Apollo Global Management Aktie 115740143 / US03769M1062
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14.08.2026 22:03:14
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NVIDIA-Aktie: Partnerschaft mit Goldman Sachs um KI-Kredite handelbar zu machen
Goldman Sachs und NVIDIA wollen wohl KI-Kredite wie Anleihen handelbar machen. Wer für das Milliarden-Projekt am Ende haftet und wie der Markt reagiert.
- Goldman Sachs verhandelt wohl mit Investoren über eine Beteiligung an NVIDIAs Finanzierungsinitiative
- Neue Struktur soll Kredite handelbar wie klassische Wertpapiere machen
- NVIDIA-Chef Jensen Huang behält sich vor, bis zu 25 Prozent an Restwert-Unterstützung selbst zu übernehmen
Goldman Sachs verhandelt laut einem Reuters-Bericht mit mehreren Investoren über deren Beteiligung an NVIDIAs Finanzierungsprogramm für KI-Rechenzentren, das mehr als 500 Milliarden US-Dollar an Drittkapital mobilisieren soll. Über seine langjährige Beziehung hatte sich die Bank bereits eine der Schlüsselrollen in dem Konsortium gesichert, das NVIDIA am 10. August gemeinsam mit Blackstone, Apollo, BlackRock, Brookfield und KKR angekündigt hatte. Anders als frühere Finanzierungen für KI-Chips soll die neue Struktur die Kredite handelbar wie klassische Wertpapiere machen und das Risiko breiter verteilen.
Ein Konsortium statt einer Bilanz
Laut den mit der Sache vertrauten Personen sollen vor allem US-Versicherer, Vermögensverwalter und Banken den Kern der Investorenbasis bilden, während Vermögensverwalter selbst einen erheblichen Teil der Finanzierung behalten wollen. Goldman Sachs kann über sein Vermögensverwaltungsgeschäft nachrangiges Kapital und Privatkredite bereitstellen und über die Investmentbank zusätzlich Fremdkapital an Kreditfonds und später an den öffentlichen Anleihemarkt platzieren. Ziel der Konstruktion ist ein durch Vermögenswerte gedeckter Markt für KI-Rechenleistung, der Schulden künftig ähnlich handelbar machen soll wie klassische Anleihen, was die Finanzierungskosten senken und einen breiteren Kreis an Investoren anziehen soll.
So reagiert die NVIDIA-Aktie
Der Markt reagierte verhalten: Die NVIDIA-Aktie gab an der NASDAQ 0,06 Prozent auf 225,16 US-Dollar nach, während die Goldman Sachs-Aktie an der NYSE um 0,32 Prozent auf 1.039,32 US-Dollar einbüsste.
Wer haftet am Ende wirklich
Genau hier liegt der Unterschied zu älteren Deals wie der Finanzierung für Anthropics KI-Chips, bei der Broadcom mit einer Restwertgarantie für rund 30 Milliarden US-Dollar an vorrangigen Schulden einsprang. Vivek Arya, Analyst bei Bank of America, nannte die neue Struktur in einer Notiz, aus der Reuters zitiert, einen Schwenk weg von der Lieferantenfinanzierung: Die Last liege beim Konsortium, nicht auf der Bilanz von NVIDIA. Ganz sauber ist die Trennung allerdings nicht: NVIDIA-Chef Jensen Huang erklärte auf der Plattform X, der Konzern könne wählen, bis zu 25 Prozent der einzelnen Vereinbarungen beziehungsweise rechnerisch bis zu 125 Milliarden US-Dollar an Restwert-Unterstützung selbst zu übernehmen. Wie viel davon am Ende tatsächlich abgerufen wird, ist offen.
- Jensen Huang (@JensenHuang) August 10, 2026
Goldmans langer Weg zu dieser Rolle
Dass ausgerechnet Goldman Sachs diese Position bekam, hat eine Vorgeschichte. Die Bank hat NVIDIA gemäss Dealogic-Daten, auf welche sich Reuters bezieht, bei mehreren Transaktionen beraten und war an zahlreichen Technologiefinanzierungen beteiligt, bei denen der Chiphersteller selbst als Investor auftrat. Am 15. Juni führte Goldman Sachs gemeinsam mit JPMorgan und Morgan Stanley als Bookrunner NVIDIAs Anleiheverkauf über 25 Milliarden US-Dollar an, die bislang grösste Anleiheemission des Unternehmens. 2019 war die Bank ausserdem exklusiver Finanzberater bei der 6,9 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme des Netzwerkausrüsters Mellanox Technologies. Auch auf Vorstandsebene reicht die Beziehung weit: David Solomon, Chef von Goldman Sachs, interviewte vor rund zwei Jahren auf einer Technologiekonferenz der Bank CEO Huang.
Bislang hat NVIDIA mit den sechs Instituten lediglich Absichtserklärungen unterzeichnet, verbindliche Verträge mit konkreten Konditionen stehen nach offiziellen Angaben noch aus.
Alexandra Hesse, Martina Köhler, Redaktion finanzen.ch
Dieser Text dient ausschliesslich zu Informationszwecken und stellt keine Anlageempfehlung dar. Die finanzen.net GmbH schliesst jegliche Regressansprüche aus.
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