89 SGHBWU
Long 12’373.83 13.77 S9OBOU
Long 11’832.79 8.89 S69BTU
Die Produktdokumentation, d.h. der Prospekt und das Basisinformationsblatt (BIB), sowie Informationen zu Chancen und Risiken, finden Sie unter: https://keyinvest-ch.ubs.com