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Eli Lilly Aktie 947556 / US5324571083

Sparpläne 10.06.2026 17:15:36

Pfizer-Aktie etwas höher: Chef verzichtet auf Treffen mit deutschem Bundeskanzler - Zweifel an Investitionen

Pfizer-Aktie etwas höher: Chef verzichtet auf Treffen mit deutschem Bundeskanzler - Zweifel an Investitionen

Der US-Pharmakonzern Pfizer sagt aus Ärger über Sparvorgaben der Bundesregierung ein Treffen mit Kanzler Friedrich Merz (CDU) ab und stellt Investitionen in Deutschland auf den Prüfstand.

In einem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, kritisiert Vorstandschef Albert Bourla die Pläne von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) und zieht seine Teilnahme an einem Investorentreffen zurück. Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet.

"Nach reiflicher Überlegung muss ich Ihnen leider mitteilen, dass ich bei dieser Gelegenheit nicht teilnehmen kann", heisst es in dem Schreiben an Merz mit Blick auf einen im Herbst geplanten "Invest in Germany Summit" der Bundesregierung.

Die Sparpläne erschwerten langfristige Investitionen und gefährdeten die nötige Planungssicherheit. Pfizer beschäftigt in Deutschland mehr als 3.000 Menschen und betreibt einen wichtigen Standort in Freiburg.

Doch für globale Unternehmen seien Investitionsentscheidungen "von der Zuverlässigkeit, Transparenz und Beständigkeit des politischen Umfelds bestimmt", schreibt Bourla. Nun würden die Bedingungen neu bewertet. "Infolgedessen überprüfen wir unsere externen Verpflichtungen sowie den Zeitpunkt, den Umfang und die künftige Priorisierung bestimmter geplanter Investitionen in Deutschland."

Härtere Sparvorgaben - Konzerne stoppen Investitionen

Gesundheitsministerin Warken will die Krankenkassen mit dem "Beitragssatzstabilisierungsgesetz" 2027 um 16,3 Milliarden Euro entlasten und so steigende Beiträge verhindern. Geplant sind auch schärfere Sparvorgaben für die Pharmabranche: So sollen die Herstellerrabatte, die Arzneikonzerne Krankenkassen gewähren müssen, deutlich steigen.

Die Pläne hatten grossen Ärger in der Pharmabranche hervorgerufen. So teilte der US-Pharmakonzern Eli Lilly mit, dass er wegen der Sparpläne eine Investition von 2,5 Milliarden Dollar in einen neuen Standort im rheinland-pfälzischen Alzey halbieren will. Und der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim will geplante Investitionen von 900 Millionen Euro in Deutschland stoppen - ebenfalls mit Verweis auf die Sparvorgaben.

Kritik kam von der Vorstandschefin des AOK-Bundesverbandes, Carola Reimann. In der Gesetzlichen Krankenversicherung gebe es ein Defizit im zweistelligen Milliardenbereich, dem Milliardengewinne von Eli Lilly und Boehringer Ingelheim gegenüberstünden. Dass diese Firmen nun versuchten, "sich mit einer an Nötigung grenzenden Androhung von Investitionskürzungen ihrem Beitrag zu den dringend benötigten Einsparungen in der GKV zu entziehen, ist absolut inakzeptabel".

Die Pfizer-Papiere steigen im NYSE-Handel zeitweise 0,33 Prozent auf 25,79 US-Dollar.

/als/DP/stw

FRANKFURT (awp international)

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Bildquelle: Molly Woodward / Shutterstock.com,Rob Wilson / Shutterstock.com
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20.12.24 Eli Lilly Buy Jefferies & Company Inc.
31.10.24 Eli Lilly Buy Jefferies & Company Inc.
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